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Gesammelte Werke Band 8: Lolita [Gebundene Ausgabe]

Vladimir Nabokov , Helen Hessel , Maria Carlsson , Kurt Kusenberg , H. M. Ledig-Rowohlt , Gregor von Rezzori , Dieter E. (bearbeitet von) Zimmer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1998
Daß sich nach dem unverhofften Welterfolg des «Lolita»-Romans 1958/59 die Filmindustrie für den Stoff interessieren würde, war unvermeidlich. Daß sich schon 1958 kein Geringerer als der Regisseur Stanley Kubrick die Filmrechte gesichert hatte, war ein Glücksfall. Daß Kubrick Nabokov aufforderte, das Drehbuch selbst zu schreiben, war ein Akt des Respekts für Autor und Werk. Kubrick nannte es das beste Drehbuch, das je in Hollywood entstanden sei ­ und verwendete dann doch nur dessen dramaturgische Grundlinie und ein paar seiner Szenen. Seinerseits sah Nabokov Kubricks Film mit höchst gemischten Gefühlen, obwohl er sich stets höflich über ihn äußerte, und tröstete sich damit, daß das Drehbuch als solches ja erhalten und intakt geblieben sei. Erst 1973 jedoch konnte es in Amerika als Buch erscheinen, ein Jahr nachdem es Nabokov endlich gelungen war, sich den Text zur Veröffentlichung freigeben zu lassen. Dieser Band der Werkausgabe präsentiert jenes publizierte Drehbuch erstmals in deutscher Sprache ­ und darüber hinaus, rekonstruiert aus dem Typoskript, zum ersten Mal überhaupt alle jene Passagen, die Nabokov seinerzeit unter dem Druck Kubricks widerstrebend gestrichen hatte.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 702 Seiten
  • Verlag: Rowohlt (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498046462
  • ISBN-13: 978-3498046460
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,9 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 266.602 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die Bearbeitung von Nabokovs gewiss bekanntestem Roman über den alternden Mann und das Nymphchen hat einen Star: Ulrich Matthes, der es versteht, die Zerrissenheit von Humbert Humbert zu vermitteln. (Anna Mikula, hr2-Hörbuch-Bestenliste) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Lolita
OT Lolita OA 1955 DE 1959Form Roman Epoche Moderne
Der zunächst 1955 im Pariser Olympia-Press-Verlag erschienene Roman von Vladimir Nabokov erreichte einen mehr als zwei Jahre währenden Untergrundruhm; die 1958 veröffentlichte US-amerikanische Ausgabe geriet zum Skandalerfolg. Lolita ist ein virtuoses, ironisch-frivoles Meisterwerk der Weltliteratur und avancierte rasch zu einem Klassiker der Moderne.
Entstehung: Nabokovs Suche nach einem renommierten Verlag für seinen zwischen 1949 und Ende 1953 entstandenen Roman scheiterte, nachdem fünf Verlagshäuser die Veröffentlichung u. a. wegen Pornografieverdachts abgelehnt hatten. So erschien Lolita in englischer Sprache in dem auf mehr oder weniger anspruchsvolle literarische Erotika spezialisierten Olympia-Press-Verlag in Paris. Eine Art Vorstudie bildete die 1939 geschriebene, erst 1986 postum veröffentlichte Novelle Der Zauberer.
Inhalt: Der Roman schildert die unselige Leidenschaft des 1910 in Frankreich geborenen Literaturwissenschaftlers und Privatlehrers Humbert Humbert zu der kindhaften und gleichzeitig frühreifen 12-jährigen Dolores (Lolita) Haze. Humbert Humbert ist Mädchen zwischen neun und vierzehn Jahren verfallen; deren vollkommene Inkarnation findet er in Lolita. Um in ihrer Nähe bleiben zu können, heiratet er ihre Mutter, die Witwe Charlotte Haze; er verursacht indirekt deren Tod und beginnt mit Lolita – aus Furcht vor Entdeckung seiner verbotenen Leidenschaft – ein unstetes Reiseleben durch die USA. Humbert Humbert stellt bald fest, dass sie verfolgt werden, und eines Tages ist Lolita, offenbar mit dem Verfolger im Bunde, verschwunden. Als er sie nach Jahren wiedersieht – verheiratet, schwanger und in ärmlichen Verhältnissen lebend –, weigert sie sich, zu ihm zurückzukehren, doch gelingt es ihm, den Namen des damaligen Nebenbuhlers zu erfahren. Es ist der Dramatiker Clare Quilty, den er in einer furiosen Racheszene erschießt.
