Mathematik - dachte ich zunächst, die unrühmlichen Episoden aus meinem Schülerleben plastisch vor Augen, das Buch muss doch vor Trockenheit zu Staub zerfallen, wenn Du es es aus dem Regal ziehst. Nach einer Stunde schmökern, blättern, lesen, querlesen meinte eine nicht mehr ganz so freundliche Dame, dass es mir freistünde, das Buch auch käuflich zu erwerben, um es dann zuhause fertig zu lesen.
Gerade hatte ich verstanden, dass es nicht nur eine Unendlichkeit gibt, zumindest mathematisch und traute mir das Kapitel ueber Infinitesimalrechnung zu, da ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, dass mir jemand mathematische Grundbegriffe verständlich machen kann, ohne mit dummer populärwissenschaftlicher Phrasendrescherei zu hantieren, als diese jähe Unterbrechung geschah. Von Trockenheit keine Spur.
Mittlerweile ist das Buch der ständige Begleiter auf Zugfahrten, in Pausen oder statt langweiligem "Hart aber fair" Fernsehen. Ich weiss, dass es es bei mir nicht zum Mathematiker langen wird, dass es mir nicht möglich sein wird, dass was ich da im Text jetzt für mich verstanden hier erklärend darzulegen - aber ich spüre wie mein Fassungsvermögen für derartige Erkenntistheorie steigt.
Mathe-Fans werden diese Buch ohnehin lesen. Das was ich sagen möchte ist: Ihr anderen "Mathe-Nullen" (oder bin ich die einzige) lest dieses Buch und ihr werdet sehen, dass es keine "Mathe-Nullen" gibt.