Eines vorweg: Warum muss ein so wichtiges Werk so teuer sein?
Was auch immer die Gründe sein mögen - Friedrich August von Hayeks "Entnationalisierung des Geldes" ist ein nach wie vor provokantes, ein wichtiges Werk. Gerade weil die monopolistischen, inflationierten Währungen zu Krisen wie der derzeitigen führen, bedarf es neuer Konzepte. Das Werk von Hayeks war immer aktuell, doch im Moment ist es besonders dringlich, sich über vorhandene alternative Konzepte zu den monopolistischen Staatswährungen zu informieren.
Neben der "Entnationalisierung" enthält das Buch auch noch weitere Texte von Hayeks zu den Themen Währungspolitik und Währungsordnung. Insgesamt fünf Texte aus drei Dekaden: 1) Was der Goldwährung geschehen ist (1937), 2) Das Goldproblem (1937), 3) Monetärer Nationalismus und internationale Stabilität (1937), 4) Währungsreserven (1943) und den titelgebenden Aufsatz von 1976.
Hayeks Stil ist nichts für zwischendurch. Im Gegensatz zum "Weg zur Knechtschaft" sind die meisten seiner Schriften eher einem akademischen Duktus verpflichtet, bei dem man den einen oder anderen Bandwurmsatz mehrfach lesen muss. So ist es auch hier. Doch die Lektüre ist absolut lohnenswert.