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Das gilt auch für den Hauptautor Neil Johnson, der es mit wenigen Worten schafft, entscheidende Grundprinzipien und -ideen zu vermitteln. Sein oberstes Ziel besteht erklärtermaßen darin, dem Novizen beizubringen, wie ein Fotograf zu denken und zu beobachten und mit Geduld und Kreativität ans Werk zu gehen. Demzufolge ist -- nach einer kurzen technischen Einleitung über Kameras, Objektive und Filme -- ein großer Teil des Buchs der fotografischen Praxis gewidmet, insbesondere die Bildgestaltung nimmt viel Raum ein. Ausführliche Tipps und Tricks von Johnsons Kollegen und anschauliche Fotobeispiele spornen so zu eigenen Experimenten an. Auch wenn sich die Vorliebe der Autoren für Spiegelreflexkameras nicht übersehen lässt, widmen sie doch zumindest einige Seiten der Digitalfotografie. Ein zweiseitiges Glossar erklärt zum Schluss noch die wichtigsten Begriffe von Blende über ISO bis Pixel.
Wer sich nach dieser Lektüre weiter an das Thema Profifotografie heranzoomen will, kann zu den in ähnlicher Aufmachung erschienenen Büchern Der große Fotoguide. Geheimnisse der Profi-Fotografie, Der große Fotoguide. Landschaftsaufnahmen und Der große Fotoguide. Porträts & Menschen und somit zu den Sternen am Fotografenhimmel greifen. --Peter Fahrenholz
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Die unendliche Vielfalt heutiger Aufnahmegeräte und die derzeit aufgrund digitaler Möglichkeiten ausgenommen als „boomend" zu bezeichnende Fotografierlust zeigen, dass dieses Vergnügen wie kaum eine andere Ausdruckskunst um sich greift. Nun ist die Kunst allerdings nicht überall erkennbar, obwohl doch nur ein paar Kleinigkeiten zu berücksichtigen wären, um aus einem langweiligen Knipsbild eine schön gestaltete Aufnahme werden zu lassen. Der bekannte National-Geographic-Fotograf Neil Johnson hilft hier mit seinem kleinen Lehrbüchlein weiter.
Mit einfachen Worten und insbesondere eindeutigen und klaren Beispielen weckt er die Lust, sich mit dem Vergnügen Fotografie zu befassen. Er erklärt knapp die unterschiedlichen Kameras und erleichtert damit schon einmal die Entscheidung, welches Aufnahmegerät man sich als „Beginner" zulegen sollte. Ein bisschen was zur Filmauswahl, ein paar knackige Aussagen zu den Objektiven und schon wird er ganz konkret bildgestalterisch.
Mir gefällt, wie kurz er die Wirkung von Blenden auf die Tiefenschärfe aufzeigt, denn damit hat er auch gleich schon Beispiele von Bildgestaltung vermittelt. Auch die wirklich wenigen Zeilen zu Licht oder Belichtungszeit sind gute Hinweise zum ausführlicheren und ebenfalls gut verständlichen Kapitel der Bildgestaltung. Ergänzt durch so genannte „Praxiserfahrungen" erfährt man so anhand von jeweils ein oder zwei Fotos superfix, wie das theoretisch Angedeutete dann hinterher aussieht. So lernt sich durch praktische Nachahmung vermutlich am schnellsten.
Ein Mini-Glossar fasst die wichtigsten Begriffe noch einmal zusammen und wer mehr zum Thema Fotografie lernen will, wird auf weiterführende Literatur hingewiesen. Das 80-seitige Büchlein erfüllt seinen Titel „Fotoguide für Einsteiger" (und -innen!) gut und ist zu diesem Zweck nur zu empfehlen. Kürzer geht's nicht.
© 07/2003 Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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