Edgar Allen Poe ist der Vater der phantastischen Literatur. Seine Werke beeinflussten namhafte Autoren der phantastischen (wie z.B. Stephen King, Jules Verne, H.G. Wells), aber auch der Kriminalliteratur (wie z.B. Sir Arthur Conan Doyle).
Den eigenen Stil prägte Poe mit Erzählungen wie Der Untergang des Hauses Usher oder Der Mord in der Rue Morgue. Letzteres gilt als die Erfindung der Detektivgeschichte, in der Auguste C. Dupin zusammen mit seinem Partner, den bestialischen Mord an zwei Pariser Frauen durch reine Logik und Kombinationsgabe löst: Die Polizei rätselt über einen Mord in der Rue Morgue, bei dem zwei Frauen in einem ansonsten leerstehenden Haus bei verriegelten Türen und Fenstern ermordet wurden. Der Täter scheint auf höchst mysteriöse Weise verschwunden zu sein. Dupin nimmt sich dem Fall an, befragt in kriminalistischer Kleinarbeit von der Wäscherei bis zum Nachbar alle Personen, die Berührungspunkte zu den beiden Frauen hatten. Als Mörder stellt sich ein entlaufener Orang-Utan heraus, der einem Seemann entkommen war. Das Tier hatte seinen Besitzer beim Rasieren beobachtet und wollte den Vorgang des Rasierens bei einer der Bewohnerinnen nachahmen.
Diese Geschichte gehört, wie 21 andere Geschichten, zur dreibändigen Ausgabe in einer Geschenkbox. Die Auswahl der Geschichten ist sehr subjektiv und einige Klassiker, wie zum Beispiel Der Rabe fehlen. Jedoch bieten die Bücher dem interessierten Einsteiger einen guten Überblick über das Schaffen des 1849 verstorbenen Künstlers, dessen zentrale Ideen sich stets in Geschichten wiederfinden, die vom Tod einer schönen Frau, der Vorstellung lebendig begraben zu sein oder aber von verwirrten Menschen handeln, die vom Wahn gepackt, sehenden Auges ins Verderben rennen.