Georg Schramm spielt in einer eigenen Liga. War er im Fernsehen derjenige, für den sich "Scheibenwischer" auch mit einem immer mehr nachlassenden Dieter Hildebrandt lohnte, so ist er hier ganz sich selbst über- und auf die bestechliche und dumpf vor sich hin dümpelnde Gesellschaft losgelassen. Ein furioses Feuerwerk echten politischen Kabaretts. Und wenn er z.B. wieder und wieder darauf verweist, die von ihm erwähnten Zahlen über die Korruption im deutschen Gesundheitswesen seien lediglich Zitate aus Ermittlungsakten des Bundeskriminalamtes, bleibt einem das Lachen im Halse stecken.
Wenn er zu Beginn freundlich harmlos eine verblüffende Lösung für die Arbeitslosenthematik - die auf den ersten Blick ein wenig an Götz Werners Thesen zum Grundeinkommen erinnert - serviert und später darauf kommt, wie er die Kosten dabei unter Kontrolle zu halten gedenkt, kommt das schon einem zynischen, wenngleich vermutlich durchaus realistischen Schlag in die Magengrube gleich.
Oberstleutnant Sanftleben ist auch wieder mit von der Partie und das Thema , wo denn am besten die Verteidigung unseres Vaterlandes beginnen sollte, bringt nicht nur die Lachmuskeln in Gang.
Auch wenn das Ende für meinen Geschmack etwas sehr pessimistisch daher kommt, gibt es hier nur eine Wahl: Volle Punktzahl für zahlreich voll auf den Punkt gebrachte Themen!