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Gesamtausgabe in 16 Bänden. stw-Werkausgabe. Mit einem Ergänzungsband: Band 5: Das Prinzip Hoffnung: 3 Bände (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
 
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Gesamtausgabe in 16 Bänden. stw-Werkausgabe. Mit einem Ergänzungsband: Band 5: Das Prinzip Hoffnung: 3 Bände (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Ernst Bloch
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Gesamtausgabe in 16 Bänden. stw-Werkausgabe. Mit einem Ergänzungsband: Band 5: Das Prinzip Hoffnung: 3 Bände (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) + Gesamtausgabe in 16 Bänden. stw-Werkausgabe. Mit einem Ergänzungsband: Band 1: Spuren: BD 1 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) + Gesamtausgabe in 16 Bänden. stw-Werkausgabe. Mit einem Ergänzungsband: Band 16: Geist der Utopie: Faksimile der Ausgabe von 1918. (Werkausgabe, 16): BD 16 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Prinzip Hoffnung
OA 1954–59 (3 Bde.) Form Sachbuch Bereich Philosophie
Ernst Blochs Opus magnum einer Seinslehre (Ontologie) des Noch-nicht-Seins enthält eine Menschheitsgeschichte, die von jeher für qualitativ Neues offen ist. Unter dem Titel Der Traum vom besseren Leben entstand Das Prinzip Hoffnung während der Emigration in den USA. Der Plan einer Veröffentlichung in der Oxford University Press zerschlug sich.
Inhalt: Ein Schwerpunkt der philosophischen Untersuchung Blochs ist die Kategorie der Möglichkeit. Der Mensch ist »die reale Möglichkeit all dessen, was in der Geschichte aus ihm geworden ist und vor allem mit ungesperrtem Fortschritt noch werden kann«. Möglichkeit ist der »Seinszustand der Welt«, dem Bloch eine enzyklopädische Gesamtschau von Indizien des Noch-nicht-Erschienenen widmet. Insofern handelt Das Prinzip Hoffnung von Kunst, Literatur, Musik, von Religion und Sozialtheorien, der Technik und den Einzelwissenschaften sowie deren vorwissenschaftlichen Frühstadien. In philosophiegeschichtlicher Hinsicht bekennt sich Bloch zur Humanität des Marxismus.
Wirkung: In dem von Emigranten unter Beteiligung von Bloch gegründeten Aurora-Verlag (New York) erschien 1946 Freiheit und Ordnung, ein Abriss der Sozialutopien. Dieser Vorabdruck aus Das Prinzip Hoffnung bereitete den Einfluss Blochs auf die jüngere Studentengeneration vor, nicht zuletzt durch den Appell einer Verbindung von Theorie und Praxis. Die Veröffentlichung im Ostberliner Aufbau-Verlag ab 1954 fiel in eine Zeit der ideologischen Verkrustung in der DDR (Bloch geriet als »Utopist« in den Verdacht des Revisionismus) und der politischen wie wissenschaftlichen Grabenkämpfe des Kalten Krieges. Das Prinzip Hoffnung erwies sich nach und nach als umfassende konkrete Utopie des Mensch-Seins. C. W.

Pressestimmen

»Immer noch ein Wunderwerk an Universalbildung und Geistesschärfe. Man muss es nur seiner marxistischen Pflichtübungen entkleiden. Dann entsteht eine Staunen machende Enzyklopädie der Sehnsüchte, Träume und Utopien. Ein Text, der nicht fragt: Was ist? Sondern: Was ist möglich?«

(Gregor Dotzauer Der Tagesspiegel )

»Was ist ... zu retten von dem überbordend reichen Buch eines unendlich belesenen Autors? Unvergessen bleibt gewiss die Idee der Freiheit, die »sein lassen« kann, die sich nicht erpressen lässt, erst recht nicht von einem »blinden ökonomischen Schicksal«. Wunderbar ist die Vorstellung, die Klugheit einer Gesellschaft zeige sich im Umgang mit der Natur. Und visionär ist der Gedanke einer institutionellen Zähmung der Weltgesellschaft, die Hoffnung auf einen Zustand, in dem jeder Mensch das Recht hat, Rechte zu haben. Das ist es vermutlich schon, der Rest bleibt ein entschlossenes Als-ob: Wir müssen so tun, als ob wir die Klimakatastrophe abwenden könnten und als ob wir der Technik den »Katastrophencharakter« austreiben könnten. Fortschritt bestünde schon darin, Zeit zu gewinnen und die Folgen des Fortschritts abzumildern. Auch das wäre ein Prinzip Hoffnung, unser letzter Fetzen Metaphysik.«

(Thomas Assheuer Die Zeit )


