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Gesammelte Werke in den suhrkamp taschenbüchern: Molloy. Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
 
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Gesammelte Werke in den suhrkamp taschenbüchern: Molloy. Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Samuel Beckett
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 247 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (27. Februar 1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518389068
  • ISBN-13: 978-3518389065
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 10,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 714.224 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Molloy
OT Molloy OA 1951 DE 1954Form Roman Epoche Moderne
Samuel Becketts 1947/48 entstandener Roman Molloy bildet den ersten Band einer Trilogie, die in einer bis heute einzigartigen literarischen Konsequenz die Begrenztheit menschlicher (Ich-)Erkenntnis und das Scheitern der Sprache an sich selbst behandelt.
Inhalt: Zu Beginn des Romans findet sich der Titelheld Molloy im Zimmer seiner verstorbenen Mutter wieder. Er erinnert sich nicht, wie er dort hingelangt ist, noch kennt er den Besucher, der ihm regelmäßig einige Seiten seiner niedergeschriebenen Erinnerungen abverlangt. Molloys Bericht setzt mit der Schilderung einer Begegnung ein, die er beobachtet hat: Von einem Felsen aus folgt er dem Pfad zweier Männer. Während der eine sich aus der Stadt, in der Molloy seine Mutter zu finden hoffte, entfernt, bewegt sich der andere darauf zu. Als ihre Wege sich kreuzen, bleibt unklar, ob sie einander kennen.
Der immer hinfälligere Molloy verirrt sich zunächst ans Meeresufer, dann in einen dichten Wald. Kriechend gelangt er schließlich wieder nach Bally – die Handlung verläuft im Kreis und endet dort, wo sie begann.
Im zweiten Teil des Romans berichtet der Agent Jacques Moran, wie er von Gaber, einem Boten seines Chefs, den Auftrag erhielt, Molloy ausfindig zu machen. Gemeinsam mit seinem Sohn begibt sich Moran auf die Suche. Er begegnet einem Fremden, bei dem es sich der Beschreibung nach um einen der beiden Männer handeln könnte, die Molloy zu Beginn seines Berichts beobachtet hat. Am nächsten Tag nähert sich Moran ein weiterer Mann, der ihn nach dem ersten fragt. Moran tötet ihn, ohne recht zu wissen, warum. Moran lässt sich von seinem Sohn in die Gegend von Bally bringen. Gaber taucht auf und eröffnet ihm, dass die Angelegenheit Molloy erledigt sei, und Moran kehrt zurück nach Hause. Dem Befehl einer Stimme folgend, beginnt er, einen Bericht zu verfassen. Wie Molloys Geschichte endet auch die von Moran dort, wo sie begann.
Aufbau: In ihrem Aufbau entsprechen die zwei Teile des Romans den Bewusstseinszuständen der beiden Ich-Erzähler Molloy und Moran. Während der gleichmäßige Erzählfluss Molloys nur durch einen einzigen Absatz unterbrochen wird, ist der Bericht des bürgerlichen und gewissenhaften Moran vielfach durch Absätze gegliedert. Beide sind auf ihrer Reise im Kreis gelaufen und keiner von ihnen hat diejenige Person gefunden, die er suchte.
Wirkung: Beckett hat den in Molloy beschriebenen Prozess der allmählichen Paralyse und des Ich-Verlusts in den Romanen Malone stirbt (Malone meurt, 1948) und Der Namenlose (L’innommable, 1952) fortgesetzt. In der New York Times wurde Beckett 1956 mit den Worten zitiert: »Im letzten Buch, Der Namenlose, kommt es zu einer vollkommenen Auflösung. Kein ICH, kein HABEN, kein SEIN. Kein Nominativ, kein Akkusativ, kein Verb. Es ist nichts mehr da, um weiterzumachen.« Mit seiner Trilogie gab Beckett dem zeitgenössischen Romanschaffen entscheidende Impulse, deren Stärke mit dem Einfluss Franz R Kafkas auf dieselbe Generation vergleichbar ist. B. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Molloy, 1951 in Paris erstmals erschienen, ist in mancherlei Hinsicht eine epische Parallele zu Warten auf Godot. Auch hier gibt es keine eigentliche Handlung, es wird vielmehr eine Situation wirklich: eine furchtbare Vision unserer Welt, in der der Mensch zu schrumpfen beginnt. Molloy berichtet seine eigene, nicht ausmeßbare Lebensgeschichte, in der sein langsamer Zerfall sich vollzieht. Später übernimmt Jacques Moran, der den Auftrag erhalten hat, den Fall Molloy aufzuklären, und dabei selbst zu Molloy, zu einer äußersten Erscheinung der "Entmenschlichung" des Menschen, wird.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unser aller Unglück 3. Juni 2003
Format:Taschenbuch
Die höchst einfache Geschichte Molloys, des Versehrten, Suchenden, Verzweifelten, Heiteren, der den Elenden eine Stimme gibt und sie nicht dadurch billig tröstet, dass er ihnen eine Philosophie, Religion oder Weltanschauung anbietet sondern nur dadurch, dass er ihnen seine Geschichte erzählt, die so schlicht und unkompliziert ist, dass sie selbstverständlich 1000 Bände Sekundärliteratur der Schlauen provoziert, auf die ich gerne verzichte, weil es Mühe macht, sich dann dieser, ich schwörs, höchst einfachen Geschichte zu nähern. Viel Spaß beim Lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Nun jedoch habe ich mit großem Vergnügen den ersten Roman einer Trilogie gelesen: „Molloy". P>Der Inhalt ist weitestgehend irrelevant. Der Roman ist in zwei Teile gegliedert, im ersten sucht die Titelfigur Molloy seine Mutter, im zweiten Teil sucht der Agent Moran wiederum Molloy. Beide sind jedoch auf der Suche nach sich selbst. Und in allen ihren Suchen zum Scheitern verurteilt. Bei diesen Versuchen reduzieren sie sich auf absurdeste Weise. „Inzwischen veränderte mein Körper sich sehr schnell bis zur Unkenntlichkeit, wie mir schien." Beckett beschreibt die Rückentwicklung der menschlichen Existenz bis zum absoluten Nötigen, dem äußersten Minimum - dem Nichts. Er zeigt uns, dass es einen wirklichen Sinn des Lebens nicht gibt. Jede Handlung, jeder Gedanke ist zum Scheitern verurteilt. Es ist unwichtig, ob Handlungen und Gedanken gelingen. Sie sind belanglos.
Auch das eigene Ich verliert jegliche Relevanz:„Und was mein Ich betrifft, diesen lustigen Zeitvertreib, so muß ich gestehen, dass ich kaum mehr daran dachte."

