Tolan und Stolze, zwei Professoren der Physik, haben sich alle James Bond-Filme
angeschaut und Effekte und Stunts unter die Lupe genommen und sich dabei
die Frage gestellt: Geht das, kann das ein Mensch oder ein Gerät wirklich,
welche Energie ist dazu nötig? Dazu haben Sie das Material in verschiedene
Kategorien eingeteilt, sie betrachten sich Verfolgungsjagden, Weltraum- und
schwerkraftsrelevante Themen, die Bond-Uhren und -Brillen und die Goldfingermythen.
Dabei teilen sie jedes Kapitel in drei Teile, zuerst wird die Filmszene nacherzählt,
dann kommt eine populärwissenschaftliche Abhandlung und schließlich die physikalische
Betrachtung, die sich allerdings meist auf Vordiplomsniveau bewegt. Dabei haben die
Autoren keine Mühe gescheut, Entfernungen und Zeiten zu messen und sich Daten wie
z.B. das Gewicht und die Größe Bonds aus den Originalwerken von Ian Fleming zu
beschaffen.
Die Autoren haben nicht die Absicht, die Bondfilme als unrealistischen Unsinn
abzustempeln, sondern wollen ihre Abhandlung mit einem Augenzwinkern verstanden
wissen, die in erster Linie unterhalten soll, man merkt dabei deutlich, daß
sie echte Fans der Reihe sind. Erstaunliches Ergebnis: Nicht die unrealistisch
aussehenden Szenen wie z.B. das Hinterherspringen hinter dem fallenden Flugzeug
oder der Schraubensaltosprung des Autos über den Fluß, sind die Stunts, die nie
funktionieren würden - vorausgesetzt, Bond ist in der Lage gekoppelte, nichtlineare
Differantialgleichungen in Sekundenschnelle im Kopf zu lösen. Nein, es sind
eher die Kleinigkeiten wie die Gadgets in den Uhren und Brillen, die nicht
funktionieren würden. Nette Unterhaltung mit wissenschaftlichem Anspruch für
alle technisch- oder naturwissenschaftlichen Fans der James Bond - Serie.