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Gerhart Hauptmann: Die Weber: Dichtung und Wirklichkeit: Vollständiger Text des Schauspiels. Dokumentation
 
 
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Gerhart Hauptmann: Die Weber: Dichtung und Wirklichkeit: Vollständiger Text des Schauspiels. Dokumentation [Taschenbuch]

Hans Schwab-Felisch
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 269 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 3., Aufl. (1. Dezember 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354824047X
  • ISBN-13: 978-3548240473
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 11,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.667 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Weber, das wohl bekannteste Werk des deutschen Dramatikers Gerhart Hauptmann, basiert auf dem 1844 mit Militärgewalt niedergeschlagenen Weberaufstand in Schlesien. Am Beispiel einiger junger Figuren - Parchentfabrikant Dreißiger, Weber Moritz Jäger, Pastor Kittelhaus und dem alten Hilse - schildert Hauptmann die Entwicklung des Aufstands bis hin zu seinem blutigen Ende als Drama in fünf Akten. Neben seinem Essay 'Die Weber - ein Spiegel des 19. Jahrhunderts' hat der Hauptmann-Kenner Professor Hans Schwab-Felisch in diesem Band Dokumentationen zum Weberaufstand, Weberlieder, Artikel und Kritiken zum Drama sowie eine Zeittafel und bibliographische Hinweise versammelt.

Klappentext

Gerhart Hauptmann: »Die Weber« (vollständiges Text) - Hans Schwab-Felisch: »Die Weber« - ein Spiegel des 19. Jahrhunderts - Dokumente und Berichte über den Weberaufstand von 1844 - Berichte zur Entstehungsgeschichte der »Weber« Berichte, Kritiken, Dokumente über die Erstaufführung - Zeittafel - Quellen- und Literaturverzeichnis

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Gerhart Hauptmann hat sein mitreißendes, zauberhaft wirklichkeitsnahes naturalistisches Drama "Die Weber" streng nach den historischen Details des schlesischen Weberaufstands von 1844 geschaffen. Weil er die Szenerie immer bis in die letzte Einzelheit in seinen Regie-Anweisungen beschreibt, fällt es dem Leser nicht schwer, sich das Geschehen auf der Bühne plastisch vorzustellen. Es ist viel los in dem Stück, und wenn jemand einwenden sollte, dass vieles davon nicht auf der Bühne zu sehen ist, weil es zu groß oder zu schlimm ist, um dort gespielt werden zu können, so dass man es nur hört oder aus den Berichten der Personen auf der Bühne erfährt, so kann man ihm entgegnen, dass man ein solches naturalistisches Schauspiel heutzutage sowieso nirgendwo mehr aufgeführt bekommt (unsere Regisseure machen aus sowas Impressionistischem grundsätzlich was Expressionistisches) und dass man sich die Ereignisse in dem Stück, wenn man es LIEST, sowieso selbst vorstellen muss.

Es ist zudem nicht von der Hand zu weisen, dass Hauptmann durch diese dramaturgische Technik auf höchst kunstvolle Weise das kritisch-historische Forschen, das seinem Dichten - wie immer - auch bei "Die Weber" voranging, zum Teil auf den Zuschauer überträgt, der sich, wie der Autor aus geschichtlichen Aufzeichnungen, aus den Berichten der Personen zusammenreimen muss, was sich momentan woanders als in dem Raum abspielt, der für ihn sichtbar ist. Aus dieser Ferne kommt immer mehr ins Bewusstsein des Zuschauers - und auch des Lesers, denn die Ereignisse hinter der Bühne werden natürlich NICHT durch Regie-Anweisungen umrissen - herein, und zum Schluss beginnt dieses Hereinkommende, die Grenze zwischen Fiktivem und Real-Gesehenem endgültig sprengend und die Vergangenheit tränenreich aus der Versenkung hervorholend, im Theater (oder auch im stillen Kämmerlein des Lesers) die ganze Niedertracht und Schwächlichkeit der Ausbeutung im Frühkapitalismus kongenial als eine große Blase aufzupumpen, die der Wahrnehmende gar nicht mehr anders KANN als zum Platzen zu bringen, wenn die erregte Menschenmenge auf dem Vorplatz des Rathauses durch die Suffiten "summt", wie Hauptmann es verlangt, so dass jeder einzelne Rezipient des Stücks sich auf sich selbst zurückgeworfen sieht, weil so überdeutlich in die Augen springt, dass man - in diesem Falle Hauptmann - rein exemplarisch mal wenige Menschen besonders hervorheben kann (ja, dass es schon rein technisch gar nicht anders geht), an denen deutlich wird, wie wichtig es ist, dass die vielen Hungrigen, die nur dumpf in Erscheinung treten KÖNNEN, auf eine sachgemäße Art und Weise geleitet werden.

