Bereits im Vorwort von Herausgeber Wolfgang Herzberg schwant einem Schlimmes. Da gibt er nämlich seitenweise seine Definition von Kommunismus wieder - quasi in imaginärer Auseinandersetzung mit Wolff. Natürlich ist bei einem bewußtem Kommunisten wie diesem Schauspieler das Thema nicht völlig fernliegend, aber: Es wird zum eigentlichen Mittelpunkt des Buches. Keine Seite vergeht, ohne das man etwas vom Deutschen 2. Klasse lesen muss, dem Niedergang der DDR im Allgemeinen und ihrer Kultur im Besonderen. Das Ganze in einer knappen und unter keinen Umständen literarisch zu nennenden Sprache gehalten ist man viel zu früh geneigt, dass Buch genervt und verärgert wegzulegen, wäre da nicht das faszinierdende Leben dieses großen Mimen. So bleibt es also nur, mit Herzberg zu hoffen, dass sich irgendwann einmal jemand auf macht, um in den Archiven zu forschen und die dann hoffentlich noch lebenden Zeitzeugen zu befragen. Was bis dahin bleibt, sind seine Filme und seine (auf einer CD dem Buch beigegebenen) Lieder ...