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Georg II: König und Kurfürst
 
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Georg II: König und Kurfürst [Taschenbuch]

Mijndert Bertram
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 206 Seiten
  • Verlag: MatrixMedia; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932313070
  • ISBN-13: 978-3932313073
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 907.079 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurzbeschreibung

Georg II. (1683-1760), König von Großbritannien und Irland sowie Kurfürst von Hannover und Erzschatzmeister des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation - dieses Buch gibt ein vielseitiges Porträt des Herrschers vor dem Hintergrund seiner Zeit.
Mit der 'Bill of Rights' wurde 1689 die protestantische Thronfolge in England gesetzlich verankert. 1701 legte dann der 'Act of Settlement' die Sukzession des Hauses Hannover fest. Aufgrund dieser staatsrechtlichen Bestimmungen herrschten von 1714 bis 1837 fünf welfische Könige in Personalunion nicht nur über ihre deutschen Stammlande Hannover, sondern auch über das britische Weltreich. Keinem anderen von ihnen wurde ein derart grandioses Denkmal gesetzt wie Georg II. - gemeint ist die Universität Göttingen, die, unter seiner Ägide gegründet und rasch zu einer der angesehendsten Hochschulen Europas aufgestiegen, noch heute seinen Namen trägt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Portrait eines unbekannten Monarchen, 8. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Georg II: König und Kurfürst (Taschenbuch)
Nur Wenigen dürfte der englische König Georg II. (1683-1760; regierte seit 1727), der zugleich Kurfürst seines Stammlandes Hannover war, etwas sagen. Da auch die englischsprachige Literatur zu diesem Monarchen spärlich und zumeist nicht mehr ganz aktuell ist und es von deutscher Seite praktisch überhaupt keine größere wissenschaftliche Arbeit über Leben und Leistung Georgs II. gibt, so ist es sehr erfreulich, dass mit diesem Buch der Versuch gemacht wurde, diese Lücke zu füllen.
Gut nachvollziehbar beleuchtet hier der Autor die verschiedenen Stationen im Leben des Königs und geht, wie man es bei einer Biografie nicht anders erwartet, sehr oft und ausführlich auf Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Privatleben des Monarchen ein. Bedeutsam wirken sich dabei vor allem die innerfamiliären Konflikte aus, die Georg zuerst mit seinem Vater, später mit seinem ältesten Sohn austrug.
Doch neben dem biografischen Element kommen bei Bertram auch strukturgeschichtliche Aspekte, insbesondere was Verwaltung und Innenpolitik Großbritanniens bzw. Hannovers betrifft, zur Erwähnung. Zu Beginn des Buches wird ebenfalls ein kurzer Abriss des bisherigen Forschungsstandes zu Georg nicht vergessen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich eine Beschäftigung mit Georg II. auf jeden Fall lohnt, zumal Großbritannien während seiner Regierung zur Weltmacht aufstieg, und dass das vorliegende Werk mit seinem knappen Umfang (ca. 200 Seiten Text) auch dem Nicht-Historiker eine durchaus aufschlussreiche Perspektive eröffnet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herrscher von Großbritannien und Hannover, 19. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Georg II: König und Kurfürst (Taschenbuch)
Erstmals unternimmt es ein Autor, das Leben König Georgs II. von Großbritannien und Irland, als Georg August Kurfürst von Hannover, in gleicher Weise vor britischem und deutschem Hintergrund zu schildern. Zugleich wird versucht, die Person des Herrschers auch als Mensch deutlich werden zu lassen und „auf diese Weise zu einer ganzheitlichen Lebensbeschreibung Georg II. zu gelangen". Damit unterscheidet sich die Publikation wesentlich nicht allein von der älteren britischen Histographie, die den König vor allem als „Landfremden" und wenig geeigneten Throninhaber schilderte, sondern auch von der bisherigen deutschen Literatur, in der Georg II. meist nur wenig Beachtung fand.
Dabei umfasst die Regierungszeit Georgs mit den Jahren 1727-1760 ein äußerst interessantes Menschenalter, in dem sich die Grundlagen für das britische Kolonialreich herausbildeten und in dem das überkommene Heilige Römische Reich mit Beginn der Schlesischen Kriege durch den preußisch-österreichischen Antagonismus gespalten wurde.
Die frühe Trennung von seiner Mutter, der verfemten „Prinzessin von Ahlden", das stets gespannte Verhältnis zu seinem Vater mögen manche Eigenheiten des Königs erklären, nicht zuletzt sein Verhältnis zu Frauen und sein Mätressenwesen.
Die gegensätzlichen Verfassungen in Hannover und London, die unterschiedliche Stellung des Monarchen in beiden Ländern, erforderten jeweils verschiedene Verhaltensweisen, die vom Herrscher letztlich in adäquater Weise an den Tag gelegt wurden. So gelang es einerseits, für England endgültig die protestantische Erbfolge zu sichern und Schottland zu befrieden. Anderseits fallen im Kurfürstentum die Gründung der Universität Göttingen und des Landgestüts in Celle in die Regierungszeit Georgs II. Gefühlsmäßig stark mit seinem Stammland Hannover verbunden, war sich Georg doch stets bewusst, dass Großbritannien für ihn und sein haus ungleich wichtiger war. Unter seiner Herrschaft geriet das Kurfürstentum Hannover zunehmend ins britische Fahrwasser und stellte sich im Siebenjährigen Krieg im englischen Interesse auf Seiten seines norddeutschen Konkurrenten Preußen.
Der Autor berichtet dieses Geschehen anhand zahlreicher Episoden und tagtäglicher Ereignisse. Ausdrücklich fühlt er sich einer erzählenden Geschichtsschreibung verpflichtet, die wissenschaftlichen Anspruch mit einer lebendigen Darstellung verbindet und bei der die handelnden Personen in den Mittelpunkt rücken.
Entstanden ist dabei eine überaus gut lesbare Abhandlung, die sich bewusst nicht allein an den Fachhistoriker wendet.
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