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Gerhard Richter, Maler
 
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Gerhard Richter, Maler [Gebundene Ausgabe]

Dietmar Elger
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (26. September 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832158480
  • ISBN-13: 978-3832158484
  • Größe und/oder Gewicht: 25,1 x 17,7 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 886.163 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 14.11.2002
Nichts geringeres als eine "umfassende Geschichte der deutschen Kunst der letzten fünfzig Jahre" legt Dietmar Elger mit seiner Biografie des Malers Gerhard Richter nach Ansicht von Christoph Heinrich vor. Zwar beginnt die Biografie Richters, für den Rezensenten einer "unserer produktivsten und wandelbarsten" Künstler, seines Erachtens ziemlich schwach, wird dann aber "richtig lesenswert". Elger, seit 18 Jahren in engem Kontakt dem Künstler, gelingt nicht nur eine "kenntnisreiche Darstellung" von Richters Entwicklung, sondern zugleich ein Who's who der deutschen Kunstszene nach 1945, lobt Heinrich. Er hebt hervor, dass Elger respektvolle Distanz zu seinem Gegenstand bewahre. Gegen Peter Winters "furiosen Verriss" des Buches in der FAZ, die in dem Vorwurf gipfelt, Elger habe lediglich eine "Untersuchung nach Aktenlage" vorgelegt, nimmt Heinrich den Autor in ausdrücklich Schutz. Elger liefere mehr, er analysiere die Hauptwerke, diskutiere Sekundärliteratur, sammle Stimmen zur Rezeption, und veröffentliche stille Überlegungen des Künstlers. Richter und das um ihn versammelte Personal bleiben dabei allerdings etwas blass und blutleer, hält Heinrich fest und fragt sich, ob im vorliegenden Fall eine überschaubar gegliederte Untersuchung zu einzelnen Aspekten dem Stoff nicht angemessener gewesen wäre. Doch auch wenn das Buch keine packende Lebensgeschichte sei, lese man es mit dennoch mit großem Gewinn.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Gerhard Richter, geboren 1932, gilt heute weltweit als einer der einflussreichsten internationalen Künstler. In den vergangenen vierzig Jahren ist ein Werk entstanden, das seine herausragende aktuelle Position aus dem Dialog der Malerei mit dem mechanischen Reproduktionsmedium der Fotografie gewonnen hat. Die für sein Œuvre charakteristische thematische Vielfalt und der stilistische Bruch erwiesen sich dabei nicht als Widerspruch, sondern lediglich als Wechsel des Blickpunktes bei dem Versuch, so Richter, sich ein Bild von dieser Welt zu machen.

Während zahlreiche Kritiker die Malerei von Gerhard Richter als ein »Werk ohne Autor« charakterisiert haben, worin der Künstler sie durch sein beharrliches Leugnen jeglicher privater Einflüsse auf seine Arbeit bestärkt hat, gelingt Dietmar Elger durch den Rückbezug auf die Biografie Gerhard Richters eine neue Sicht auf das Werk: mit überraschenden Interpretationen für viele bekannte Bilder. Für seine Darstellung hat der Autor nicht nur das publizierte Material zu Gerhard Richter ausgewertet, er erhielt auch uneingeschränkten Zugang zum Archiv und dem gesamten Schriftverkehr im Atelier des Künstlers. Vor allem aber sind in das Buch die Ergebnisse ausführlicher Gespräche mit dem Künstler sowie mehreren Zeitzeugen eingegangen. Die erste authentische Biografie eines der international bedeutendsten Maler der Gegenwart


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kritikversuch 7. August 2009
Format:Broschiert
Ich habe das Buch Gerhard Richter, Maler mit großer Begeisterung gelesen.
Es ist eine sehr schlüssige Beschreibung der Entstehung von Gerhard Richters Werk, Informationen über Galeristen und Kunstmarktgeschehen die im Zusammenhang mit Richters Entwicklung stehen sind zahlreich und es macht Spaß dieses Buch zu lesen. Das Buch wurde in der SZ und FAZ eher negativ bewertet. Es wird einerseits für seinen Informationsgehalt gelobt, dennoch wird Dietmar Elgers unterstellt zu sehr im Dienste von Richter geschrieben zu haben. Elgers wird vorgeworfen Richters Werk wie ein Archivar aufbereitet zuhaben, er hätte zu wenig eigenständige Recherche (in Richters Umfeld z.B.), zu wenig Diskussion der Rezeptionsgeschichte, zu wenig kritische Stellungnahme in dieses Buch eingebracht.

