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Dokumentarisches Roadmovie von Franz X. Gernstl, der seit 1983 mit dem VW-Bus durch Deutschland reist.
Blickpunkt: Film
Swingende Dokumentar-Interview-Reise durch Deutschland, die dem einfachen Leben huldigt.
Seit 1983 gingen Regisseur und Autor Franz X. Gerstl, Kameramann HP Fischer und Tonmeister Stefan Rabatz mit im Lauf der Jahre in der Farbe wechselnden VW-Bullys vom Allgäu bis zur Ostsee auf Reisen, um 'auf der Suche nach den besten Weibern und der besten Bratwurst und Menschen, die wissen, wie man richtig lebt', Deutschland zu erkunden. Das von aufgeschlossenen Redakteuren der Fernsehanstalten 'subventionierte Rumstreunen' des wackeren Trios aus Bayern führte zu Doku-Features, die mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurden. Danach gab es erst mal keine Aufträge mehr, bis der Bayerische Rundfunk die Krise behob und die auch privat durch ihre Familien verbundenen Männer ihren Träumen weiter nachfahren konnten.
Keine reine Kinoarbeit also, aber was Gernstl im Lauf der Jahre so mitgebracht hat, dürfte die interessieren, die unvoreingenommen neugierig auf andere Menschen sind. Die ersten Reisen zwischen 1983 und 1991 führen u.a. zu gesellschaftlichen Aussteigern, dem Schloss des indischen Gurus Mahareshi und seiner Anhänger, zu Frauengymnastik und Salzbergen, wo das Team 'ungewöhliche, lustige, stolze, glückliche, misstrauische Leute getroffen' hat, die vor allem sehr auskunfts- und gastfreundlich sind. Die besten Teile sind die Trips gen Osten, als die Mauer fällt. In den Neuen Bundesländern, wo es nach Kohleheizung riecht, werden die Bayern zu Thüringer Knödl eingeladen, angeln mit dem Lasso und erleben Erfinder, Geschäftsleute und Bergsteiger mit Schifferklavier.
Zwischen 1998 und 2005 bleiben die älter gewordenen Männer - Gernstls Schnauzbart ist ab - im Süddeutschen, Heimat ist angesagt. Sie interviewen eine Bäuerin, eine Gewandmeisterin, einen Käsemacher, eine Gospelsängerin, einen begnadeten Schreinermeister, einen Wünschrutengänger, den Jesus von Klagenfurt, schauen einem alternativen Tierprojekt mit frei laufenden Viechern zu und fühlen sich auf ihrer Rundreise durch die Alpenregion sauwohl, wenn's in Tirol bei einer Bergbäuerin an die Brotzeit geht. Im Finale gibt's noch mal alle Gesichter zu sehen, swingt die Musik von René Aubry. Fazit der Reise: 'Was macht Menschen glücklich? Glücklich waren immer die, die einfach ihr Leben lebten.' Wer sich davon eine Scheibe abschneiden will, möge getrost mitreisen. ger.
Seit 1983 gingen Regisseur und Autor Franz X. Gerstl, Kameramann HP Fischer und Tonmeister Stefan Rabatz mit im Lauf der Jahre in der Farbe wechselnden VW-Bullys vom Allgäu bis zur Ostsee auf Reisen, um 'auf der Suche nach den besten Weibern und der besten Bratwurst und Menschen, die wissen, wie man richtig lebt', Deutschland zu erkunden. Das von aufgeschlossenen Redakteuren der Fernsehanstalten 'subventionierte Rumstreunen' des wackeren Trios aus Bayern führte zu Doku-Features, die mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurden. Danach gab es erst mal keine Aufträge mehr, bis der Bayerische Rundfunk die Krise behob und die auch privat durch ihre Familien verbundenen Männer ihren Träumen weiter nachfahren konnten.
Keine reine Kinoarbeit also, aber was Gernstl im Lauf der Jahre so mitgebracht hat, dürfte die interessieren, die unvoreingenommen neugierig auf andere Menschen sind. Die ersten Reisen zwischen 1983 und 1991 führen u.a. zu gesellschaftlichen Aussteigern, dem Schloss des indischen Gurus Mahareshi und seiner Anhänger, zu Frauengymnastik und Salzbergen, wo das Team 'ungewöhliche, lustige, stolze, glückliche, misstrauische Leute getroffen' hat, die vor allem sehr auskunfts- und gastfreundlich sind. Die besten Teile sind die Trips gen Osten, als die Mauer fällt. In den Neuen Bundesländern, wo es nach Kohleheizung riecht, werden die Bayern zu Thüringer Knödl eingeladen, angeln mit dem Lasso und erleben Erfinder, Geschäftsleute und Bergsteiger mit Schifferklavier.
Zwischen 1998 und 2005 bleiben die älter gewordenen Männer - Gernstls Schnauzbart ist ab - im Süddeutschen, Heimat ist angesagt. Sie interviewen eine Bäuerin, eine Gewandmeisterin, einen Käsemacher, eine Gospelsängerin, einen begnadeten Schreinermeister, einen Wünschrutengänger, den Jesus von Klagenfurt, schauen einem alternativen Tierprojekt mit frei laufenden Viechern zu und fühlen sich auf ihrer Rundreise durch die Alpenregion sauwohl, wenn's in Tirol bei einer Bergbäuerin an die Brotzeit geht. Im Finale gibt's noch mal alle Gesichter zu sehen, swingt die Musik von René Aubry. Fazit der Reise: 'Was macht Menschen glücklich? Glücklich waren immer die, die einfach ihr Leben lebten.' Wer sich davon eine Scheibe abschneiden will, möge getrost mitreisen. ger.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Dokumentarisches Roadmovie von Franz X. Gernstl, der seit 1983 mit dem VW-Bus durch Deutschland reist.
Kurzbeschreibung
Seit 1983 ist Regisseur und Autor Franz X. Gernstl mit einem VW-Bus quer durch Deutschland unterwegs. Sein Ziel: herausfinden, wie die Menschen in Deutschland leben, was sie antreibt und was sie glücklich macht. Der Film Gernstl - der Film vereint die besten Momentaufnahmen aus dem nunmehr 20 Jahre umfassenden Gernstl Archiv zu einem authentischen, erheiternden und emotionalen Film über Deutschland und seine Bewohner. Ein Roadmovie, das von einer Suche nach Menschen handelt, die wissen, wie man richtig lebt und die einen Weg zu ihrem persönlichen Glück gefunden haben.
Produktbeschreibungen
Eurovideo Gernstls Reisen - Auf der Suche nach dem GlÃck, USK/FSK: oA VÃ--Datum: 07.09.06