So verwundert es nicht, dass die Aufführung in Breslau zu einer hitzigen Debatte im dortigen Parlament geführt hat, über die man sich aus der vorliegenden ausführlich kommentierten Ausgabe schlau machen kann. In Berlin durfte "Die Weber" gar nicht aufgeführt werden, weil man Ausschreitungen von Proletariern befürchtete. Wohl nicht zufällig wurde das Drama überall als ein sozialdemokratisches Tendenzstück empfunden.

Hans Schwab-Felisch hat sich mit der Edition dieses zentralen Werks von Hauptmann eine so große Mühe gemacht, dass man sich schon wundert und sich das letztlich nur dadurch erklären kann, dass der Herausgeber wohl den schuftenden Webern nur meinte gerecht werden zu können, wenn auch er mehr und das gründlicher tut, als das eigentlich nötig wäre.

Die Worte eines "adligen Herrn" (so Gerhart Hauptmann), der wegen des Stücks über ihn gesagt haben soll: "Der Kerl gehört hinter Schloss und Riegel!" hat mein sehr gründlicher Deutschlehrer allerdings nicht in Schwab-Felischs Ausgabe gefunden. Und ich auch nicht. Sind sie womöglich gar nicht gesagt worden?

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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Suuper 4. Mai 2003
Von Tobersen
Format:Taschenbuch
ich musste in der schule ein referat über den naturalismus und im besonderen über gerhardt hauptmann halten. anfangs fand ich das thema gänzlich uninterresant aber zum schluss hat es mich gefesselt. ich fand es beeindruckend, wie gerhardt hauptmann und die anderen "großen" des naturalismus, wie Zola, vor allem die gesellschaft kritisierten.

Mein lieblingswerk ist aber das buch "die weber" und die dazu gehörenden zeichnungen von käthe kollwitz. diese zeichnungen machen das buch glaube ich noch anschaulicher. es ist zwar sehr schwer zu lesen, aber das gehört zu einem buch aus dem naturalismus dazu.

fazit: ein klasse buch, das aber schwer verständlich ist.

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Schlesien im Jahr 1844: Das Textilgewerbe, einst ein wichtiger Wirtschaftszweig, steckt in der Krise. Die Weber stellen noch Stoffe in Heimarbeit am Handwebstuhl her, während in England schon mechanische Webstühle eingesetzt werden, die bessere Ware schneller und billiger produzieren. Um gegen diese Konkurrenz bestehen zu können, versuchen die Fabrikanten die Löhne möglichst niedrig zu halten. Die Weberfamilien arbeiten immer härter und können von dem kargen Verdienst dennoch kaum leben. Anfang Juni 1844 treibt sie die blanke Not schließlich in einen Aufstand, der jedoch von Soldaten der Regierung blutig niedergeschlagen wird. Hauptmanns sozialkritisches Drama "Die Weber", das sich sehr stark an den historischen Ereignissen orientiert, wurde nach seiner Veröffentlichung erst einmal von der Zensur verboten. Hauptmann stellt die Not der Weber drastisch dar und wendet sich vehement gegen Unternehmer, die nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten handeln und dabei die Menschen aus dem Auge verlieren. Das Stück ist über 100 Jahre alt, doch überraschend aktuell in Zeiten der Globalisierung, in denen wieder Fragen um Konkurrenzkampf und die soziale Verantwortung von Unternehmern diskutiert werden.
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