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Gesammelte Werke. Kommentierte Werkausgabe in Einzelbänden: Jugend ohne Gott: BD 13
 
 

Gesammelte Werke. Kommentierte Werkausgabe in Einzelbänden: Jugend ohne Gott: BD 13 (Taschenbuch)

von Ödön von Horváth (Autor)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 183 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 8., Aufl. (6. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518398458
  • ISBN-13: 978-3518398456
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 10,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 135.565 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 15 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker des 20. Jahrhunderts > Deutschsprachige Autoren > Horváth, Ödön von
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Alles Denken ist ihnen verhaßt. Sie pfeifen auf die Menschen! Sie wollen Maschinen sein, Schrauben, Räder, Kolben, Riemen - doch lieber als Maschinen wären sie Munition: Bomben, Schrapnells, Granaten. Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegsdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät.

Über den Autor

Ödön von Horváth, geboren am 9. Dezember 1901 in Fiume (Rijeka), begann 1920 zu schreiben. Sein erfolgreichstes Bühnenstück, Geschichten aus dem Wiener Wald, wurde 1931 uraufgeführt. Im Anschluss reiste er nach Paris, wo er 1938 auf der Champs-Élysées von einem Ast erschlagen wurde.

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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Spitzenwerk zum Thema Verantwortung und Schuld, 31. Mai 2003
Von Reinhold Stansich "reini68.blogspot.com" (Kottingbrunn, Austria, Central Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Jugend ohne Gott (Gebundene Ausgabe)
Der Icherzähler ist ein Lehrer in einer Schule des nationalsozialistischen Deutschlands/Österreichs vor Kriegsausbruch und unterrichtet dort die Unterstufe. Es ist die Geschichte dieses Lehrers und seiner persönlichen Weiterentwicklung. Er erzählt wie er sich dem Regime beugt, obwohl er es nicht mag. Langsam aber sicher lädt dieser Lehrer immer mehr Schuld auf sich. Nicht weil er Böses tut, sondern weil er Gutes unterlässt, aus Angst vor den Folgen der eigenen Courage. Allmählich empfindet er selbst die Situation als unerträglich - da entschließt er sich endlich, dass seine einzige Pflicht ist, der Wahrheit treu zu sein.

Die Kritik an den Mitläufern im Naziregime ist unüberhörbar und dennoch ist dies nur ein Nebenthema. Es geht um persönliche Verantwortung und Schuld; darum wie ein Mensch dieses Thema erlebt und wie er damit umgeht. In der Schilderung dieser existenziellen Probleme eines Menschen kann man Ansätze erkennen, wie sie später z.B. bei Camus wiederzufinden sind. Horvath jedoch zieht andere Schlüsse. Er geht vor Camus eigentlich einen Schritt weiter.

Ein großartiges Prosawerk, des Dramatikers Ödön von Horvath, der viel zu jung im Jahr 1938 in Paris einem Unglücksfall zum Opfer fiel.

