Oliver Kalkofe bringt endlich eine neue Staffel seiner Sendung "Kalkofes Mattscheibe" heraus und beinahe zeitgleich ein neues Buch mit Kolumnen über sein Lieblingsthema: das Fernsehen.
Dies ist deutlich zu merken, wenn man das ganze Buch durchliest.
Die einzelnen Texte befassen sich mit dem aktuellen Fernsehprogramm an sich und mit "Einzelschicksalen" wie den Skandal um Eva Herman oder der GEZ.
Die Botschaft, so wahr sie auch ist, steht von Anfang an fest und zieht sich durch das ganze Druckerzeugnis: das deutsche Fernsehen ist beinahe nur noch zu Schrott verkommen.
Ich finde, wenn er es ein paar Mal weniger erwähnen würde, käme die Botschaft noch besser an, denn immer wieder gekautes Essen schmeckt nicht unbedingt besser ;) Und das sich viele Fernsehsender mittlerweile einen Dreck drum scheren, wie gute Unterhaltung tatsächlich funktioniert, war auch vor diesem Buch schon kein Geheimnis mehr (u.a. durch Kalkofe, der dieses Thema bereits in seinen anderen Büchern und seiner Show sich vornahm).
Ein großer Pluspunkt des Buches ist jedoch, dass es recht aktuelle Themen behandelt und witzig geschrieben ist. Wie Wikipedia treffend beschrieb, fasst Kalkofe seine Kolumnen in einer "Mischung aus Hoch- und Fäkalsprache", doch darauf sollte man sich schon erstmal einlassen können. Doch langweilig wird das Lesen dadurch schon mal nicht.
Besonders empfehlen möchte ich die Vorworte zu Beginn des Buches und das letzte Kapitel "Es ist nicht alles schlecht", eine Auflistung hervorragender Fernsehserien und -shows, für die es sich noch lohnt, einzuschalten.
Dazwischen kleine Auflockerungen wie Fotos, ein TV-Horoskop und Quizfragen ala "Wer wird Millionär".
Sei am Ende noch gesagt: ich als großer Kalkofe-Fan hatte mein Vergnügen an diesem Buch, ein literarischer Knaller des Jahres 2008 ist es vielleicht nicht ganz, aber für andere Fans auf alle Fälle eine Empfehlung. Andere kann ich ruhig dazu raten, einmal zumindest reinzuschnuppern.