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Die Sehnsucht nach einer besseren, gerechteren Welt teilten im 20. Jahrhundert viele. Doch keiner hat sie so beredt in Worte gefasst und ihre Bedingungen und Möglichkeiten so systematisch erarbeitet wie Ernst Bloch in seinem Hauptwerk "Das Prinzip Hoffnung". Als Bloch während des Zweiten Weltkriegs im US-amerikanischen Exil an dem Werk arbeitete, sollte der Titel "Dreams of a better life" lauten: Hoffnung soll in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Bloch spricht deshalb von der Hoffnung als einer "konkreten Utopie". Er geht von den Wünschen und Tagträumen der Menschen aus, dem Ausdruck vielfältigster Hoffnungen. Die Hoffnung ist das den Menschen in seinen täglichen Geschäften leitende Prinzip, der individuelle Antrieb und das Wissen um die Möglichkeit, ein erfülltes, besseres Leben führen zu können, frei von Demütigung und Entfremdung. Dafür muss sich der Mensch noch nicht ausgeschöpfter Möglichkeiten bewusst werden, um diese schließlich realisieren zu können. Bloch hatte das Beispiel der Sowjetunion vor Augen, später dann die DDR und andere Staaten, in denen der Sozialismus Einzug gehalten hatte. Der zeitweise überzeugte Stalinist kritisierte aber bald die neuen Machthaber und entwickelte sich vom Staatsphilosophen zur Persona non grata. "Das Prinzip Hoffnung" ist der in der Philosophie des 20. Jahrhunderts einzigartige Versuch, die Hoffung als Prinzip menschlichen Zusammenlebens aufzuzeigen und zugleich den Beweis zu erbringen, dass die Utopie keine Schimäre, sondern eine reale Möglichkeit ist.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
eine systematik des träumens nach vorne, des selbsterweiterungstriebs, der tagträumereien und planspiele: BLOCH war ein optimistischer denker, von einem untergang des abendlandes (wie oswald spengler) wollte er weder träumen - noch es faktisch fast herbeiführen wie der dämon hitler. BLOCH, während des 2. weltkrieges in jener bibliothek an der 42. straße in NEW YORK zur arbeit in der stille gezwungen, während seine frau carola als architektin das brot verdiente - BLOCH wirkte mit dem poetischen detailreichtum seiner trilogie fast wie jener henry miller, der, ebenfalls von seiner frau june finanziell versorgt, sich in jenes mammutprojekt SEXUS-NEXUS-PLEXUS stürzte. miller durfte 27 jahre in den USA nicht publiziert werden (wegen seiner erotischen thematiken) - BLOCH fiel selbst in seiner marxistisch orientierten D.D.R. in ungnade (die er nach dem kriege aufgesucht hatte) - und heutzutage, nach dem komplett-zusammenbruch des kommunismus, hat er nun nicht gerade verbesserte chancen - und dennoch: ähnlich dem HEIDEGGER mit seinem ontologie-versuch SEIN und ZEIT hat BLOCH zeiten-überdauerndes, grundlegend anthropologisches zu papier gebracht: die dimension des hoffens wird aus keinem staaten-gefüge wegsalbadert werden können. der mensch (und die politische und juristische lage) ist nie fertig - und somit sind die schubladen, die bloch aufzieht, immer noch interessant: das BILD als versprechen und hinweis, das museum, die filmfabrik, die schier unerschöpflich scheinende innovations-kraft der ingenieure und mediziner, architekten und musiker, maler und romanciers; wünsche und interessens-entwicklungen, dialoge und werbefeldzüge: zukunft hämmert auf den verschiedensten ebenen in unsere gegenwart hinein. und vielleicht muss man auch eine starke kraft besitzen, sich von den fesseln der vergangenheit befreien zu können, um wirklich veränderte zukunft betreten zu können. denker wie ADORNO z.b. erscheinen vergleichsweise dermaßen stark traumatisiert, dass sie wohl weniger ausstrahlungskraft und aura haben, als dass sie das mitreißende eines ernst bloch auf gleichem niveau erreichen könnten. bloch ist somit aus der geschichte der philosophie nicht mehr hinwegzudenken. für die lektüre allerdings muss man ZEIT mitbringen - während des lesens aber wird jedem von uns parallel schon eine menge einfallen, was konkret zu verschönern wäre ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ernst Bloch's drei Bände, "Das Prinzip Hoffnung" sind eine melodische philosophische Synergie aus mehr als nur einem philosophischen Gedankenansatz. Schrieb Aldous Huxley eine Dystopie so definierte er den Ort ziemlich genau. Blochs Gedankenansätze beschreiben eine Utopie also einen Nicht Ort. Dieser Nicht Ort seiner Utopie befindet sich in seiner 3 bändigen Schrift. Diese Logik des vorhandenen Nicht Ortes seiner Bänder wird erst deutlich, wenn man die Schale des ideologische Systemkorsett, seines in Teilbereichen indoktrinierten realsozialistischen Geistes, abpellt und ein wunderschönes Eliptisches Ei bekommt. Denn seine Gedanken Kreisen in eliptischen Kepplerschen Kreisbahnen um die Frage Wer oder Was bin ich und was ist der Mensch ? Stark beeinflußt von Gottlieb Fichte und der Bestimmung des Menschen legt auch Bloch elementarsten Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis, der sehr wohl um die begreifenden und erfassenden Elemente der körperlichen und geistigen Verbindung innerhalb der Tathandlung Bescheid wusste. Wenn eine Utopie also ein quasi Nicht Ort ist, so ist er gedanklich bereits entstanden und wartet auf die Manifestierung durch den nötigen Impulse um Ursache & Wirkung entfalten zu können. Blochs umfangreiche philosophische und naturwissenschaftlich generalistische Allgemeinbildungskompetenz hat ein Werk geschaffen, dass Wege aufzeigen kann den Menschen durch einen Paradigmen Wechsel des Geistes zu einer gesunden schöpferischen Grundordnung zu führen, die einen Vater Staat im Einklang mit Mutter Erde darstellt. Bloch war doch wirklich ein "marxistischer" Paradeatheist, da er den stärksten Glauben an das Nicht Glauben besaß. Dies belegt dann spätestens seine Aussage.

Ich bin
Aber ich habe mich nicht
darum werden wir erst.
( Ernst Bloch )

Der deutsche Ashkenazim Jude Bloch war selbstreflektiert und auch ausreflektiert genug, um zu Wissen, dass seine Utopie jederzeit zu einer Dystopie werden kann, wenn der Mensch sich auf das zurück besinnt was er einst war, nämlich Mensch in Form eines Gemeinwesen dessen "proletarischen" Elemente die tragenden Säulen einer funktionierenden Einheit sind.

'Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat'. ( Ernst Bloch )
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