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Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche 35/2009: Die Welt im Jahr 1000. Heft und DVD
 
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Geo Epoche (mit DVD): Geo Epoche 35/2009: Die Welt im Jahr 1000. Heft und DVD [Broschiert]

Michael Schaper
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 186 Seiten
  • Verlag: Gruner + Jahr; Auflage: 1. Auflage (18. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357019888X
  • ISBN-13: 978-3570198889
  • Größe und/oder Gewicht: 27,4 x 21,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 283.063 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In vielen Kulturen rund um den Erdball lassen Herrscher und mächtige Adelige um das Jahr 1000 gewaltige Bauwerke errichten: Gotteshäuser wie in Speyer und Kairo, Festungen wie in Simbabwe oder - im mexikanischen Chichén Itzá - eine Pyramide, auf deren Gipfel blutige Rituale abgehalten werden. Die bedeutendsten Stätten hat die UNESCO zum "Erbe der Menschheit" erklärt - und der SWR in seiner Reportagereihe "Schätze der Welt" vorgestellt. GEO Epoche präsentiert eine Auswahl von acht Filmen. Sie porträtieren Orte, die für die Menschen am Ende des ersten Milleniums von einzigartiger Bedeutung waren.

Über den Autor

Peter-Matthias Gaede, geb. 1951 in Selters, Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen, ist Chefredakteur von GEO. Zahlreiche Auszeichnungen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Die Jubiläumsausgabe der Geo Epoche sollte man sich nicht entgehen lassen. Vorgestellt wird in diesem hochinformativen Magazin für Geschichte die Welt im Jahr 1000.
18 Text-Beiträge, die jeweils von vielen Bildern begleitet werden, zeigen die weltweiten Facetten der damaligen Zeit auf.
Zu Beginn kann man sich mittels eines bemerkenswerten Bildessays einen Eindruck über berühmte Bauwerke jener Zeit verschaffen.
Baumeister und Architekten der unterschiedlichsten Kulturen schufen um das Ende des ersten Millenniums gewaltige Festungswerke, himmelstürmende Kirchen, Paläste und Tempel.
Man erhält u.a. visuell einen Eindruck vom Speyerer Dom, vom Benediktinerkloster von Pomposa nahe der Po-Mündung, von der Abtei von Jumieges in der Normandie, von der Pyramide des Zauberers in Uxmál im Westen Yucatáns, von dem "Tempel der Jaguare" in Chichén Itza, von der Stadt Poeblo Bonita in Nordamerika, die in jenen Tagen ihre Blütezeit hatte, von dem Shiva-Heiligtum in der Nähe von Angkor Wat, von der "Eisernen Pagode" in Kaifeng, einem luxuriösen Landsitz eines Adeligen vor den Toren Heian-kyos, von verschiedenen Tempeln in Indien, vom Haus der Steine in Afrika, von der Sophienkathedrale in Nowgorod und anderen beeindruckenden Bauten mehr.

