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Gesammelte Werke in zehn Bänden in Kassette (detebe - Kassetten) Broschiert – September 2007

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Broschiert, September 2007
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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Arthur Schopenhauer, 1788 in Danzig geboren, beschloß mit 17, Philosophie zu studieren, und veröffentlichte bereits in seinem 30. Lebensjahr, von der Öffentlichkeit völlig ignoriert, sein Hauptwerk ›Die Welt als Wille und Vorstellung‹. Erst gegen Ende seines Lebens erntete er Ruhm mit dem Werk ›Parerga und Paralipomena‹. Es bildete sich ein kleiner Kreis von Verehrern um den flötespielenden 'ungeselligen Gesellen', der seine Pudel 'Du Mensch' schimpfte, wenn sie unartig gewesen waren. Schopenhauer starb 1860 in Frankfurt am Main.


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"Meinen Fluch über Jeden, der, bei künftigen Drucken meiner Werke, irgend etwas daran wissentlich ändert [...]." - Diesen Fluch hat bisher nahezu jede Schopenhauer-Ausgabe verdient. Lediglich Lütkehaus' Ausgabe letzter Hand hat darauf verzichtet, in die letzten von Schopenhauer legitimierten Texte einzugreifen. Einsteiger und Interessierte sollten deswegen dennoch nicht sofort zur Lütkehaus-Ausgabe greifen, denn für sie ist die Zürcher-Ausgabe die beste Wahl. Die Vorteile dieser Ausgabe lassen sich recht einfach zusammenfassen:

(1) Fremdsprachige Passagen sind im Text in eckigen Klammern übersetzt. Dasselbe gilt für heute unübliche Wörter und Fachbegriffe. Wer hier sonst ratlos wäre, kann ohne lästiges Blättern direkt weiterlesen. Für einige wird das ein großer Vorzug dieser Ausgabe sein. Bei der Lütkehaus-Ausgabe wurde auf diese Eingriffe verzichtet: Sämtliche Übersetzungen sind im Beibuch.

(2) Für Einsteiger und Philosophieneulinge gibt es mehrere Glossare. Über die Qualität der Erläuterungen kann man nun sicherlich noch streiten, aber im Normalfall reicht es für eine grobe Orientierung.

(3) Der 11. Band "Über Schopenhauer" stellt eine schöne, umfangreiche Sammlung von Texten dar, in denen sich andere mit Schopenhauer beschäftigen. Einige Beispiele: Nietzsche, Thomas Mann, Kierkegaard, Freud usw.

(4) Die Zusätze, die in einer Ausgabe letzter Hand nichts verloren haben, sind teilweise wirklich interessant/wichtig. Auf andere Eingriffe wurde verzichtet. Schopenhauers Sprache wurde beispielsweise ohne Änderungen übernommen (thun statt tun; giebt statt gibt; Armuth statt Armut; "Fabrikwaare der Natur").
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Schopenhauer ist faszinierend, der Leser wird gepackt von der Gewalt der (potentiellen) Wahrheit und im wahrsten Sinne des Wortes schwindelt ihm nach einer gewissen Zeit der Lektüre. Das Werk Schopenhauers ist ein Welt, Mensch und Selbst fassendes und be-greifendes schrecklich-schönes Kunstwerk und eine unerschöpfliche Schatztruhe brillanter Gedanken und Weisheit. Es ist zutiefst menschlich und kompromisslos ehrlich, was Schopenhauer uns da hinterlassen hat, und nicht nur das, mehr noch: Der Leser hat beständig das sichere Gefühl, der WAHRHEIT ganz dicht auf den Fersen zu sein - das Weltbild, die Welterklärung des großen Weisen, Universalgelehrten und Kosmopoliten könnte tatsächlich STIMMEN, oder es könnte sich doch zumindest, wennschon nicht genau so, wirklich ganz ähnlich verhalten. Schopenhauer vergleicht sich an einer Stelle seines Werks, ich weiß nicht mehr wo, mit dem Ödipus, der das berühmte Rätsel der Sphinx gelöst hat, und man kommt nicht umher, sich zu denken: Ja, vielleicht hat er tatsächlich Recht damit und trifft mit seinem Vergleich, wie er es doch so oft tut, ins Schwarze.

Mit vorliegender ist nun endlich, nach vielen Jahren, (wenn auch zu einem stolzen Preis) die von Arthur Hübscher herausgegebene Ausgabe wieder erhältlich. Sie ist neben (oder vielleicht nach) der von Ludger Lütkehaus besorgten Edition (Haffmans Verlag), die leider, leider noch immer vergriffen ist, die maßgebliche Schopenhauer-Ausgabe und der ebenfalls erhältlichen und bedauerlicherweise sehr populären Edition von Löhneysen (Suhrkamp, WBG), von der nachdrücklich abzuraten ist (vgl. Lütkehaus' Aufsatz im Begleitbuch zur Haffmans-Ausgabe), unbedingt vorzuziehen!
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Eines der besten, wenn nicht das beste Buch (bzw. die besten Bücher), die ich bisher in meinem Leben gelesen habe.

Um dem Religionsunterricht in der Schule zu entgehen, belegte ich Philosophie, und hasste dieses Fach zutiefst. Meine Zwanziger verbrachte ich mit einem Studium der VWL und Sprachwissenschaften, und stolperte erst mit 30 - ganz wie Thomas Buddenbrook per Zufall - über Arthur Schopenhauer. Ïn der Philosophie daher nicht "weit belesen", überzeugt mich vor allem die Ganzheit und klare Darstellung seiner Philosophie. Man muss kein Philosophiestudium abgeschlossen haben, um Schopenhauer zu verstehen: Er definiert alle Begriffe und legt sie ausführlich dar. Seine Philosophie ist klar, koherent, und tiefgründig. Besonders erfreut habe ich mich an seinen zahlreichen geistreichen Beispielen und Vergleichen, und auch seine gelegentlichen Abstecher und Seitenhiebe auf Hegel etc waren immer wieder unterhaltend. Erstaunt hat mich vor allem auch seine Standhaftigkeit und innere Überzeugung seiner Philosophie, die seiner Zeit so weit voraus war, und deren Schlussfolgerungen/Ansichten heute doch allgemein akzeptiert sind (Stellung der Tiere, Züge des Buddhismus etc). Auch Seine Erklärung des “Erhabenen” leuchtete mir ein.

Was mich an Schopenhauer jedoch vor allem beeindruckte, ist seine Ehrlichkeit. Er weist klar die Schranken seiner Philosophie ein, wie z.B bei seinem Erklärungsversuch der Musik. Am Ende der Welt als Wille und Vorstellung heisst es gar: “(Meine Philosophie) maast sich, wie gesagt, nicht an, das Daseyn der Welt aus seinen letzten Gründen zu erklären: vielmehr bleibt sie bei dem Thatsächlichen der äussern und innern Erfahrung […] etc….
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