Leider hatte ich mir von dem Buch bedeutend mehr erwartet.
Im ersten Teil des Buches beschreibt Tesla seine, für seine Zeit sicherlich extrem fortschrittlichen, Hochfrequenzexperimente mit Spulen und "Glühlampen". Die Ausführungen über die sich sehr ähnelnden Experimente sind mit der Zeit aber sehr ermüdend, weil sich vieles wiederholt. Der Tenor dieser Abhandlung ist, das er mit verschiedenen Spannungen, Frequenzen und Evakuierungsgraden der Glühlampen verschiedene Entladungen und Leuchterscheinungen in den Lampen erzeugt hat.
Das sind sicherlich die Anfänge der Techniken, die heute bei der Plasmaerzeugung in verschiedenen High-Tech Firmen verwendet werden. Aber durchaus nichts Geheimnisvolles oder Übernatürliches, wie es der Kommentator im zweiten Teil des Buches erscheinen lassen will.
Von diesem zweiten Teil war ich sehr enttäuscht, weil hier anhand von vagen Vermutungen und Spekulationen mögliche Erfindungen Teslas erklärt werden, die, für einen einigermassen mit Elektrotechnik und Physik vertrauten Leser, keinerlei Zusammenhang zum ersten Teil des Buches haben.
Diese esoterischen Spinnereien gipfeln in der Vermutung das Tesla sich im Alter von 81 Jahren ! auf den Mars teleportiert hat und einige seiner Wissenschaftlerkollegen sich in einem unzugänglichen Vulkan im undurchdringlichen Regenwald Südamerikas einen "High-Tech Garten Eden" geschaffen haben.
Wer sich wirklich für die Arbeiten Teslas interessiert sollte bloß den ersten Teil diese Buches lesen und daraus seine eigene Schlussfolgerungen ziehen.