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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2002
"Geschickt" hat Viktor Vanberg die in "verstreuten" und "oft schwer zugänglichen" Publikationen des Ökonomen Friedrich A. von Hayek über eine "liberale Gesellschaftsordnung" zusammengetragen und für die gerade entstehende deutsche Edition seiner Schriften herausgebracht, lobt Christian Watrin. Dem Herausgeber sei es gelungen, einen "guten Überblick" über Hayeks Einstellungen über Sozialphilosophie, Rechtstheorie und Ordnungspolitik zu vermitteln. Die sind, berichtet Watrin, vor allem unter dem Eindruck des "Zusammenbruchs liberaler Gesellschaftssysteme" in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts geprägt worden. "Wohlbegründet" findet der Rezensent Hayeks Bedenken gegenüber einer "Allzuständigkeit des demokratischen Wohlfahrtstaates", führt dessen Gründe aber nicht näher aus. Nachvollziehbar sei die Fokussierung des Autors auf das Denken von David Hume, Lord Acton und Alexis de Tocqueville und nachvollziehbar findet der Rezensent auch Hayeks Annahme, eine "unbeschränkte Demokratie" führe zu einem "demokratisch verbrämten Despotismus". Besonders interessant sind Hayeks Vorschläge für eine Demokratiereform gerade im Hinblick auf den Europäischen Konvent, erklärt Watrin schließlich voll Hochachtung.
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