F. A. Hayek hat mit diesem Werk die umfassendste Abhandlung über die vielen Facetten des Freiheitsbegriffes verfasst.
Seiner Analyse der Werte und Bausteine, auf denen unsere Zivilisation aufgebaut ist, folgt ein Konvolut an Argumenten für die Freiheit. Mit sachpolitischen Themen setzt sich der Autor erst ab dem zweiten Drittel des Buches auseinander. Unterschiedliche Freiheitsbegriffe werden genauso wie die historische Entwicklung des Liberalismus nachgezeichnet. Unzählige Fussnoten und Literaturhinweise zeigen: das ist das Lebenswerk eines der grössten liberalen Theoretikern der Weltgeschichte.
Wer bei dem Namen "Hayek" lediglich den Wirtschaftswissenschaftler assoziiert, irrt gewaltig; seine tiefen Kenntnisse in Ökonomie, Rechtswissenschaft, Geschichte, Biologie und Psychologie kommen in diesem Werk voll zur Geltung. Es ist keineswegs übertrieben, Hayek als einen der letzten grössten Universalgelehrten europäischer Tradition zu bezeichnen.
Eines jedoch gilt es zu berücksichtigen; Hayek war kein Populärwissenschaftler. Er hasste es, schnell auf den Punkt zu kommen und schob lieber noch ein paar abstrakte Theoriegebäude vor. Zudem ist es unerlässlich, als Leser dieses Buches ein unbändiges Interesse an Liberalismus und Freiheit zu haben. Ist dem nicht so, werden die 496 Seiten zur Qual.