Es ist schwer, diese Geschichte zufriedenstellend zu rezensieren.
Nicht, weil sie nicht gut ist - im Gegenteil, sie ist absolut
gut geschrieben - sondern, weil das Thema ein sehr schwieriges ist.
Thomas Duffé schildert erschreckend deutlich und bildhaft die
Schrecken der Konzentrationslager, führt den Wahnsinn dieser Zeit
vor Augen, steigert den Horror systematisch mit immer wieder neuen
"Faustschlägen" in die Magengrube - man kann nicht unberührt bleiben.
Ein echter Horrortrip, der umso heftiger ist, bedenkt man die Kürze
der Geschichte.
Der erste Satz kommt mir reichlich bekannt vor, er ist aber ideal,
um den Leser zunächst einmal in Sicherheit zu wiegen, dass nun eine
harmlose Geschichte beginnt. Allerdings merkt man ziemlich schnell,
dass dies ein großer Irrtum ist.
Da ich ein Sprachfreak bin, stören mich ein klein wenig die Kommafehler
(relativ viele) und die Absatzfehler. Rechtschreibfehler gibt es auch,
doch stören diese nicht den Fluss der Geschichte. Hier kann der Autor
noch nachbessern. Sprachlich und vom Stil her muss er nicht besser
werden, hier ist er umwerfend gut. Bleibt zu wünschen, dass mehr von ihm
zu lesen kommen wird - möglichst jedoch in weniger heftigen Themenbereichen.
Fazit: UNBEDINGT LESEN!