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Gesammelte Werke, Bd.49, Lichte Höhen [Gebundene Ausgabe]

Karl May
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Gesammelte Werke, Bd.49, Lichte Höhen + Gesammelte Werke, Bd.48, Das Zauberwasser und andere Erzählungen + Gesammelte Werke, Bd.50, In Mekka
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 466 Seiten
  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: veränd. Aufl. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 378020049X
  • ISBN-13: 978-3780200495
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,9 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 184.655 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

WIDMUNG

Ich fragte zu den Sternen
wohl auf in stiller Nacht,
ob dort in jenen Fernen
die Liebe mein gedacht.

Da kam ein Strahl hernieder,
drang leuchtend in mein Herz
und trug all meine Lieder
zu dir, Gott, himmelwärts.

Ich fragte zu den Sternen
wohl auf in stiller Nacht,
warum in jene Fernen
er sie emporgebracht.

Da kam die Antwort nieder:
Denk nicht an irdschen Ruhm;
ich lieh dir diese Lieder,
sie sind mein Eigentum!

Ich fragte zu den Sternen
wohl auf in stiller Nacht: ,
Gilt dort in jenen Fernen
auch mir die Himmelspracht?

Da klang es tröstend wieder:
Du gingst von hier einst' aus
und kehrst, wie deine Lieder,
zurück ins Vaterhaus!"


