Es ist mir nicht einfach gefallen, mich auf dieses Buch einzulassen - muss ich gleich im Voraus sagen. Und selbst als ich schon am Lesen war und mich das Buch immer mehr begeisterte, gab es immer wieder Momente wo ich regelrecht umdenken musste - wo ich mich umzustellen hatte.
Am Besten vergiesst man gleich VOR dem Lesen dieses Buches, dass es von Dean Koontz ist und was man bisher alles von diesem tollen Autor gelesen hat (irgendwie habe ich immer mehr den Eindruck dieser Ratschlag sollte bei jedem seiner Bücher vorab befolgen).
Die Lebenssituation von Snow an sich ist schwierig und somit auch schwierig zu erfassen, für den Leser. Hier fühlte ich mich schon gefordert. Seine Freundschaften und Freunde, seine Gefühle, seine Vergangenheit und seine ganz eigene Welt - alles ist nicht "einfach" und muss erst einmal geschluckt und verdaut werden. Das Buch lässt einem ein wenig Zeit dazu (nicht sehr viel, gebe ich zu), bevor es rasant weitergeht und man in eine sehr wilde, atemberaubende Story geschleudert wird (schleudern ist hier ein guter Begriff). Nur wenige Schriftsteller schaffen es, eine so wilde Geschichte glaubwürdig zu schreiben - nach meiner Meinung ist das Dean Koontz gut gelungen.
An diesem Punkt kann ich aber andere Leser gut verstehen, die das Buch nicht mochten: Es ist wirklich "schwere Kost" und man mag es oder man mag es nicht. Mit Objektivität kommt man hier nicht weiter - was eine Rezession auch äusserst schwierig gestaltet.
Kurz zusammengefasst was mir an diesem Buch gefällt: Vielschichtige Persönlichkeiten (die Haupthelden), vielschichtige Persönlichkeiten (die Nebencharaktere), vielschichtige Persönlichkeiten (die (Haus-)Tiere). Eine wilde, fantastische Story die nicht immer ganz einfach zu glauben ist. Ein ordentlicher, guter Schriebstil der es einem möglich macht das Ganze gut und flüssig zu lesen.
Für mich persönlich: 1A Unterhaltung. Und ab im Sauseschritt zum zweiten Band mit Snow und seinen Freunden: Im Bann der Dunkelheit.
1.) Geschöpfe der Nacht
2.) Im Bann der Dunkelheit