Mit sprachlicher und stilistischer Virtuosität geschrieben, zahlreiche literarische Anspielungen aufweisend und mit distanzierender Ironie unterlegt, ist der Roman weder Schilderung der Überschreitung moralischer Schranken noch Diagnose einer dekadenten Epoche, sondern am ehesten die Geschichte einer tragischen Leidenschaft, die ihren Gegenstand – wenn überhaupt – nur um den Preis der Zerstörung erreichen kann. Versuche, den Roman allegorisch zu deuten, wonach sein Thema v. a. in der Konfrontation des alten Europa (Humbert Humbert) mit dem jungen Amerika (Lolita) zu sehen sei, hat Nabokov zurückgewiesen.
Wirkung: Der anfangs heftig umstrittene Roman, der die Mitgliedschaft des Dichters im Kollegium der Universität zu gefährden drohte, entwickelte sich zu einem außerordentlichen kommerziellen Erfolg und verhalf Nabokov zur finanziellen Unabhängigkeit. Für die Verfilmung durch Regisseur Stanley Kubrick (1928–99) im Jahr 1962 hatte Nabokov auch das Drehbuch verfasst. J. R. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterlich 4. Oktober 2002
Format:Taschenbuch
"Lolita" ist für mich ein Werk, das in einen Literaturkanon aufgenommen gehört (wenn es denn einen gäbe). Erzählt wird die verzweifelte Liebe eines mittelalten Mannes zu einem kleinen Mädchen. Diese unmögliche und kriminelle Liebe war der Grund, warum das Buch lange Zeit verboten war und in manchen Ländern sogar immer noch ist.
Aber Nabokov schreibt keineswegs obszön oder sensationsgierig, sondern melancholisch, trüb, analytisch, doch oft auch einfach nur witzig. Die Selbstironie, das Selbstmitleid und das harte, aber oft auch vor Wahrheit strotzende Urteil des Erzählers "Humbert Humbert" sind kraftvoll und sympathisch.
Die Sprache Nabokovs ist meiner Ansicht nach unübertroffen. Und damit meine ich ernsthaft, daß sie die Virtuosität z.B. Goethes, Döblins oder Hesses in den Schatten stellt. Ein großes Lob an dieser Stelle auch an die Übersetzer, die Großes vollbracht haben, so daß viele Wortspiele auch im Deutschen erhalten und v.a. auch nicht gekünstelt sind.
Nabokovs Sprache ist treffend, phantasievoll und immens kreativ. Oft fragt man sich, woher er diese wohlüberlegten Vergleiche und Assoziationen und Ausdrücke sowie Redewendungen hernimmt.
Zum Schluß sei noch erwähnt, daß es in "Lolita" vor Anspielungen auf die Literatur, insbesondere die französische, nur so wimmelt. So sind Kenntnisse auf diesem Gebiet und in der französischen Sprache zwar hilfreich und nett, jedoch kinesfalls für das Verständnis oder den Genuß des Buches notwendig.
Fazit: Ein Meisterwerk, das vor die Lesebrille eines jeden Literaturfans und dessen, der es werden will, gehört.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In Vladimir Nabokovs einst umstrittenen Roman "Lolita" geht es um den Schriftsteller Humbert Humbert, der, als Moerder angeklagt, sich sein Gestaendnis von der Seele schreibt. Was wir lesen, sind in der Ich - Perspektive erzaehlte Erinerungen; eine Geschichte, die zum Mord fuehrt, der doch nur Vorwand ist fuer einen psychologisch meisterhaft und eindringlich erzaehlten Text: Roadmovie und Liebesgeschichte in einem. Humbert Humbert, der sich begierig nach "Nymphchen" sehnt, entdeckt die 12jaehrige Lolita als seine grosse Liebe. Um ihr nah zu sein, heiratet er ihre Mutter, die jedoch bald stirbt. Getrieben von Verlangen und Verlustaengsten bereist er ein Jahr lang mit Lolita die Vereinigten Staaten; seinen Annaeherungen begegnet sie teils mit Amuesiertheit, teils mit Widerwillen; und das Auf und Ab ihrer Beziehung, deren heikle erotische Szenen stets elegant umschrieben werden, macht zu einem Grossteil die Faszination des Buches aus. In den 50er Jahren, als das Buch erschien, war es zunaechst wegen dieser Szenen heftig umstritten; heute wirkt es eher zurueckhaltend, nie aber pruede. Der eigenwillige Stil Nabokovs, der haeufig in alle Richtungen ausschweift (aber nie den Faden verliert), war fuer mich am Anfang nicht leicht zu lesen; im Laufe der Seiten zog er mich jedoch immer mehr in seinen Bann. Vielleicht kein Buch, das sich immer rasch und fluessig liest; dafuer wird man aber auch beim zweiten Lesen immer wieder mit Neuem belohnt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skandalroman und Meisterwerk des 20. Jahrhunderts 22. Juli 2005