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4.7 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karl May einmal anders 17. April 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Im Band "Lichte Höhen" sind Werke von Karl May abgedruckt, die sich grundlegend von seinen übrigen unterscheiden. Karl May hat mich immer schon mitgerissen und in eine vollkommen fremde exotische Welt geführt. Sonst nehme ich mir nicht die Zeit für Gedichte und war etwas zaghaft an diesen Band herangegangen. Je mehr ich las, desto mehr faszinierte mich der Ausdruck des tiefen Glaubens, der aus jeder Zeile spricht. Gefühlvoll, mit sanftem, harmonischem Versmass gelingt es ihm, gegossen in wenige Strophen, das Herz des Lesers zu berühren, ihn zum Nachdenken zu bringen. Er wagt es auch sensible Themen wie Trauer, Tod und Leid anzusprechen, gibt jedoch Hoffnung, Kraft und Zuversicht. Und so mancher Seufzer entrang sich meiner Brust, begleitet von einer stillen Träne... Dieses Buch wird den Karl May Fan begeistern und ein Schmuckstück seiner Sammlung sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Gedichte, sämtliche Aphorismen und ein Drama 3. Oktober 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser eher ungewöhnliche Band der gesammelten Werke enthält sämmtliche 133 Gedichte Karl Mays, die ursprünglich unter dem Titel "Himmelsgedanken" erschienen. Sie sind Bekenntnisse seines von Mutter und Großmutter übernommenen Kinderglaubens an Gott. Dies Wort ,Kinderglaube' stammt eigens von May, der an vielen Textstellen seiner Bücher darauf ausdrücklich verweist, dass er seinen Kinderglauben bewahrt und nicht ideologisch oder intellektuell verfälscht habe. So werden denn aber etwa Mitleid und Empfindungsduselei als christliche Tugenden dargestellt und die Schuld als "wahr", sodass die Erlösung aus der Schuld durch den Christus nur in die Vergangenheit ausgerichtet bleibt und dass aus jeder Verzeihung der wahren Schuld eine Wahrheitsverfälschung werden muss.
Stilistisch wie inhaltlich sind die Gedichte so naiv wie Kinderzeichnungen. Gepriesen werden der angeblich reine Geist seiner Mutter (S. 94), dessen Verzeihung erfleht wird, oder "Des Kindes Seligkeit" (S.95), das mit Wonne und sel'ger Lust an der Mutter Brust schläft, oder das liebe "Großmütterchen" (S. 96), das einst mitweinte, wenn Karlchen weinte. Hach, ja...!
"Als lyrischen Dichter müssen wir uns Herrn May verbitten", urteilte ein zeitgenössischer Kritiker (Hermann Cardauns). Leider ist nicht viel Erhellendes zu sehen, dem nicht zuzustimmen.
Den Gedichten folgen 130 Sinnsprüche alias Aphorismen, die nicht anderen Sinnes, jedoch zuweilen etwas tiefer sind. Auch sie reden dem Glauben das Wort, reichen aber an vielen Stellen deutlich höher als der Kinderglaube reichen kann.
Als besondere Kuriosität bietet dieser Band auch Mays einziges Theaterstück. Bis zum Ende seines Schaffens wünschte und suchte May, den Sprung auf die nach seiner Wertung höhere Schriftstellerebene des Theaterdichters zu vollziehen. Dies späte Werk ,Babel und Bibel' (entstanden anno 1906), welches untertitelt mit "Eine arabische Fantasia" ist, harrt bis heute einer Uraufführung. Babel ist hier die personifizierte Wissenschaft in Gestalt eines Schriftstellers, der am Turm von Babylon lebt und ein Werk namens "Der Menschgeist" schrieb; nun sitzt er an einem anderen Manuskript mit dem Titel: "Die Menschenseele", zu deren Modell er seine liebliche Tochter Schefaka nimmt. Im Keller des Turmes wird im Maule eines Drachen "der Geist der Bibel" gefangen gehalten. Die Bibel aber ist ihrerseits eine Figur des Stückes und wird als "Tochter Allahs" benannt. Marah Durimeh, die schon in Band zwei der gesammelten Werke ("Durchs wilde Kurdistan") und später wieder in dem Vierteiler "Im Reiche des silbernen Löwen" vorkommt, erscheint zunächst als die Phantasie" und eigentlich als Menschheitsseele" überhaupt, die im Bunde mit dem "Sohne des Friedens" den "Vater des Kampfes" besiegt. Der "Vater des Kampfes" als erste Figur des Theaterstückes repräsentiert den Gewaltmenschen, der den Geist der Bibel gefangen genommen habe; der "Sohn des Friedens" den Edelmenschen, welcher diesen Geist wieder befreit. Jeder Mensch müsse, so Karl May, vom tierischen Gewaltmenschen zu einem geistigen Edelmenschen aufsteigen; dieser Aufstieg in der Geisterschmiede sei kaum zu ertragen und werde als schmerzreicher Kampf empfunden.
Alle diese Symbole sollen zeigen, dass der wahre, liebende Geist der Bibel im Neuen Testament wohne, der allerdings nicht nur von jedem europäischen Gewaltmenschen, sondern auch vom kämpferischen Koran verboten worden sei. Der hier gespielte Versuch der Liebe, den Kampf zu besiegen, geschieht weitgehend gewaltlos, jedoch nicht gänzlich. Der Geist des Abendlandes solle sich mit dem Geiste des Morgenlandes versöhnen und somit der Islam mit dem Christentume; wie das geschehen möge, bleibt unklar.
Das Problem zwischen den beiden großen Religionen wird hier zwar theatralisch vorgeführt, jedoch nicht im Worte thematisiert geschweige denn gelöst. Das Symboltheater spielt die erlösende Versöhnung, die jedoch so leider ohne religionstheoretische Plausibilisierung bleibt. Der Jesus (Sohn Marias) des Neuen Testamentes erscheint als Isa (Ben Marryam) im Koran. Das trennende Problem zwischen den beiden Religionen ist allerdings die Frage nach dem Christus. Dieser wird im Theaterstück überhaupt nicht erwähnt und sein Segen der vollkommenen Unschuld ebenso wenig. Dass das Problem mit dem Christus auch ein europäisches Problem ist und auch schon damals war, bleibt unbeachtet und erhöht die Problematik erheblich. Jeder Mensch, auch ein von Kindesbeinen an "erzogener Christgläubiger", vermag nicht zu begreifen, was der unpersönliche Christus ist. Wie viele formal christliche Menschen versuchen deswegen, den Christus als "nur Jesus" zu personifizieren oder als "das Christkind" zu simplifizieren? Das wäre schon genug der Problematik für ein Theaterstück gewesen. Diese aber noch dardurch auszuweiten, dass zudem die Kluft zwischen Islam und Christentum hinzugefügt wird, nimmt dem Drama trotz bester Absicht jedwede Überzeugungskraft.
Dennoch ist das überfrachtete Theaterstück Mays zwar nicht letztes, jedoch reifstes Werk mit vielen weisen Worten darinnen, die viel tiefsinniger sind als etwa seine Lyrik und seine Aphorismen vermuten lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karl May als Dichter 12. März 2005
Von Carmen Vicari TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Buch ein Karl May vorgestellt, wie er so nicht bekannt ist: als Dichter. Allerdings kann man auch noch eine weitere Seite des Schriftstellers entdecken, ist doch der Text seines "Ave Maria" ebenfalls abgedruckt. Wir haben uns die Noten besorgt und der Kirchenchor sang es anlässlich der goldenen Hochzeit meines Schwiegervaters. Ich kann nur sagen, es war erhebend. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Facetten dieser Schriftsteller hatte.
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