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Geografie der Angst
 
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Geografie der Angst [Taschenbuch]

Anja Snellman , Angela Plöger
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: btb Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442724716
  • ISBN-13: 978-3442724710
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,8 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 389.946 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

An einem Sommertag werden auf einer kleinen Insel vor Helsinki sechs Frauen tot aufgefunden. Wenig später entdecken Suchhunde die übel zugerichteten Leichen von sieben Männern, die auf der Insel begraben wurden. Das Land ist schockiert. Die Ermittlungen der Polizei gestalten sich als schwierig. Selbst ausländische Nachrichtensender berichten über die geheimnisvollen Vorgänge, die sich rund um das Mitternachtsinstitut, das nördlichste Institut für Frauenforschung, zugetragen haben. Doch den wahren Hintergrund der Todesfälle kennt nur eine. Sie überlebte, weil sie seelisch und körperlich auf Distanz gegangen war. Doch sie erinnert sich sehr gut – sowohl an den Kosmos der Angst, der ihr eigenes Leben bestimmte, als auch an den Kursus an der Universität, der ihrer aller Wut in Handlungsimpulse verwandeln sollte und in einer Katastrophe endete ... Ein Frauenkrimi, der in Skandinavien Furore machte und so spannend wie provozierend ist. Es handelt von einer kleinen Gruppe von Frauen, die sich an einem Institut für Frauenforschung zusammenfinden, um sich nicht nur von traditionellen Geschlechterrollen zu lösen, sondern der Gewalt gegen Frauen eine sehr konkrete Gewalt von Frauen entgegenzusetzen.

"Wie in allen lesenswerten Thrillern ist nicht die ‚Lösung' der springende Punkt, sondern all das, was unterwegs geschieht."
Hufudstadsbladet

"'Geografie der Angst' rekapituliert nicht nur die finnische Kriminalgeschichte aus feministischer Perspektive, sondern lotst die Leserinnen auch gekonnt an den Rand ihrer eigenen Ängste, an die Abgründe des Unterbewußtseins."
Etälä-Suomen Sanomat

"Ein Buch, das die lesende Bevölkerung mit solch einer Kraft anzusprechen vermag, muss etwas Außergewöhnliches an sich haben."
Salon Seudun Sanomat

Über den Autor

Anja Snellman (geb. 1954) ist eine der bekanntesten und sprachgewaltigsten Autorinnen Finnlands. Durch ihre unerschrockene Art, in ihren Romanen immer wieder Tabuthemen aufzugreifen und umzusetzen, hat sie sich einen Namen als kritische Chronistin einer ganzen Generation gemacht. Jedes ihrer Bücher provozierte heftige Reaktionen innerhalb der finnischen Gesellschaft und führte zu weitreichenden Diskussionen über gesellschaftliche Werte, die Rolle des einzelnen in der Gemeinschaft, die Problematik von Geschlechterrollen und die Unvermeidlichkeit von Generationskonflikten. Snellman gilt inzwischen als Kultfigur innerhalb der literarischen Szene, ihre Bücher erzielen ausnahmslos hohe Auflagen, sie ist vielfach preisgekrönt. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit ist sie als Kolumnistin für verschiedene Zeitungen tätig und präsentiert eine eigene Literatursendung im Fernsehen. Snellman lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Käpylä, Helsinki.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weibliches Psychodrama 1. Juni 2003
Erstmal - ich bin ein Mann. Und zweitens finde ich dieses Buch brillant. Als ein psychologisch interessierter Mensch, hab ich das Buch zahllose Male zur Seite legen müssen, um darüber nachzudenken und zu trauern, was persönlichkeitsgestörte Menschen sich antun können. Das Buch erzählt die Geschichte und das Leben und Leiden einer jungen Frau in Zeitsprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Während der persönlichen Rückblicke entwickelt sich das Psychodrama der Selbstablehnung, das sich z.B. in zunehmenden Esstörungen zeigt. Ein Thema, das wohl viele Frauen, aber nicht nur Frauen kennen dürften. In ihrer tiefen Gefühlsangst ergreift sie immer wieder "Strohhalme" in Form von Beziehungen mit beziehungsunfähigen Männern - auch das bestärkt natürlich nur ihr inneres Muster. Und so findet sie im Laufe des Buches in einer Art Selbsthilfegruppe Leidensgefährtinnen (deren Leben ebenfalls in Rückblicken kurz dargestellt wird)durch die sie sich in eine fatale Richtung ziehen läßt. Traurig, tiefgehend und dadurch für mich ein wertvolles Buch weil es eben "dahinter" schaut.

