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Pressenotiz zu : Die Zeit, 11.11.1999
Etwas von der Ergriffenheit, die man in den siebziger und achtziger Jahren schon empfand, wenn nur der Name Benjamins genannt wurde, schwingt in Wolfgang Matz` Kritik noch mit. Zu Lebzeiten, so setzt der Rezensent an, hat Benjamin nur drei Bücher publiziert. Und nun hat Tiedemanns Benjamin-Ausgabe schon 17 Bände, zu denen jetzt noch Supplement-Bände mit kleinen Übersetzungen und anderen Gelegenheitsarbeiten kommen. Erstmal lobt Matz die vormals viel umstrittene Tiedemann-Ausgabe als "Vorbild der Editionswissenschaft", ja sogar als "übersichtlich". Dann geht er ausführlich auf Benjamins Theorie des Übersetzens ein und spricht viel über seine Proust- und Baudelaire-Übersetzungen, die allerdings in anderen Bänden der Ausgabe präsentiert werden. An den hier versammelten kleinen Übersetzungen, so gibt Matz zu, fehlt manchmal der "handwerklich letzte Schliff". Er warnt davor, sie an den Kriterien zu messen, die Benjamin in seinem berühmten Aufsatz über die Übersetzung entwickelt hat. Im einzelnen geht er auf die Texte dieses Bandes aber nicht ein, dafür liefert er den Hinweis, dass Benjamins Jouhandeau- und Balzac-Übersetzungen noch in anderen marktgängigen Ausgaben dieser Autoren vorliegen.
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Kurzbeschreibung
Diese Ausgabe seiner "Gesammelten Schriften" umfasst die Übersetzungsarbeit Benjamins, die einen wesentlichen Bestandteil seiner literarischen Produktion bildet. Nachdem Benjamin Mitte der zwanziger Jahre erkennen mußte, daß ihm die angestrebte akademische Karriere versperrt bleiben würde, wandte er sich entschieden dem Beruf des literarischen Kritikers zu und suchte diesen durch "ein festes Akkreditiv als Übersetzer" auszubauen. Die kleineren Übersetzungen sind Zeugnisse dieses Versuchs.