Den Formen der etablierten Gesellschaft gerecht zu werden und parallel dazu das immerwährende Fernweh zu bedienen war nicht einfach. Dennoch reichte die Zeit für Bergtouren im Karakorum und dem Besuch von nomadisierenden Tuaregs in der südlichen Sahara. Mit den Jahren haben sich die Prioritäten verschoben, nicht mehr das Gelverdienen sondern die Vielfalt der Erde kennen zu lernen, stand im Vordergrund. Das Abenteuer Weltreise wurde gestartet. Zwei Jahre in einem Stück hat die Erdumrundung gedauert. Die Eindrücke waren gewaltig, die Grenzen verschoben sich weit hinter den Horizont. Das Denken in erweiterten Kategorien begann, eine neue Werteordnung etablierte sich langsam in meinem Kopf. Nicht mehr der Konsum stand im Vordergrund sondern der Wunsch nach Freiheit und ein Leben im Einklang unverfälschter Natur. Das habe ich in Argentinien gefunden. Seit fünf Jahren lebe ich am Rande der Kordilleren, zu meinen besten Nachbarn gehört eine Herde Pferde.