Ein Buch, das ich mit viel Vergnügen gelesen habe.
Gunnar Decker scheint mir von Heym ein literarisches Objekt zu machen. Es steht zwar "Essay" unter dem Titel, aber das Buch ist an manchen Stellen dem Roman sehr nahe. Was ich an sich nicht schlimm finde, ganz im Gegenteil. Es macht die Lektüre ja nur angenehmer.
Dies bildet aber für mich gleichzeitig das Negative an anderen Stellen. Ab Mitte des Buches ungefähr werden immer weniger Fakten erwähnt, sondern es wird lyrisch abstrahiert, was mir persönlich weder interessiert noch was gebracht hat. Zu diesem Zweck kann der Autor ja einen Roman veröffentlichen.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor kein "biographischer Essay" schreibt, sondern eine Biographie Heyms. Es scheint mir nämlich noch eine Lücke im der Forschung zu präsentieren.
Wirklich schade, weil es nicht viel fehlte, um diese Lücke zu füllen.