"Denn in dem Maß als wir etwas wert sind, bestehen wir unser Leben
nicht nur unmittelbar, sondern halten es erinnernd zusammen."
[Ernst Bloch, (1885-1977)]
Was die Kurzprosa angeht, hatte ich Ernst Bloch (1885-1977) bereits erwähnt. Interessierte Leser erinnern sich an Walter Benjamin und seine
Einbahnstraße. Auch erinnert man sich gern an B. Brecht und die Geschichten von Keuner. Blochs Spuren sind von dieser Dringlichkeit aus dem Text. Sie sind so, dass man sich erinnern muss oder nur nachdenken; eben vielfältig und inspirierend. Warum? wird man fragen und da hilft alles, was zuvor wichtig ist: "Wie nun? Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst." Spüren Sie diesen Wechsel vom "Ich" zum "Wir"? Diese leichte Entzündung ist es, die Bloch vermittelt, eine leichte Entzündung wie die Lichter am Abend, eine Art von Lebensgott, wie Bloch es nennt, etwas, was das Jetzt vom Damals trennt, ein gewesenes Jetzt. Etwas, was nicht zu Ende gelebt wurde, also spukt. Spuren hinterläßt und doch ein Motiv des Scheidens braucht. Bloch schreibt von den Begegnungen, die erkannt werden in einem Zeitvorbei, Raumvorbei und doch eine Leichtigkeit besitzen, wie es das Lächeln im Ernstfall verheißt.
All diese Gedanken Blochs spinnen ein Netz über den Menschen, der sich, wo immer er sich hingetrieben fühlt, neu und anders entdeckt. Bloch als Begleiter zu spüren auf der Suche seiner Spuren, heißt auch, Abstand nehmen zu können vom Ich und sich neu inspirieren zu lassen. Auch von der Sprache, denn Bloch ist ein leiser, sentimentaler Redner dieser Welt. Ihn anzunehmen heißt, dem Ursprung von Vielem entgegen zu gehen. Oft träumt man nur, doch man muss sich vorsehen.
Nun, dazu hilft ein Bloch, wie dieser auf den Spuren der Welt.
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