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Gesammelte Werke. Band 5: Die Gabe: BD 5
 
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Gesammelte Werke. Band 5: Die Gabe: BD 5 [Gebundene Ausgabe]

Vladimir Nabokov , Annelore Engel-Braunschmidt
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 4 (10. September 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498046438
  • ISBN-13: 978-3498046439
  • Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 13,2 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 231.332 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Vladimir V. Nabokov
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Die Gabe", geschrieben Mitte der dreißiger Jahre in Berlin, ist der neunte unt letzte von Nabokovs russischsprachigen Romanen und, obwohl er auf den ersten Blick als altmodischer realistischer Roman daherkommt, der komplexeste - sein "Portrait des Künstlers als junger Mann", ein Liebesroman, ein Künstlerroman, der Roman einer gelungenen Identitätssuche. Der Held, ein junger Mann aus einer materiell begüterten Petersburger Familie, den die Revolution zum Untermieter in Berlin gemacht hat, findet beides: seinen Stil und seine Frau. Der verliebte Poet trägt den Kopf hoch in den Wolken der russischer Dichtung. Seine publizierten Gedichte genügen ihm nicht mehr; er schreibt eine Biographie seines bewunderten Vaters und gibt sie wieder auf, da sie ihm anmaßend erscheint. "Die Gabe", das "Geschenk" besteht aus dreierlei: es ist eine dichterische Begabung, deren Selbstvergewisserung der Roman beschreibt. Es ist eine Frau, mit dem ein freundlich gesinntes Schicksal den Dichter verkuppelt. Und es ist das reiche Bewusstsein, mit dem ihm das Leben begabt hat und das ihn befähigt, auch unter widrigen Umständen Glück zu empfinden. Dies ist die erste deutschsprachige Ausgabe der "Gabe". Ein ausführlicher Anmerkungsteil geht den vielen Spuren in die russische Kulturgeschichte nach, die der Autor gelegt hat.

Klappentext

«Die Gabe» erzählt die Geschichte des jungen Exilrussen Fjodor in Berlin zwischen 1925 und 1928. Es war der letzte Roman, den Nabokov in russischer Sprache schrieb. «Es wäre aber vor allem die Frage zu beantworten, woher genau denn diese Verzauberung herrührt, die Nabokovs Prosa immer wieder in uns auslöst. Schweben wir lesend wie auf Wolken, weil Nabokov ein ewiger Glückssucher ist? Weil er - unzeitgemäß damals, unzeitgemäß heute - gerne lebt? Weil er Schönheit, wo er sie nicht findet, wenigstens erfindet? Verdanken wir unser Leseglück seiner Fähigkeit, seine Sätze so mit Lebenssinnlichkeit aufzuladen, daß sie magisch glühen?» (Urs Widmer, «Die Zeit») -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Diethelm Thom VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Es ist ein autobiografisches Buch, und doch behauptete sein Verfasser Nabokov später, es hätte nichts mit seiner Person und seinem Leben zu tun. Die Parallelen zwischen seinem Helden Fjodor und ihm selbst sind indessen unverkennbar. Wie der Autor wurde Fjodor zur Jahrtausendwende (1899 bzw. 1900) geboren, wie Nabokov musste Fjodor mit seiner Familie aus Russland emigrieren und lebte bis 1937 in Berlin, wie dieser blickt er zurück auf seine glückliche Kindheit, vergöttert den toten Vater, findet in Berlin die Frau fürs Leben, hat hier erste schriftstellerische Erfolge. Warum also die merkwürdige Behauptung Nabokovs? Vermutlich weil er in dem Buch in vielem von dem wirklichen eigenen Lebenslauf abwich oder je nach innerer Notwendigkeit bestimmte Züge übertrieb. Dies wiederum wird ihm ein Bedürfnis gewesen sein, um distanziert auf sein Lebensmaterial schauen und damit zum Zwecke der Selbsterkenntnis frei umgehen zu können.

Das Buch hat aus meiner Sicht einen Schönheitsfehler: Das 4.Kapitel ist ungenießbar. In diesem langen Kapitel probiert Fjodor sein schriftstellerisches Talent aus, indem er eine äußerst langwierige, philologisch akribische Analyse der Person und des Werks eines gewissen Tschernyschewskij (eines sozialistischen Schriftstellers aus dem 19. Jahrhundert) verfasst und diese in Gänze abgedruckt ist. Die Emigrantenzeitschrift, die den Roman "Die Gabe" zuerst 1937 in einzelnen Kapiteln veröffentlichte, weigerte sich zu Nabokovs Unwillen kategorisch, dieses Kapitel zu drucken. Vielleicht auch, weil Nabokov alias Fjodor in der Person Tschernyschewskijs eine sozialistische Ikone angriff, indem er in der Auseinandersetzung mit diesem Schriftsteller seine eigene Haltung zur Literatur herausarbeitete und abklärte. Das mag für Nabokov wichtig gewesen sein, in jener Zeit eine andere Aktualität besessen haben, liest sich aber heutzutage sehr mühsam.

