Rafik Schami, seit mehr als einem Vierteljahrhundert in Deutschland lebender, aus Damaskus stammender Schriftsteller, schrieb in der Schweizer "Wochenzeitung" ein Jahr lang über Wichtiges und Alltägliches - kurz: über Gott und die Welt.
Diese etwa 50 kurzen Texte zu lesen bereitet wahrlich ein großes Vergnügen. Ganz egal, was Schami zum Thema macht (etwa dass die Araber seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts alles kopieren, was die Europäer erfanden; über die falsche Bindung von Tausenden von Kopftüchern in einem amerikanischen Spielfilm oder etwa darüber, dass man in Damaskus vorher hungert, wenn man am Abend eingeladen ist, während man in Deutschland etwas mitbringt) - immer hält er der westlichen (aber auch der arabischen) Kultur einen Spiegel vor. Man muss lachen, lächeln - und nachdenken.
Mit diesen Texten hat uns Schami ein Buch geschenkt, das man in einem Zug lesen kann - aber auch in kleinen Portionen (sie werden einem sehr munden). Und warum "Olivenkerne"? Im Nachwort findet man die Auflösung des Rätsels...