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Gern hab' ich die Frau'n geküßt: Die Richard-Tauber-Biographie [Restexemplar] [Taschenbuch]

Michael Jürgs
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Juni 2002
"Dein ist mein ganzes Herz", "Grüße mir mein Wien", "Gern hab' ich die Frau'n geküßt". Jeder kennt die Melodien, die Richard Tauber zum Weltstar machten. Aber wer war er wirklich, der Mann mit der goldenen Stimme? Wieso musste der Sänger mit dem berühmten Monokel Deutschland verlassen? Und warum ist er, der Millionen verdiente, verarmt gestorben? In seiner spannenden Biografie erweckt Michael Jürgs eine Legende wieder zum Leben.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 427 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (1. Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548602096
  • ISBN-13: 978-3548602097
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 12,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 842.351 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Die Beschäftigung mit der Biografie eines großen Künstlers verspricht nicht nur Einblicke in dessen Persönlichkeit, sondern auch Aufschlüsse über das kulturelle Umfeld seiner Zeit und über andere bedeutende Menschen, die den Lebensweg des Protagonisten gekreuzt haben. Im Fall von Richard Tauber (1891-1948), österreichisch-jüdischer Tenor, entfaltet sich zunächst ein Bild der deutschsprachigen Welt zwischen den beiden Kriegen. Dem Leser begegnen Namen wie Jan Kiepura, Gitta Alpar oder Martha Eggert, die wir heute, wenn überhaupt, nur noch aus alten Filmen kennen. Man erfährt, welch gewaltige Erfolge der Komponist Franz Lehár samt Richard Tauber als Zugpferd mit seinen Operetten feiern konnte, wie überwältigt das Publikum damals von einer Musik war, die auch Zeitgenossen schon als Kitsch gegeißelt hatten.

Astronomische Gagen konnte Richard Tauber fordern, und seine große Popularität sowie seine zahllosen Schallplattenaufnahmen hätten ihm ein lebenslanges Auskommen sichern müssen, wenn er nicht immer alles ausgegeben und aufgrund seines naiven Geschäftsgebahrens für Schallplatten stets nur ein Aufnahmehonorar, niemals aber Tantiemen gefordert hätte. So musste es auf der Flucht vor den Nationalsozialisten zu finanziellen Problemen kommen und Tauber starb in London als vollkommen verarmter Mann.

Es ist sicher keine leichte Aufgabe, eine solche Biografie schreibend nachzuvollziehen; grundlegende musikalische Kenntnisse und ein großer erzählerischer Atem gehören dazu. Über beides verfügt der Autor Michael Jürgs leider nicht im Übermaß: Stilistisch schleppt sich das Buch wie ein endloser Monolog dahin, als wenn die am Beginn des Buches genannten Zeitzeugen, die Jürgs Rede und Antwort gestanden haben, ununterbrochen vor sich hin plaudern würden. Kurze Haupt- und Relativsätze, durchzogen von Ellipsen, sind ebenso schwer zu ertragen wie flache Sentenzen und Wortspiele: "Er begriff jedes Notenblatt auf den ersten Blick, aber außerhalb der Bühnenwelt blieb ihm die Weltbühne fremd. Er war nie ein Kämpfer, nur ein Kammersänger."

Musikalische Fachbegriffe werden ungenau oder falsch verwendet, Gesangsübungen flapsig als "Mi-mi-mi" bezeichnet und dem von den Nazis zu Tode gehetzten Tenor Joseph Schmidt, der 1942 in einem Schweizer Internierungslager an Entkräftung starb, wird ein Selbstmord angedichtet. Mit einem Register und einem schmalen Literaturverzeichnis macht der Autor einen zaghaften Schritt in Richtung Zitierfähigkeit, aber der eklatante Mangel von Belegen im laufenden Text stempelt das Buch zum Tatsachenroman. Schade, dass trotz der Überfülle des gesammelten Materials und dem hochinteressanten Thema hier die Chance zu einer ganz ernsthaften biografischen Arbeit nicht ergriffen worden ist. --Michael Wersin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Eine fesselnde und abgründige Gesellschaftsbiographie über das Berlin der 20er- und 30er-Jahre und die deutsche Mentalitätsgeschichte«

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grossartiges Buch 4. Februar 2006
Von Ein Kunde
Ich kann nicht beurteilen, wie nahe die Biografie der Realität kommt.
Aus dem Text gewinne ich aber den Eindruck, dass der Autor sehr serieus recherchiert hat.
Das Buch ist grossartig geschrieben und vermittelt mir als einem pop-begeisterten der 60er und späterer Jahre einen sehr interessanten Einblick in das Showbusiness der 20er und 30er Jahre und in die damaligen politischen, kulturellen und sozialen Verhältnisse aus der Perspektive eines Opern- und Operettensängers.
Dennoch steht das Leben Richard Taubers eindeutig im Mittelpunkt.
Daneben gelingt es dem Autor eine reale Geschichte so zu erzählen, und das ist mir das Wertvollste daran, dass sie getrost den Anspruch erheben und einlösen kann, grosse Literatur zu sein, fast möchte ich hinzufügen "grosse Operette", ohne dass dadurch ein negativer Zusatz intendiert ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein excellentes Stück Kultur- und Zeitgeschichte 11. Januar 2009
Von fambz
Hier handelt es sich um eine Biographie in excellentem Sprachstil. Der Autor versteht sein Handwerk genial. Es handelt sich um kein musikwissenschaftliches Werk, was aus der Aufmachung und Beschreibung auch klar hervor geht. Dennoch ist es hervoragend gelungen, den Leser auch mit der Musik vertraut zu machen und vor allem Neugier zu wecken! Außerdem handelt es sich hier um ein wichtiges Stück Kultur- und Zeitgeschichte, das längst überfällig war. Schade, daß das Buch nicht mehr aufgelegt wird. Denn mit Büchern und Auseinandersetzungen dieser Art sollte der Deutsch- und Geschichtsunterricht aufge"wert"et werden.
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