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Gesammelte Werke, Bd.22, Satan und Ischariot [Gebundene Ausgabe]

Karl May
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: veränd. Aufl. (1950)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3780200228
  • ISBN-13: 978-3780200228
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.980 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Karl May (1842-1912) war das fünfte von 14 Kindern einer armen Weberfamilie aus Ernstthal/Sachsen. Vom Studium am Lehrerseminar wurde er zunächst ausgeschlossen, nachdem er Kerzenreste unterschlagen hatte. Später konnte er die Ausbildung fortsetzen, arbeitete nur 14 Tage in seinem Beruf, bevor er wieder des Diebstahls bezichtigt und von der Liste der Kandidaten gestrichen wurde. Wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei wurde er in den Jahren darauf immer wieder verhaftet und monatelang festgesetzt. Die Jahre zwischen 1870 und 1874 verbrachte er im Zuchthaus Waldheim. Erst viele Jahre nach dem Erscheinen des akribisch recherchierten Orientzyklus reiste Karl May tatsächlich in den Orient. Karl May war lange Zeit einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Er starb1912 in Radebeul.

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5.0 von 5 Sternen Die schönsten Winnetou-Bände 21. März 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Bd. 21/21/22 (Felsenburg/Krüger Beij/Satan u. Ischariot)sind die Bände, in denen, abgesehen vielleicht von Stellen aus Winntou II und Old Surehand Verhaltensweisen und Charakter von Winnetou genauer erläutert werden.
Dies wird köstlich und wunderbar beschrieben. Zudem gibt es einige wundervolle Geschichten im allgemeinen Handlungsstrang: So nimmt Old Shatterhand einen Häuptlingssohn in die Ausbildung und wagt es hinterher, diesen mit den gestandenen Kriegern das Kalumet rauchen zu lassen. (Folge: Zweikampf mit dessen Vater)
Nicht zu vergessen: Old Shatterhand nimmt Winnetou mit nach Afrika und der Apatsche kommt auch nach Deutschland. In Afrika muß Winnetou kurzzeitig zu dem Schluß kommen, sein "Blutbruder" sei unter fremder Sonne ums Leben gekommen usw.
Ich kenne alle Abenteuerbände Karl Mays und diese drei gehören in jedem Fall zu meinen Lieblingsbüchern des Schriftstellers.
Sollte man Karl May bzw. die Gestalten Winnetou, Shatterhand noch nicht kennen, dann ist es allerdings empfehlenswert, zuerst die Winnetou-Bände und die sechs Kara-Ben-Nemsi-Bände ("Durch die Wüste" usw.) zu lesen, da einem sonst möglicherweise einige Hintergründe fehlen und Pointen entgehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition
Der Band Satan und Ischariot erschien im Juli 1897. Der Text entstand 1892 und wurde von September 1895 bis August 1896 unter dem Titel Die Jagd auf den Millionendieb in der Zeitschrift Deutscher Hausschatz veröffentlicht.

Die Bände sind wie folgt:

1. Die Felsenburg
2. Krüger Bei
3. Satan und Ischariot

DIE GESCHICHTE

Vier Monate nach den bisherigen Ereignissen und auf der Rückreise von Afrika erkrankt Winnetou schwer. Jonathan Melton hat sich in der Zwischenzeit die Erbschaft Martha Vogels und deren Bruders erschlichen. Die Genesung des Freundes dauert Monate ehe sie endlich die Verfolgung der Verbrecher aufnehmen können. In New Orleans stoßen Old Shatterhand und Winnetou auf neue Informationen, die sie nach Nordwesten führen. Auf dem Weg treffen sie auch auf Martha und deren Bruder, die sich als Musikanten verdingen. Nach einer erneuten dramatischen Verfolgungsjagd werden die Erbschleicher gestellt und alles wendet sich wie üblich zum Guten.

KOMMENTAR

May hat sich gern religiöser Gleichnisse und anderer Bezüge auf das Christentum bedient. So auch hier. In dem abschliessenden Band wird dies in dem Verhältnis von Satan und Ischariot, vertreten durch die beiden Melton Brüder besonders drastisch deutlich. Vor allen Dingen, das sich das Böse niemals zum Guten auszahlen kann.

Ansonsten finden sich auch hier wieder einige sonstige altbekannte Motive. Überhaupt greift May ja gern seine zuvor gut ausgearbeiteten Konzepte in späteren Geschichten in abgewandelter Form immer gern wieder auf. Mancher würde das vielleicht als unstatthaft und langweilig empfinden. Dennoch ! Er versteht es in seiner kaum nachzuahmenden Weise dem Leser jene damals in Deutschland noch weitgehend unbekannte Welt in prächtigen Farben, spannend und detailiert zu erschliessen. Das er grosszügig übertrieben oder fabuliert hat, mag man verzeihen.