Die Biographie wird von der Behauptung voran getrieben, das Richters Auswahl an photographischen Malvorlagen und Farbigkeiten in seinen Abstrakten weniger beliebig ist als bisher behauptet und das in seinem Werk ein persönliches Narrativ zufinden ist.
Dies irritiert und hält somit das Interesse denn das Unpersönliche ist eigentlich wesentlicher Bestandteil von Richters Malereiprojekt. Die Neugierde wird leider nicht besonders befriedigt, persönliche Information sind zwar zahlreich jedoch sehr oberflächlich abgehandelt.
Man folgt sozusagen einem uneingelösten Versprechen, was mich amüsiert hat, weil sich Richters Bilder wie ich finde ähnlich verhalten. Bei Richters Bildern bleibt alles an der Oberfläche, Inhalt wird nur zitiert aber nie kommentiert. An die Spitze treibt er dies mit den Bildern des RAF - Zyklus, auch wenn diese Bilder inhaltlich sehr stark aufgeladen sind beschäftigen sie sich doch in erster Linie mit Fragen von Präsentation und Repräsentation von Realität. Für Richter sind Bilder so lesen wir immer Modelle für Möglichkeiten von Realität, Photographie mit malerischen Mitteln. Ein gewisse didaktische Vorführgeste von Malerei als mediale Konstruktion ergibt sich daraus, und ist die große Leistung seines Werkes.
Interessanterweise geht es mir mit dem Buch so wie mit seinen Bildern, man hat das Gefühl vor etwas sehr Tiefem zu stehen ohne irgendeinen direkten Indiz dafür vorzufinden. Lässt man etwas aus, verweigert es, lässt es links liegen so wird es sich doch ganz von selbst seinen Raum nehmen, es ist so vielleicht der Grund warum man die Tiefe in Richters Bildern trotzdem spürt. So auch in Dieter Elgers Buch, durch das nicht ansprechen vieler Details (innerhalb seiner Liebesbeziehungen, wer nun sein eigentlicher Vater ist u.a.) bleiben sie als Fragen in diesem stehen und lassen das persönliche mehr spürbar werden ohne es zu beantworten.
So ist die Methode seiner Bilder in dem Buch 1:1 übersetzt ('deshalb sind gute Bilder unverständlich....!' S.344).Nicht umsonst ist dies die einzig authorisierte Biographie.
Das persönliche Narrativ kann in jedem Werk erkannt werden, die Frage ist ob es relevant ist, manchmal trägt dieser Blickwinkel zum Verständnis bei und dies ist auf sehr irritierende Art und Weise in diesem Buch gelungen.
Und so bleibt es auch offen ob die Erfolgsgeschichte eine Erfolgsgeschichte ist, es gibt kleine Hinweise wo Zweifel aufkommen, z.B. die Gemeinschaftsausstellung mit Baselitz wo keine Kommunikation, kein neuer Versuch, keine Reibung stattfindet, man ahnt eine gewisse Unzulänglichkeit sich dem unkontrollierbaren malerischen Prozess wirklich zu stellen und zu scheitern. S.283".'....wie gesagt ein altes Problem, immer dann habe ich Unsinn hergestellt wenn ich malen wollte, was nichts anderes heißt, als das ich nicht malen kann....'"

Dieses Buch leistet einen guten Beitrag Richters Werk und "Werksentwickung" an sich zu verstehen.
Ich denke es ist ein Buch das zum Weiterdenken über Malerei sehr anregt letzten Endes hat Richter an einer bestimmten Stelle der Malerei einen großen Beitrag dazu geliefert.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Gerhard Richter ist eine der weltweit bekanntesten, aber auch einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Seit vierzig Jahren arbeitet er als Künstler und hat in dieser Zeit ein Werk geschaffen, das seine herausragende Position aus dem Dialog der Malerei mit dem mechanischen Reproduktionsmedium der Fotografie gewonnen hat.

"Nachdem es keine Priester und Philosophen mehr gibt," hat er einmal gesagt, "sind die Künstler die wichtigsten Leute auf der Welt." Das zeugt nicht nur von extremem Selbstbewusstsein, sondern weist auch hin auf seine Form der Kunst, die sich immer auch in die gesellschaftlichen Vorgänge einmischte, in dem er sie auf seine ganz besondere Art und mit seiner besonderen Technik reflektierte.

Das Projekt 18.Oktober 1977, in dem er in einem Bilderzyklus den Tod der RAF-Häftlinge in Stammheim bearbeitet hat, ist das in seiner Heimat Deutschland vielleicht wichtigste und auch umstrittenste Kunstwerk gewesen.

Im zehnten Kapitel des vorliegenden Buches geht der Richter-Biograph Dietmar Elger ausführlich auf dieses Projekt und die Reaktionen darauf ein. Elger unternimmt mit diesem schwergewichtigen Buch zum ersten Mal den Versuch einer biographisch orientierten Gesamtdarstellung des Lebens und Werkes von Gerhard Richter. Viele frühere Kritiker der Bilder Richters haben seine Malerei als ein "Werk ohne Autor" bezeichnet, was nicht immer unbedingt positiv gemeint war. Dadurch, dass der Künstler immer wieder jegliche privaten Einflüsse auf sein Werk konsequent geleugnet und abgestritten hat, wurden diese Kritiker bestätigt.

Dietmar Elger hingegen versucht in diesem lesenswerten und in das Leben und Werk Richters hervorragend einführenden Buch durch den Rückbezug auf die Biographie Richters einen neuen Blick auf seine Werke zu werfen und wartet mit durchaus überraschenden neuen Interpretationen für viele bekannte Bilder auf.

Elger ist mit dem Künstler seit 18 Jahren bekannt und konnte für sein Buch das umfangreiche Archiv Richters auswerten. Herausgekommen ist nicht weniger als eine umfassende Geschichte der deutschen Kunst der letzten fünfzig Jahre. Das allein macht das Buch schon lesenswert. Ob es nun allerdings, gegen den ausdrücklichen Hinweis des Künstlers, wirklich biographische Elemente in seiner Kunst gibt, kann Thema weiterer Fachbücher oder gar Dissertationen bleiben. Der Rezensent hält es dabei lieber mit Ulrich Greiner, der unlängst in der ZEIT gegen die mediengeile Spekulation zu Felde gezogen ist, die immer wieder historische und besonders zeitgenössische Werke von Schriftstellern mit Hinweisen aus der Biographie des Autors zu erklären versucht. Der einzige Hinweis, das einzige Datum, was uns ein Autor liefere und das für die Interpretation seines Werkes herangezogen werden sollte, sei das Werk selbst.
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