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Vladimir Nabokovs Erfolgs- und Skandalroman "Lolita" ist ein vielfach missverstandenes Buch. Man hat es als bloßen pornographischen Text verurteilt oder umgekehrt als moralische Schrift angesehen. Beide Sichtweisen werden dem Roman jedoch nicht gerecht. Es geht dem Autor nicht vorrangig um die Darstellung zweifelhafter sexueller Neigungen, aber ebenso wenig lässt sich die Aussage des Buches auf irgendeine Moral reduzieren. "Lolita" ist ein sehr vielschichtiger Text: die psychologisch ausgefeilte Innenansicht eines Pädophilen, der seine Neigungen lange nur in der Phantasie ausleben kann, bis er durch "glückliche" Umstände zur einzigen Bezugsperson eines zwölfjährigen Mädchens wird. Die daraus entstehende Beziehung ist für ihn die Erfüllung seiner Träume - und zerstört zugleich sein Leben und auch das Leben Lolitas. Zu Recht gilt der Roman als das Hauptwerk des Russen Nabokov, der seine großen Erfolge auf Englisch schrieb. Die psychologische Darstellung ist ebenso überzeugend wie der virtuose Umgang des Autors mit Sprache und Textkomposition. Der Roman ist Lebensbeichte, Liebesgeschichte, Kriminalroman und psychologische Studie zugleich - ein moderner Klassiker.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert! 19. Mai 2008
Format:Taschenbuch
Ich kaufte mir dieses Buch mit dem Vorsatz meine Allgemeinbildung etwas zu vergrößern und dachte daher, dass es mir schwer fallen würde mich darin vollkommen zu vertiefen. Der lebendige und flüssige Schreibstil von Vladimir Nabokov fesselte mich ein ganzes Wochenende an dieses Buch. Die schilderungen des Autors wie vor dem Auge des Protagonisten, der der kleinen Lolita ganz und gar verfallen ist, Wahrheit und Wahnsinn verschwimmen fordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers. Das Buch bringt einen FAST dazu die Begierden und kranken Gedanken eines Pädofilen nachvollziehen zu können.
Zu dem Buch gehören diese ausführlichen Beschreibungen der Gedankengänge des Protagonisten um dessen Wesensart besser verstehen zu können.
Leider bekommt das Buch gerade dadurch zwischenzeitlich einen Hauch von langatmigkeit, so dass man aufpassen muss das man nicht aus der Konzentration fällt.
Man kann dieses Buch also ohne zögern als Meisterwerk mit Schönheitsfehler bezeichnen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Hier zählt der Inhalt
Nun, bevor ich mir das Buch von Nabokov angeschafft habe, bin ich zufällig auf den Film gestoßen, den ich mir angeschaut habe, und sehr begeistert war. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von MissCobain veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Päderose
Mit Päderose bezeichnet der Protagonist Humbert Humbert aus der Feder Vladimir Nabokov seine sexuelle Neigung zu Kinder im Alter von 11-14. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Zahrim veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen warum wurde der Schrott zum Klassiker?
Ich habe das Buch nach kurzer Zeit weggeworfen. Von Beginn an unerträgliches Pädo-Gerechtfertige im Stil von: "Jung und verdorben wollen sie es doch auch. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Hartwurzelholz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fantastisch
Habe mir das Buch mir gemischten Gefühlen bestellt, weil mir der Stoff / der Plot nicht ganz geheuer war - und ich bin vollkommen begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Stephi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Guter Zustand
Ich bin mit dem Buch sehr Zufrieden,
ich hatte den film gesehen und der hat mich neugierig auf das buch gemacht,da ich denke das dort alles viel ausführlicher beschrieben... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von tatz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte die jeder zu kennen glaubt...
Lolita, das Wort ist bekannt, zwei mal wurde das Buch verfilmt. Wieso also das Buch lesen?

Kein Film, keine Kurzfassung oder Rezension kann den Inhalt dieses Buches... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Slowatsch veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Do the Senses Make Sense?"
Im "Vorwort" zum Roman wird der Leser darüber aufgeklärt, dass der Text von einem Untersuchungshäftling verfasst worden wäre, der kurz vor seinem Prozessbeginn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2010 von Solzimer
4.0 von 5 Sternen Begierde bis zur Selbstaufgabe
In den 50-ger Jahren des zurueckliegenden Jahrhunderts sorgt die Veroeffentlichung von Nabakovs 'Lolita' fuer einen Sturm der Entruestung. Der Grund ist offensichtlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Juli 2010 von faustino888
3.0 von 5 Sternen Schwer einzuordnen
Auf der Suche nach den Glanzlichtern der Weltliteratur bin ich natürlich auch auf Lolita von Nabokov gestoßen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2010 von H. Schulz
5.0 von 5 Sternen Nabokovs Lolita
Ein ca. 40 Jahre alter, pädophiler Schriftsteller kommt durch einige Zu - und Unfälle in die Lage, der Ziehvater einer elfjährigen "Nymphette" zu werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2010 von C. Mertins
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