Pressestimmen
Dies ist das aufregendste und beste Buch über Afrika, das derzeit in deutscher Sprache zu lesen ist. Es ist nicht nur historisch von Interesse, sondern brennend aktuell, denn es wirft neues Licht auf den ruandischen Völkermord wie auf den schleichenden Genozid im Nachbarland Burundi. (Die Welt)
In seinem informativen Buch skizziert Helmut Strizek die wesentlichen Etappen und Charakteristika der deutschen Herrschaft von den Anfängen bis zur militärischen Niederlage im Ersten Weltkrieg. Auch die Perspektiven und Handlungsspielräume der einheimischen Bevölkrung finden Berücksichtigung. (Andreas Eckert, Die ZEIT)
Helmut Strizeks gut lesbare, übersichtliche Darstellung der kolonialen Vorgeschichte des Völkermords in Ruanda schließt eine Informationslücke hierzulande. Wegschauen, relativieren, die koloniale Mitverantwortung ausschließlich auf die Belgier abschieben - das können sich gerade die Urenkel der kaiserlichen Soldaten nicht erlauben. (Deutschlandfunk)
In seinem informativen Buch skizziert Helmut Strizek die wesentlichen Etappen und Charakteristika der deutschen Herrschaft von den Anfängen bis zur militärischen Niederlage im Ersten Weltkrieg. Auch die Perspektiven und Handlungsspielräume der einheimischen Bevölkrung finden Berücksichtigung. (Andreas Eckert, Die ZEIT)
Helmut Strizeks gut lesbare, übersichtliche Darstellung der kolonialen Vorgeschichte des Völkermords in Ruanda schließt eine Informationslücke hierzulande. Wegschauen, relativieren, die koloniale Mitverantwortung ausschließlich auf die Belgier abschieben - das können sich gerade die Urenkel der kaiserlichen Soldaten nicht erlauben. (Deutschlandfunk)
Kurzbeschreibung
Ruanda und Burundi sind ein kolonialgeschichtlicher Sonderfall. Sie fielen dem Deutschen Reich im Zuge der Aufteilung Afrikas in europäische Einflussgebiete auf der "Kongo-Konferenz" 1884/85 zu. Anders als in den übrigen Teilen Deutsch-Ostafrikas blieben die Bewohner des Hochplateaus zunächst von der deutschen Kolonialherrschaft unberührt. Erst 1898 wurde ein deutscher Militärposten in Ruanda errichtet. Im Unterschied zu ihren anderen Kolonien setzten die Deutschen hier auf Kooperation und etablierten ein Residentursystem zur Ausübung einer "indirekten Herrschaft". Das Buch beschreibt die Kolonialherrschaft von den Anfängen bis zum Rückzug der Deutschen 1916. Abgerundet wird die Darstellung durch einen Essay, der einen Bogen schlägt über die belgischen Mandatsjahre, die UN-Treuhandverwaltung bis zur Gründung selbständiger Staaten. Diskutiert wird auch, inwieweit der Völkermord 1994 auf die Kolonialpolitik zurückgeführt werden kann.
Der Verlag über das Buch
War der Völkermord in Zentralafrika eine Nachwirkung der kolonialen Herrschaft?
Über den Autor
Dr. Helmut Strizek: Jahrgang 1942, Studium der Politischen Wissenschaft, Geschichte und Französisch, 1980-83 Mitarbeit bei der Delegation der Europäischen Gemeinschaft in Ruanda, zwischen 1987 und 1989 zuständig für die Projektbearbeitung der Länder Ruanda und Burundi im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), 1996 Promotion an der Universität Hamburg über Ruanda und Burundi. Seither zahlreiche Veröffentlichungen zu Zentralafrika.