Ein Buch für alle die sich nicht scheuen in den Spiegel zu sehen und sich ihre tiefen Ängste einzugestehen, die Menschen kritisch tiefgründig verstehen wollen und die dann hoffentlich zu einem anderen Schluß als im Buch kommen.

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wiele Worte wenig Tat 21. Februar 2002
"Geografie der Angst"! Interessanter Titel denk ich, als ich das Buch so im Regal stehen seh...herausgenommen, umgedreht reduziert sich der Inhalt in der Kurzbeschreibung auf einen grausigen Leichenfund 6 weiblicher und 7 männlicher Personen auf einer kleinen Insel in der Nähe von Helsinki. Für mich als Liebhaberin düsterer Romane klingt das irre verlockend. Keine Frage also, daß ich mich später daheim, mit dem aufgeschlagenen Buch im Bett sitzen sehe.
Aber wie ich da so sitze und lese stellt, sich mir bereits nach wenigen Seiten die Frage, was das Gelesene eigentlich mit dem Titel zu tun hat. Ich lese in ausschweifenden Worten von der Jugend der Erzählerin, ihren Vorlieben und Ängsten, von ihrem negativen Selbst-Männerbild und das sie, wie die der größte Teil der weiblichen Buchfiguren,unter massiven Eßstörungen leidet. Ferner lese ich mich durch seitenlange Ausführungen, warum sie Läuferin ist und später nicht mehr, warum sie Zahnärztin wurde usw. usf. Die komplette Biografie der Erzählerin wird zwar reichlich wortgewaltig, aber ermüdend langatmig, auf ettlichen Seiten dargelegt. Und nicht nur das: Auch die zahlloser Nebenfiguren *gähn*. Zur Auflockerung wird das Ganze ab und an durch irgendwie zusammenhangslos anmutende Rückblicke auf die Erlebnisse der Erzählerin innerhalb der Frauengruppe des Mitternachtsinstituts unterbrochen. Wenigstens kristallisiert er sich dabei heraus, der Zusammenhang zum Titel! Diese zahlreichen Gedankenspünge zwingen den Leser dazu, entweder konzentriert weiterzulesen oder einfach über dem Buch einzuschlafen.
Vergeblich hoffte ich auf kriminalistische Aspekte, die Titel und Kurzbeschreibung vermuten lasse. Die Autorin besitzt m. E. die Gabe wortreich und phantasievoll um das Hauptthema herzumzureden und so endet mein Eindruck damit, keinen Krimi oder Psychothriller gelesen zu haben, sondern ein Buch über radikale geistesgestörte Furien, die unter dem Deckmäntelchen eines feministischen Sminars, kombiniert mit exzessivem Genuß psychoaktiver Pilze, ihrer Wut und ihrem Realsadismus freien Lauf lassen.

Fazit: Das durchaus interessante Portenzial der Grundidee, des Romans konzentriert sich in seiner Ausarbeitung hauptsächlich auf die Gruppendynamik innerhalb der feministischen Frauengruppe des Mitternachtsinstituts. Freunde kriminalistischer Arbeit,wie ich es bin, kommen bei diesem Buch auf keinerlei Kosten sondern kämpfen sich in der Hoffnung interessantere Passagen zu lesen, müde durch einen Wust feministischer Sichtweisen. Es wäre sinnvoll bereits in der Kurzbeschreibung auf den feministischen Schwerpunkt des Buches hinzuweisen. Ich persönlich hätte es dann mit Sicherheit nicht gekauft!

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
schwere kost, ABER... 25. Juli 2002
Von Ein Kunde
dieses buch ist wirklich schwer vedaulich und sicher nicht als entspannende lektüre zu werten. nichtsdestotrotz kann ich es nur empfehlen. die beklemmende schilderung der geschichte der akteurinnen bis zum desaströsen finale schlägt einen in den bann und lässt einen bis zuletzt nicht mehr los. allerdings kann ich mir vorstellen, dass männer mit diesem buch ihre probleme haben könnten....
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