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Gesammelte Werke: Die toten Seelen /Abende auf dem Vorwerk bei Dikanjka /Der Wij /Die Nase /Das Porträt /Der Mantel /Der Newskij-Prospekt /Aufzeichnungen eines Irren /Der Revisor
 
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Gesammelte Werke: Die toten Seelen /Abende auf dem Vorwerk bei Dikanjka /Der Wij /Die Nase /Das Porträt /Der Mantel /Der Newskij-Prospekt /Aufzeichnungen eines Irren /Der Revisor [Taschenbuch]

Nikolai Gogol , Klaus Städtke , Alexander Eliasberg
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1079 Seiten
  • Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 1., Aufl. (März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861509547
  • ISBN-13: 978-3861509547
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 15,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 411.228 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Seit Gogol ist die russische Literatur komisch.“ Thomas Mann Neu und nur bei uns: Die Erzählungen, sein berühmtestes Theaterstück „Der Revisor“ und der Roman “Die toten Seelen“. Seine virtuosen Erzählungen machten Gogol (geboren am 1. April 1809) über Nacht berühmt: Die eleganten St. Petersburger verliebten sich sofort in die Exotik von Gogols ukrainisch gefärbten Geschichten und erklärten ihn zum größten Prosadichter der Gegenwart. Gogol stimmte einen völlig neuen Ton an: „Seit Gogol ist die russische Literatur komisch“, rühmte Thomas Mann, Nabokov ernannte ihn zum wunderlichsten Prosapoeten, den Russland je hervorbrachte“. Und Tschechow schrieb überwältigt: „Wie unmittelbar, wie stark ist Gogol! Das ist einfach begeisternd und nichts weiter. Er ist der größte russische Schriftsteller!“ Zum Kultautor seiner Generation wurde Gogol mit dem satirischen Roman „Die toten Seelen“. „Es gibt wenige Werke der Weltliteratur, die sich so amüsant, vergnüglich und behände lesen lassen“, freute sich der Zeit. Gogol erzählt darin die Geschichte des Ex-Finanzbeamten Tschitschikow, der russischen Gutsbesitzern ein seltsames Geschäft vorschlägt: Er bittet sie, ihnen ihre jüngst verstorbenen Leibeigenen zu überschreiben. Für die sind nämlich noch bis zur nächsten, nur alle zehn Jahre stattfindenden Steuerrevision, Abgaben zu zahlen. Ein lohnendes Geschäft also für die Landadligen. Doch die werden misstrauisch: Sind die toten Bauern wertvoller als sie dachten? „Die toten Seelen“ stehen in der Tradition von Don Quichote und anderen komischen Großromanen, Gogol entwirft darin ein satirisches Gesellschaftsporträt und zugleich „eine der bissigsten Anklagen gegen den Kapitalismus, bevor es ihn überhaupt richtig in Russland gab“ (Die Zeit). Dieser Band enthält neben Gogols großem Roman auch „Der Revisor“ („die beste Komödie der Weltliteratur“, Egon Friedell), die beiden Erzählsammlungen „Abende auf dem Vorwerk bei Dikanjka“ und die „Petersburger Novellen“ (mit den Erzählungen „Der Mantel“, „Der Newskij Prospekt“ und „Die Nase“), die längst „zum innersten Kanon der Weltliteratur“ (NZZ) zählen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Gogol ist fast schon klassisch. Nicht nur im kanonischen, sondern auch im literarischen Sinne (zumindest nach der Übersetzung zu urteilen in der ich ihn gelesen habe). In seinen Erzählungen verbindet er oft eine treffliche Erzählkunst mit dem Handlungsspielraum und der Form einer Novelle. Dass der Plot dabei Gogol des Öfteren schon fast in die Richtung von Edgar Allen Poe und/oder der phantastischen Literatur geht, macht seine Prosa nicht weniger klassisch. Denn trotz einer ihnen oft zugeschriebenen Obskurität oder humoresken Tendenz (beides vernahm ich nur schwach, was aber nicht heißen soll, dass beides nicht existiert), sind es im Kern doch sehr gewöhnliche Erzählungen, die weniger etwas Absurdes oder Komisches, denn etwas Geheimnisträchtiges haben, einen leichten Hang die Welt und ihre Absonderlichkeit, Wellen ins Übernatürliche schlagen zu lassen.

Nun macht aber viele Literaten ja hauptsächlich der Reichtum aus, den sie nicht hineinschrieben in ihre Texte, sondern der, der daraus scheint und der ihre Texte zeitlos machen kann.
Im gewissen Sinne ist Gogol (zumindest sein Roman "Die toten Seelen" und drei der fünf "Petersburger Erzählungen") zeitlos, denn die besten seiner Texte sind ein Gewinn ohne Wenn und Aber. Jedoch spürt man, vor allem bei den nicht herausragenden Texten einen, doch deutlichen, Verschleiß.