Unterhaltsam sind die Gedankengänge der beiden Ich-Erzähler allemal. Insbesondere im zweiten Teil des Romans, wenn Moran sich die wichtigen Fragen des Lebens stellt. „Was hat Gott vor der Schöpfung angestellt?" Eine berechtigte, wenn auch ungemein schwer zu beantwortende Frage, ich vermute, selbst wenn man an Gott glaubt.

Beckett, hier eine große Parallele zu Bernhard, lässt die Ich-Erzähler sich auf jeder Seite selbst widersprechen, respektive jede Aussage ins Gegenteil verkehren. (Fairerweise muss man sagen, dass es richtig heißen müsste, dass Parallelen zu Beckett bei Bernhard zu finden sind.) „Wir hatten also ein Recht auf diesen herrlichen Sommer. Ich weiß nicht, ob wir ein Recht auf ihn hatten." „Aber am Ende verstand ich diese Sprache. Ich habe sie verstanden, ich verstehe sie, wenn auch vielleicht falsch. Darauf kommt es nicht an." Und zum Schluss die auf dem Umschlag zitierten letzten beiden Worte des Romans: „Dann ging ich in das Haus zurück und schrieb: >Es ist Mitternacht. Der Regen peitscht gegen die Scheiben.< Es war nicht Mitternacht. Es regnete nicht...

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Bereits vor vielen Jahren hatte ich dieses Buch gekauft und muss wohl so an die fünfzig Seiten weit gelangt sein, bevor ich es schließlich ins Regal stellte, wo ich erst vor wenigen Wochen wieder herausnahm. Dies mag vor Augen führen, wie auch guter Wille an Beckett scheitern kann. Das Buch führt seinen Leser auf eine so elementare Ebene menschlichen Erlebens, dass der Leser sich daran gewöhnen muss wie die Augen ans Dunkel. Einmal angekommen, tut sich allerdings eine lohnenswerte sprachliche Reise auf. Es begibt sich selten, dass man während eines Leseabenteuers über den Buchrand blickt und sich darüber klar wird, dass noch kein anderes Buch zuvor einem die Erfahrung vermitteln konnte, die man soeben erlebt hat. Das Lesen von Molloy geriet mir Zuweilen wie das Anschauen einer Zeitlupe, bei der Details zu Tage treten, die man vorher nicht erahnen konnte. Ich bin daher froh, das Buch doch noch entdeckt zu haben.
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