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden kritischen Menschen!, 2. März 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Jugend ohne Gott. (Taschenbuch)
Horvath betrachtet aus der Perspektive eines Lehrers, der zur Zeit des 3. Reiches lebt, die Entwicklung der Gesellschaft, speziell der Jugend. Der Leser fühlt sich in den ständigen Konflikt des Lehrers hineinversetzt, der entscheiden muss, seinen Schülern die Meinung der Nazis beizubringen oder nach seinem Gewissen zu handeln und damit seinen Arbeitsplatzt zu verlieren. Horvath schreibt sehr symbolhaft, und in dem Buch steckt soviel Materie, das man es mehrmals lesen kann ohne dass es langweilig wird, da man immer wieder neue, verborgene Hinweise entdeckt. Ein sehr interessantes Buch, das jeder lesen sollte.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Geschichte mal anders aufbereitet, 30. März 2006
Von Ein Kunde
Ödön von Horvàth beschreibt in seiner Erzählung „Jugend ohne Gott" einige Tage im Leben eines jungen Lehrers L, welcher Geschichte und Geographie an einer deutschen Volksschule unterrichtet. An dieser Schule sind viele Kinder einflussreicher Eltern. Die von von Horvàth erzählte Geschichte spielt zur Zeit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten um 1933 in Deutschland. Nachdem der Lehrer L im Unterricht auch Schwarze als Menschen bezeichnet hatte, wurde er durch einen seiner Schüler und dessen Eltern beim Direktor dieser Schule angeschwärzt und muss von dort an Veranstaltungen teilnehmen, die auch ihn und nicht nur seine SchülerInnen erziehen sollen. Die Position des Lehrers war bis zu dem Vorfall im Unterrichtsgespräch recht aussichtsreich, dass änderte sich jedoch mit diesem beschriebenen Vorfall und die liberale Einstellung des Lehrers ist somit nicht mehr n Zukunft gefragt. Sein Angagement innerhalb der Schule ist trotz allem aber ungebrochen und auf Grund einer politischen Weisung werden die Osterferien in einem Zeltlager verbracht, in dem die Schüler und Schülerinnen getrennt von einander eine militärische Grundausbildung durch Reservisten erhalten. Nach einigen merkwürdigen Geschehnissen und vielen Erkundungsmärschen, die zum Teil der Aufklärung von Vorkommnissen dienen sollen, lernt der Lehrer, der die schulische Aufsicht führen soll, den Dorfpfarrer eines nahegelegenen Dorfes kennen. In einem ausgedehnten Gespräch diskutieren die Beiden über das ideale Menschenbild und die aktuellen Geschehnisse der Zeit. Der Hauptaspekt dieses Dialogs ist die Frage nach dem freien Willen bzw. dem Determinismus. Dieser Dialog ist für mich auch die markanteste Stelle der Erzählung. Schließlich sollte die Kapitelüberschrift („Auf der Suche nach dem Ideal der Menschheit") auch gleichzeitig der Titel des Werkes werden, der aber in anbetracht des Erscheinungsjahres und der Aktualität umgeändert wurde um nicht durch die Nationalsozialisten verboten zu werden.
In der Folge geschehen auf etlichen Nebenschauplätzen unerklärbare Verbrechen der unterschiedlichsten Art und der Lehrer täuscht sich in vorher für integer gehaltenen Schülern. Nachdem dann auch noch ein Mord begegangen wird und dieser einem seiner Schüler angehaftet werden soll, beginnt der Lehrer die Aufklärung und bekommt mehr und mehr Verständnis für die Situation.
Aus der Ich - Erzählhaltung heraus wird in diesem Werk durch von Horvàth Kritik an der damaligen Zeit in schriftlicher Form verfasst. Die Erzählung verläuft gleichsam eines unregelmäßigen Tagebuchberichts während der Zeit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Während die Hauptperson (der Lehrer) den liberalen Part der Erzählung übernimmt und quasi die Opposition bildet, scheint seine direkte Umgebung, wie die SchülerInnen, die Reservisten oder auch die Justiz bereits durch Indoktrination gefangen. Lediglich der Pfarrer des Dorfes mit dem der Lehrer ein für mich interessantes und intensives Gespräch führt, scheint dieser noch nicht verfallen zu sein.
Die Erzählhaltung vermittelt dem Leser ein direktes Gefühl der Teilnahme in dieser Zeit und vermittelt zusätzlich eine Position bzw. einen Einblick aus einer selten dargebotenen Perspektive, wenn es um die Zeit der Nationalsozialisten geht. Von Horvàth sagte selbst, „dass er ein Buch für die Jugend geschrieben hat, die heute bereits nicht mehr die Gleiche ist."