Für mich gehört Gogol, wie Heinrich von Kleist oder Edgar Allen Poe, zu den bemerkenswerten, bedeutsamen, aber nicht herausragenden Literaten ihrer jeweiligen Nationen. Genauso wie Kleist und Poe hat Gogol sicherlich wichtige Anstöße gegeben und manche geniale Zeile geschrieben, doch bleibt sein Werk (für mich) zu verzerrt, um es für das Höchste zu berufen.

Zur Ausgabe:

Inhalt:

Die toten Seelen (Roman)
Auszüge aus Briefen zu dem Roman

Abende auf dem Vorwerk bei Dikanjka (Erzählsammlung traditioneller ukrainischer Landprosa, mit dämonischen Einschüben - komplett enthalten.)

Der Wij (Bekannteste Erzählung aus der sonst nicht enthaltenden Sammlung "Mirgorod".

Petersburger Erzählungen ("Die Nase", "Das Portrait", "Der Mantel", D"er Newskij-Prospekt", "Aufzeichnungen eines Irren" - es fehlen "Rom", "Die Kalesche" und "Ein Bart".)

Der Revisor (Theaterstück - "Die Heirat", das andere Theaterstück, fehlt)

Nachwort
Zeittafel

Die Schrift ist in guter Größe, zum Lesen bestens geeignet, gehalten. Der Umfang der Ausgabe ist gut, doch versammelt diese Edition, die sich (bis auf den Romanteil) in keinem einzigen Grade wirklich auf Vollständigkeit berufen kann, tatsächlich nur "gesammelte/ausgewählte" Werke von Gogol.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolle Ausgabe! 26. Januar 2011
Von Bluemoon
Ich glaube zur Qualität des Schriftstellers und seiner wunderbaren Werke wurde bereits von anderen Rezensenten ausreichend Stellung bezogen. Ich möchte mich hier auf das Urteil über diese spezielle Ausgabe von Zweitausendeins beschränken: Das Buch ist broschiert und trotz der etwas über 1000 Seiten sehr gut zu handeln und zu lesen. Es ist etwas größer im Format, aber nicht zu groß. Und: Es hat eine angenehm große Schrift. Und: Es bleibt ohne Probleme geöffnet, selbst wenn man sich am Anfang oder Ende des Buches befindet. Fazit: Das Lesen ist - auf einer zugegeben unglaublich pragmatischen Ebene - äußerst angenehm.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von P.A.
Nikolai Gogol ist die perfekte symbiose aus Literatur und Realität, seine komsichen Werke, spiegeln sich in seinem komsichen Leben, er wurde geboren am 1.April (!) und er ist im religiösen Wahn gestorben nachdem er große Teile seines besten Werks (die Toten Seelen) verbrannt hat.
So zynisch es sich anhört, man könnte sich kaputt lachen, wenn Gogols Leben eine seiner Geschichten wären:
ein Schrifsteller, dauernd fehl interpretiert, wird als revolutzer dargestellt, obwohl er doch nur am gegenwärtigen System kritik üben will und dazu anregt sich zurückt zu besinnen auf die wirkliche (nicht nur scheinbare) ausübung alter werte, findet schließlich zuflucht in übertriebener Religiösität und in diesem Glauben gefästigt, verbrennt er sein bestes Werk zu großen Teilen udn hungert sich dann auch noch zu tode...

Gogols Leben ähnelt seinen Schriften, und Gogol selbst ist oft erkennbar in seinen unsterblichen Figuren, und wen haben wir da nicht alles:
Allen voran natürlich der geldgierige aber doch liebenswerte Tschitschikow der Gutsbesitzern verstorbene Leibeigene abkauft um sich später zu bereichern (toten Seelen), oder Akaki Akakijewitsch der kleine Beamte der ständig drangsaliert wird, bis er sich einen schicken Mantel abstottert und endlich geselschaftlich aufsteigt, bis dieser ihm wiederrum geklaut wird und alles dahin geht.(der Mantel)
Oder Klestakov der als armer Kerl in eine Stadt kommt und von den hohen Beamtendort fälschlicher weise für einen Revisor gehalten wird (Der revisor).

Man könnte stunden lang fortfahren mit der Aufzählung der vonGgogol geschaffenen Figuren und Geschichten, denn sie sind allesamt brüllend komisch, meistens sehr nachdenklich und oftmals auch sehr tarurig.
Gogol gehört in jede gehobene Bibliothek, er ist ein Autor der sich nicht mit einem einzigen Meisterwerk hervor tut, sondern dessen Werke alle samt überzeugen, manche mehr, manche weniger, doch alle sind sie es wert gelesen zu werden.

Gogols Ruhm ist heutzutage (außerhalb Russlans vorallem) nicht sehr groß, wenn man von russischen Schriftstellern spricht kennen viele (ausgenommen die literarischen Eliten)gerade einmal Tolstoi oder (aber auch schon wenige ) Dostojewski, eine Schande denn das Werk Gogols ist viel zu wertvoll, zu witzig, zu lehrreich einfach viel zu Gut um in Vergessenheit zu geraten.
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