Auch wenn man die Romane nach vielen Jahren erneut liest werden sie keinesfalls langweilig oder unzeitgemäss. Im Gegenteil, man entdeckt immer wieder neue Facetten im kleinen einzelner Bände wie auch im Zusammenhang des Mayschen Gesamtwerkes, die zeigen, das May an aktualität nichts eingebüsst hat.

Sympatisch ist vor allen Dingen, daß anders als in heutigen Romanen, die meisten Herausforderungen auch ohne die Anwendung von Brachialgewalt gelöst werden können.

Menchlichkeit und Achtung vor den Mitmenschen sind immer oberstes Gebot.

WISSENSWERTES

Das zu Satan und Ischariot gehörende, gestrichene Kapitel In der Heimath (aus Band: Krüger Bei) ist in modernisierter Form in Karl May's Gesammelten Werken im Band „Old Shatterhand in der Heimat“ (1997) erschienen.

Zu allen Drei Bänden gibt es eine Fassung in der Onlinebibliothek der Karl May Gesellschaft. [Karl-May Wiki]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Böse und der Weltkampf III 8. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser dritte Teil der spannenden Trilogie, die Karl May 1897 auf der Höhe seiner Erzählkunst schrieb, birgt nach zuvoriger Verschleppung und Zuspitzung endlich die allmähliche Auflösung des verbrecherischen Knotens des Geschehens mit den Meltons.
Nachdem im zweiten Teile unklar blieb, was aus dem "Satan" Harry Melton wurde, und der "(Judas) Ischariot", nämlich Harrys Bruder Thomas, und dessen Sohn Jonathan aus Tunesien nach Nordamerika fliehen konnten, finden sich dort alle drei Meltons nun wieder vereint. Jonathan gibt sich erfolgreich als der in Tunesien ermordete Small Hunter aus und bringt dessen Millionenerbe an sich. Mit so viel Geld zieht er die schöne Judith an sich, die mit ihm vermählt zu werden wünscht, um des vielen Geldes teilhaftig zu werden, das nach ihrem eigenen Bekenntnis "der Kaufpreis ihres Herzens" sei (S. 358). Old Shatterhand, Winnetou und Emery Bothwell verfolgen gemeinsam mit dem echten nächsten Erben namens Franz Vogel die verblendeten Verbrecher. Als die beiden älteren Meltons beinahe gefasst werden, entzieht sich Thomas Melton durch feigen Brudermord seiner Ergreifung. So ist aus dem "Ischariot" auch noch in Personalunion ein "Kain" geworden und der "Satan" von diesem Kain hinterrücks niederschlagen und danach erstochen worden.
Nach vielen Verwicklungen, Plänen und Gegenplänen, Kämpfen, Siegen und Schlappen, werden am Ende Jonathan gefasst und für Jahre eingesperrt (wobei er in seiner Zelle eingeht und stirbt), Judith als Gefangene bei einem Indianerstamm untergebracht, und der "Judas Ischariot" alias Thomas Melton ersticht sich. Pathetischer Weise weissagte Old Shatterhand ihm kurz zuvor, er werde sich so, wie einst der neutestamentliche Judas, mit eigener Hand ins Jenseits befördern.
Die ganze Trilogie ist durchgängig spannend erzählt und mit guter Unterhaltung zu lesen. Höchst unklar aber bleibt die Position Karl Mays alias Old Shatterhands als eines bekennenden Christen, denn bei all den Vorkommnissen, also Verbrechen wie deren Verfolgungen, bleibt alles in der körperlichen Welt ohne Geist und Vergebung. Das "Böse" wird personifiziert, und die Menschen, die dafür als Träger herhalten müssen, werden wörtlich als ,Unkraut' bezeichnet (S. 275) oder als ,Scheusale', die zu vernichten einen Gotteslohn verdiene (S. 246). Solche Beurteilung mag einem zürnenden Menschen im Affekt schon unterkommen, nicht aber einem Christen, der so viel darauf hält, ein Solcher zu sein, und der eigentlich in Ruhe, also nicht im Affekt, darüber Bücher schreibt. Auch verschiedene andere Détails lassen erhebliche Zweifel an Mays gründlicher Christianität zu. So wird über so viele Bände hindurch stets ein unendlicher Kampf um das Glück in der Sünde geführt: nicht nur seitens der "bösen" Verbrecher, sondern auch seitens der ihnen dualistisch als die "Guten" gegenüber gestellten Figuren kämpfen mit gleicher Verbissenheit um diese Sündenwelt und ihren annehmbaren Platz in ihr. Das ist zwar menschlich verständlich, jedoch keine christliche Botschaft. Wenn aber der Name Christi auf das Banner des Reisenden geschrieben wird, dann sollte sein Weg diesem Banner gemäß verlaufen.
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