Der vorliegende, sehr großzügig aufgemachte Band bietet nicht nur einen hervorragenden Überblick über das abstrakte Bildwerk des wohl derzeit international berühmtesten deutschen Malers und Künstlers, Gerhard Richter, sondern durch drei einführende Aufsätze von Benjamin H.D. Buchloh über "Geste, Faktur, Index. Abstraktion in der Malerei", von Gregor Stemmrich über "Gerhard Richter - Abstraktion als Entgleisung" und Beate Söntgen über "Arbeit am Bild. Gerhard Richters Diskretion" eine auch für Laien verständliche Information und Einordnung von abstrakter Malerei einerseits und der besonderen Form von Gerhard Richters abstrakter Malerei andererseits.
Nach der ganzseitigen Dokumentation von Dutzenden von Bildern, die auf mich einen ganz eigenen Reiz und eine seltsame Anziehungskraft ausgeübt haben, schreibt der Herausgeber des repräsentativen Bandes Ulrich Wilmes am Ende des Buches über "Gerhard Richter - ein Moment in der Zeit. Zur Dokumentation von Zuständen bei der Entstehung Abstrakter Bilder" einen Aufsatz, der mir eigentlich zum ersten Mal deutlich gemacht hat, wie abstrakte Malerei entsteht und wie sie zu verstehen ist.
Der ganze Band leistet mit Texten und Abbildungen bei diesem Verständnis eine wertvolle Hilfestellung. Für Liebhaber der Kunst von Gerhard Richter ein unverzichtbares Buch.