Kurzbeschreibung
Inhaltlich erlebt der Leser die gleiche Entwicklung von der konkretistischen zu einer symbolhaften Auffassung des Materials mit, die JUNG selbst in bezug auf das Verständnis des Begriffes Libido (im Sinne gerichteter psychischer Energie statt bloßer Sexualität) in eben diesem Buch vollzogen und gefordert hat. So ist etwa anstelle von 'Inzestwunsch' von 'Regression der Libido', weniger von (persönlicher) 'Mutter' als vom 'Unbewußten' die Rede. Im gleichen Maße, wie die Kritik an der orthodoxen psychoanalytischen Libidotheorie offenbarer und ausdrücklicher wird, nehmen Loslösung und Unabhängigkeit zu. Der Verfasser geht in der Auswahl der Amplifikationen strenger und zugleich in ihrer Zuordnung entschiedener vor. 'Vermutungen' von Zusammenhängen werden durch positive Aussagen ersetzt und belegt.
Autorenportrait
Carl Gustav Jung wurde am 26. Juli 1875 in Kesswil in der Schweiz geboren. Er studierte Medizin und arbeitete von 1900 bis 1909 an der psychiatrischen Klinik der Universität Zürich (Burghölzli). 1905 bis 1913 war er Dozent an der Universität Zürich, 1933 bis 1942 Titularprofessor an der ETH und 1943 Ordentlicher Professor für Psychologie in Basel.
Jung gehört mit Sigmund Freud und Alfred Adler zu den drei Wegbereitern der modernen Tiefenpsychologie. Er entwickelte nach der Trennung von Sigmund Freud (1913) die eigene Schule der Analytischen Psychologie. C. G. Jung starb am 6. Juni 1961 in Küsnacht.