Gerhard Schröder will Kanzler werden, das weiß jeder - und jeder auch, dass er das geschaft hat. Henning Venske wußte dies schon länger - viel länger als Schröder selbst und war sich so sicher, daß er schon einmal das Tagebuch des Kandidaten führte, die Monate vor der Kanzlerschaft einmal Revue passieren läßt.
Das Buch ist eine wirklich gelungene Satire, die dem Bundeskanzler sicher eher schmeicheln kann als ihn beleidigt. Und alle kommen sie vor, alle kriegen sie ihr Fett weg. Ob Hillu und dann Doris, ob Oskar oder Rudolf - Papier sagt nichts weiter und so schreibt "Gerhard Schröder" schonungslos auf, was er denkt. Und so finden sich in dem Buch Ereignisse wieder, die geradezu eine kleine satirische Chronik der SPD in den Jahren 1994 bis 1998 darstellt. Bissige Kommentare, gelungene Wortspiele, phantastische Metaphern. Der Schauspieler, Regissieur und Journalist Henning Venske hat eine der besten Satiren der vergangenen Jahre hingelegt. Ein ideales "Taschenbuch", welches Bus- und Bahnfahrten, Zeiten im Wartezimmer oder langweilige Vorlesungen im Fluge vergehen läßt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)