Abgesehen davon schreibt Nabokov urban, ironisch und kühl aus einem absolut sicheren und souveränen Gefühl heraus, ja, man kann sagen, dass Fjodor/Nabokov keine eigentliche Entwicklung durchmacht, er scheint von Anfang an fertig zu sein, sich lediglich im künstlerischen Bereich zu entwickeln. Vielleicht hängt dies mit der emotionalen Sicherheit und gründlichen Bildung zusammen, die Nabokov aus seinem liebevollen und gebildeten adligen Elternhaus mitbrachte.
Er dringt mit präzisen und ungewöhnlichen Beschreibungen in die dunklen Territorien der Psyche, in seine Stimmungen und Empfindungen vor, er satirisiert die russischen Mitemigranten und auch die Deutschen, die ihm überwiegend abstoßend erscheinen, oder er versucht Orte, Atmosphären, Erinnerungen zu fixieren, "damit sie nicht in einer Ecke der Rumpelkammer seiner Seele verlorengingen, ein Wunsch, dies alles für sich selbst zu verwenden, für seine Ewigkeit, für seine Wahrheit." (550).. Wie ein Schmetterlingsjäger (der Nabokov ja auch war), jagt der Schriftsteller die seltene, treffende Metapher und Formulierung - nicht um damit zu prunken, sondern weil er überzeugt ist, dass in überraschendenden Details die Wahrheit aufblitzen kann: "Man schaut einen Menschen an und sieht ihn so klar, als sei er aus Glas und man selber der Glasbläser, während man zur gleichen Zeit, ohne diese Klarheit im geringsten zu beeinträchtigen, eine Kleinigkeit nebenbei bemerkt - welche Ähnlichkeit etwa der Schatten des Telefonhörers mit einer riesigen, leicht zerquetschten Ameise hat.." (266).

Fjodors Leben gehört der Literatur, und damit erklärt sich auch der Titel - "Die Gabe" - das ist sein schriftstellerisches Talent, das ihm das Wichtigste im Leben und zweite Natur ist. Immer wieder finden sich Beschreibungen, wie Fjodor lebt und gleichzeitig dieses Leben in Literatur umwandelt. Mag in Kapitel 4 diese Hingabe an die Literatur in der kritischen Detailanalyse eines anderen Werks zu sehr auf die Spitze getrieben zu sein, so ist das Buch im Übrigen ein literarischer Genuss und hervorragend geeignet, um mit Nabokov bekannt zu werden. Übrigens: Einmal erzählt ein unsympathischer, alter russischer Emigrant Fjodor den Inhalt von "Lolita", dem Buch, das später, 1955, Furore machen sollte (303). Ein erster Hinweis auf Nabokovs Beschäftigung mit dem Stoff?
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Obwohl begeistert von anderen Nabokov-Büchern, war dieses Buch eine große Enttäuschung für mich: Es passiert nämlich in diesem Roman fast nichts, weder äußerlich noch auf der psychologischen Ebene, und das wenige, was passiert, beschreibt Nabokov wie so nebenbei. Dieses Buch handelt von einem jungen russischen Schriftsteller, der in Berlin lebt, Deutschland nicht mag, sich nach seiner Heimat zurücksehnt, vergeblich versucht, ein Buch über seinen Vater zu schreiben, dann ein anderes Buch schreibt und so nebenbei seine Liebe findet. Den Schwerpunkt des Buches bilden lange Überlegungen zur russischen Literaturgeschichte, zur Schmetterlingskunde, Beschreibungen der russischen Landschaft und die Werke des ausgedachten Schriftstellers. Dazwischen erscheinen unzusammenhängende Einzelstücke, zum Teil genial im Nabokovschen Stil erzählt, sprachlich reich und treffend, sehr lustig oder auch verblüffend echt und von scharfer Beobachtungsgabe zeugend, die aber keinen festen Zusammenhang bilden und vor allem überhaupt keine Spannung aufbauen. Ja, einzelne tolle, wunderbare Seiten, aber dazwischen ganz viel Langeweile. Schade!
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5 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Obwohl begeistert von anderen Nabokov-Büchern, war dieses Buch eine große Enttäuschung für mich: Es passiert nämlich in diesem Roman fast nichts, weder äußerlich noch auf der psychologischen Ebene, und das wenige, was passiert, beschreibt Nabokov wie so nebenbei. Dieses Buch handelt von einem jungen russischen Schriftsteller, der in Berlin lebt, Deutschland nicht mag, sich nach seiner Heimat zurücksehnt, vergeblich versucht, ein Buch über seinen Vater zu schreiben, dann ein anderes Buch schreibt und so nebenbei seine Liebe findet. Den Schwerpunkt des Buches bilden lange Überlegungen zur russischen Literaturgeschichte, zur Schmetterlingskunde, Beschreibungen der russischen Landschaft und die Werke des ausgedachten Schriftstellers. Dazwischen erscheinen unzusammenhängende Einzelstücke, zum Teil genial im Nabokovschen Stil erzählt, sprachlich reich und treffend, sehr lustig oder auch verblüffend echt und von scharfer Beobachtungsgabe zeugend, die aber aber keinen festen Zusammenhang bilden und vor allem überhaupt keine Spannung aufbauen. Ja, einzelne tolle, wunderbare Seiten, aber dazwischen ganz viel Langeweile. Schade!
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