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Gesang zwischen den Stühlen [Gebundene Ausgabe]

Erich Kästner
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

3. November 2011
Liebe, Großstadt, Politik sind die Themen der Gedichte in diesem verblüffend aktuellen Buch, das erstmals 1932 erschien und von der zeitgenössischen Kritik als bis dato bester Lyrikband Erich Kästners gefeiert wurde: "Kästner hat scharfe Augen, man staunt, was er alles sieht, er sieht die Lüge, die Attrappe, die Kulisse, die Imitation, die die Gegenwart beherrschen. Uns lehrt er sie sehen." Der Gegner

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Atrium-Verlag, Hamburg (3. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3855353808
  • ISBN-13: 978-3855353804
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.469.986 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erich Kästner, 1899 in Dresden geboren, begründete gleich mit seinen ersten beiden Büchern seinen Weltrum: Herz auf Taille (1928) und Emil und die Detektive (1929). Nach der Machtübernhame der Nationalsozialsiten wurden seine Bücher verbrannt, sein Werk erschien nunmehr in der Schweiz beim Atrium Verlag. Erich Kästner erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, u.a. auch den Georg-Büchner-Preis. er Starb 1974 in München.

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5.0 von 5 Sternen Schwanengesang auf die Weimarer Republik 21. Juli 2008
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Allzu bequem saß sich's nicht zwischen den Stühlen, und 1932 in Deutschland konnte Unbequemlichkeit sehr unbequem werden -- und zwar für den Dichter. Aber einen Vorteil hatte die Unbequemlichkeit für Erich Kästner: Man konnte ihn nicht auf eine Gesäßfraktion, pardon: Denkrichtung festlegen. Er machte sich's ganz offensichtlich deswegen nicht bequem, weil sich gerade damit seine Sinne scharf hielten. Sein "Gesang zwischen den Stühlen" beweist jedenfalls wieder einmal, dass sich scheinbar lapidarer Alltagston hervorragend dafür eignet, tiefes Empfinden in Worte zu fassen -- nicht in überbordende Gefühlsseligkeit, das erlaubt schon die Epoche nicht. Kästners Gedichte sind nüchtern, aber längst nicht so sachlich, wie das Etikett "Neue Sachlichkeit" suggerieren will. Er trägt sein Leiden an der Zeit nun einmal nicht auf dem Tablett vor sich her, und gerade deswegen haben seine Gedichte im Laufe der Jahrzehnte keinen Staub angesetzt.
Dabei dichtet Kästner nicht mit dem Ehrgeiz, erhaben über den Zeitläuften zu stehen; dieser Gedichtband nimmt Stellung, und anno 1932 befand sich der Platz zwischen den Stühlen bestimmt nicht auf dem Olymp.
Erstmals erschienen diese Gedichte 1932; wenige Monate nach seinem Erscheinen wurden Kästners Werke verbrannt. Dass etliche Nazis beim Lesen getobt haben dürften, ist wenigstens ein schwacher Trost.

Wenn Kästner z.B.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich Germanistik studierte, war Erich Kästner den werten Professoren nicht literarisch genug, seine Werke auch in die Vorlesungssäle und Seminarstuben zu bringen. Und schuld an dieser Ausgrenzung war nicht zuletzt der Zeitgeist. Denn Reime galten damals einfach nicht als Kunst. Über die Dummheit solcher Einschätzungen brauchen wir nicht lange zu diskutieren. Die Lektüre der lyrische Hausapotheke oder dieses neu aufgelegten Gedichtbandes genügt, um das Thema von Kästners schriftstellerischer Qualität vom Tisch zu wischen.

Erschienen sind die Gedichte dieses Buches erstmals 1932 und wurden damals von der Literaturkritik noch gefeiert. Und liest man nur das Gedicht "Das Führerproblem, genetisch betrachtet", dann wird klar, warum mehrmals von der Gestapo einvernommen wurde. Doch obwohl Kästner nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in die Schweiz fuhr, kehrte er nach Berlin zurück. Auch weil er seine Mutter nicht allein lassen wollte, die ihm sehr viel bedeutete. Einen anderen Grund formulierte er so: "Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen. Mich läßt die Heimat nicht fort. Ich bin wie ein Baum, der - in Deutschland gewachsen - wenn's sein muss, in Deutschland verdorrt."

Bekannt ist natürlich auch sein Vierzeiler:

Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.

Liebe, Großstadt und Politik seien die Themen der Gedichte in diesem verblüffend aktuellen Band, schreibt der Klappentexter. Dem kann ich zustimmen, wenn man darunter auch ganz alltägliche Verhaltensmuster versteht und zur Politik auch die Ausübung von Macht zählt.
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5.0 von 5 Sternen Schwanengesang auf die Weimarer Republik 10. November 2011
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Allzu bequem saß man noch nie zwischen den Stühlen, und 1932 in Deutschland konnte Unbequemlichkeit sehr unbequem werden -- auch für den Dichter. Aber einen Vorteil hatte die Unbequemlichkeit für Erich Kästner: Man konnte ihn nicht auf eine Gesäßfraktion, pardon: Denkrichtung festlegen. Er machte sich's womöglich auch deswegen nicht bequem, weil sich gerade damit seine Sinne scharf halten ließen. Sein "Gesang zwischen den Stühlen" beweist jedenfalls wieder einmal, dass sich scheinbar lapidarer Alltagston hervorragend dafür eignet, tiefes Empfinden in Worte zu fassen -- nicht in überbordende Gefühlsseligkeit, das erlaubt schon die Epoche nicht. Kästners Gedichte sind nüchtern, aber längst nicht so sachlich, wie das Etikett "Neue Sachlichkeit" suggerieren will. Er trägt sein Leiden an der Zeit nun einmal nicht auf dem Tablett vor sich her, und gerade deswegen haben seine Gedichte im Laufe der Jahrzehnte keinen Staub angesetzt.
Dabei dichtet Kästner nicht mit dem Ehrgeiz, erhaben über den Zeitläuften zu stehen; dieser Gedichtband nimmt Stellung, und anno 1932 lag der Platz zwischen den Stühlen bestimmt nicht auf dem Olymp.
Erstmals erschienen diese Gedichte 1932; wenige Monate nach seinem Erscheinen wurden Kästners Werke verbrannt. Dass etliche Nazis beim Lesen getobt haben dürften (sofern sie überhaupt des Lesens fähig waren), ist wenigstens ein schwacher Trost.

Wenn Kästner z.B.
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