Dem Stil der Erzählung nach, möchte ich diese Erzählung mit der Novelle „Tonio Kröger" von Thomas Mann vergleichen. Beide suchen in ihren Werken nach dem idealen Menschenbild, der eine für das Fortbestehen einer friedlichen Welt (von Horvàth) der Andere für die Synthese aus Kunst und dem bürgerlichen Leben. Die Divergenz der Betrachtungsweise mit Blick auf die politische Situation und die Aufarbeitung in diesen Erzählungen basiert auf den ca. drei Jahrzehnten Differenz und den unterschiedlichen Brennpunkten der jeweiligen Zeit. Von Horvàth wird oftmals unter die Exilliteratur der dreißiger Jahre eingestuft und Thomas Mann eher als unpolitischer Schriftsteller der Zeit u 1900, wenn man seine frühen Werke betrachtet.
Meiner Meinung nach, ist „Jugend ohne Gott" nicht nur ein aufklärerisches Werk von Horvàths, sondern auch eines der Besten Bücher über die Zeit der Machtergreifung in Deutschland. Zu einen bedingt durch die hervorgerufene Perspektive der Erzählung, zum anderen durch die leicht verständliche Art des Schreibstils, so dass dieses Buch nicht nur ein annehmbares Werk für den Deutschunterricht ist, sondern auch als private Lektüre zum Lesen gefällt.
Auch eine Altersbeschränkung nach oben, ist für mich nicht notwendig. Es sollte lediglich für das Verständnis dieser Erzählung ein gewisses Wissen um die deutsche Geschichte von 1930 an vorhanden sein.
Auf Grund der interessanten Aufbereitung und Darstellung der unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Charaktere und im Verbund mit den Kommentaren dieser besonderen Ausgabe der Suhrkamp Basisbibliothek ist diese Erzählung eine Bereicherung der deutschen Literatur mit geschichtlichen Zusammenhängen. Auch ein gewisser Spannungsfaktor ist in diesem Buch enthalten und lässt in meinen Augen keine Wünsche offen. Diese Erzählung ist also insgesamt nicht nur für den Deutschunterricht, sondern auch für häuslichen Gebrauch in jedem Alter geeignet.
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5.0 von 5 Sternen Hat alles gut geklappt - die Lieferung war prompt, das Buch gut lesbar.
Das Buch ist gut geschrieben - allerdings ist der Stil nicht mit den heutigen Umgangssprachlichen Formen gut vereinbar - man. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von D. Bernhofer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Jugend ohne Gott
Ein Klassiker, den jeder lesen sollte, der sich mit dem Dritten Reich und/oder mit Themen der Schuld und der Sühne beschäftigt. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von TO veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen "Jugend ohne Gott"
Ein ausgezeichnetes Buch, worin der Autor, Ödön von Horvát, die Lage in Deutschland und die lebensgefährliche Entwicklung, wovon die meisten sich noch nicht bewußt waren, klar... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von J. Van Tengbergen veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Jugend ohne Gott
Man muße es lesen!
Lesen!
Lesen!
Es läst ein nicht wieder los und man muß immer bedenken dass diese Buch VOR dem zweiten Weltkrieg geschrieben wurde! Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von ein Kunde veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Buch
Das Buch "Jugend ohne Gott" ist mine meinung nach schwierig geschrieben aber auch sehr intressant.
Vor 11 Monaten von M. Kocks veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Vielschichtig und subtil
Ödön von Horvath schrieb "Jugend ohne Gott" im Jahr 1937. Am 7.3.1938 wurde der Roman auf Antrag der Berliner GESTAPO "wegen seiner pazifistischen Tendenz auf die Liste des... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von ell veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Aus der Sicht eines Schülers...
gutes Buch... jedoch ist der Anfang ein bisschen langatmig.. man erfährt Dinge die man nicht wissen muss / brauch... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Josef Köppel veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen der innere kampf
eines lehrers. als beobachter und kollborateur eines systems, das nicht das seine ist, entwickelt er eine eigene meinung und entzieht sich dem system. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2007 von G. Kreß

4.0 von 5 Sternen Lehrer ohne Gott
Horvaths kleiner Roman erzählt weniger die Geschichte einer gottlos gewordenen Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus als die Geschichte eines 34jährigen Lehrers, der als... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2007 von Zimmermann

5.0 von 5 Sternen Suchend nach der Wahrheit
Ödön von Horvath war Zeit seines leider nur recht kurzen Lebens ein Suchender und ein Hoffender. Das beweisen sein Schauspiel "Der Jüngste Tag" und jene Worte, die man neben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2007 von Johannes Klinkmüller

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