Ein interessanter Bericht über Otto III zeigt mit welchem Problem der damalige König von Deutschland und Italien und Kaiser des Römischen Reiches zu kämpfen hatte. Sein Ziel war es den Glanz und die Macht des Imperiums Romanum zu erneuern. Sein ehrgeiziges Projekt wurde allerdings von den Adeligen Roms abgelehnt, weil sie befürchteten, dass ihre Macht hierdurch geschmälert würde. Dr. Ralf Berhorst berichtet in seinem Essay über den Verlauf der Geschehnisse.
Man liest des Weiteren von der Schlacht von Hastings im Jahre 1066, dem Triumph der Nordmänner und dem Tod des letzten angelsächsischen Herrschers .
Al-Andalus ist ein Thema. Zur Sprache kommen Códoba, die Residenz des Kalifen von al Andalus, dem muslimischen Teil der Iberischen Halbinsel, die luxuriösen Paläste, mächtigen Gotteshäuser und Bibliotheken mit Hunderttausenden von Bänden.
Die Heere des Kalifats haben damals Barcelona, León und Santiago de Compostela erstürmt. Obgleich das Kalifat sehr mächtig war, zerbrach es aber nach dem Tod des Diktators kurz nach dem Jahrtausendwechsel aufgrund eines Bürgerkrieges.
Berichtet wird von unterschiedlichen Kalendersystemen in jener Zeit, vom Reich in Gana, dem damals mächtigsten Imperium südlich der Sahara, das durch den Handel mit Salz, Sklaven und Gold wohlhabend wurde, doch eines Tages islamische Invasoren anlockte.
Leif Erikson wird spannend thematisiert, der damals von seiner Heimat Grönland aus gen Westen fuhr und eine Küste entdeckte, die er "Vinland"( Weideland) nannte. Erikson war der erste Weiße, der lange vor Kolumbus Amerika erreichte.
Mit großem Interesse las ich den Bericht über Chichén Itzá, das ich als Studentin einst besucht habe. Es handelt sich dabei um die wohl prächtigste Stadt der Maya-Kultur inmitten des Dornbuschwaldes von Yucatán. Die Bewohner dieser Stadt glaubten an die Allmacht der Götter, insbesondere der gefiederten Schlange und brachten grausame Opfer, um diese zu besänftigen. Damals lebten etwa 500 000 Menschen in der Metropole,dessen Zentrum einen Ballspielplatz, prachtvolle Pyramiden, Tempel, Residenzen und Regierungsgebäude beherbergt.
Im Text liest man ausführlich von den Lebensgewohnheiten der Mayas in jenen Tagen und in diesem Zusammenhang von den vielen Menschenopfern, mit denen man den Göttern huldigte.
Die Stadt des "Falkenfürsten" hieß Cahokia. Sie war die erste Metropole Noramerikas, erschaffen gegen 1000 n. Chr, von Indianern auf einer Ebene am Mississippi. Die Architektur der Stadt spiegelte die gesellschaftliche Ordung wider. Der Tempelberg mit dem Fürstensitz überragte die auf niedrigeren, abgeflachten Pyramiden errichteten Häuser der Oberschicht und die ebenerdigen Hütten der Bauern und der Handwerker.
Gelungen ist der Bericht über das Rätsel der Steinköpfe der Osterinsel. Es erstaunt immer wieder zu welchen Leistungen Menschen in der Lage sind.
Man wird auch über das Kriegshandwerk in jener Zeit aufgeklärt, in der die Chinesen schon das Schwarzpulver benutzen und die Byzantiner bereits Flammenwerfer einsetzen. Mittels der Neuerungen Hufeisen und Steigbügel war es gepanzerten Reitern nun möglich über die Schlachtfelder Europas und Asiens zu stürmen.
Thematisiert werden kriegerische Mönche in Japan um 1000 n. Chr., die Song -Dynatie in China, die aus diesem Land die wohlhabendste und technisch fortschrittlichste Zivilisation ihrer Zeit machte.
Die Songs förderten besonders die Bildung und ersetzten die Macht des Militärs durch einen Beamtenstaat. Der Druck mit beweglichen Lettern wurde erfunden und es erschienen dort bereits Bücher in Millionenauflage.
Es folgt ein bemerkenswerter Bericht über den Universalgelehrten und größten Arzt seiner Zeit Avicenna. Dieser aus Buchara stammende Mann interessierte sich für Astronomie, Medizin, Literatur, Recht, Physik und Philosophie.
Einem Bericht über das geheimnisvolle Steppenreich der Juden in Südrussland und den Umbrüchen in der Landwirtschaft, auch in Europa damals folgt eine Darstellung der Bulgarenkriege von Byzanz. Konstantinopel, die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches besaß mehr Schätze, Gold und Reliquien als jede andere Stadt der Christenheit.
Die Bulgaren lehnen sich gegen die byzantinische Herrschaft immer wieder auf, doch 1012 besiegt der byzantinische Kaiser Basileios II. die Truppen des bulgarischen Herrschers Samuel.

Auf den letzten Seiten erhält man einen sehr guten chronologischen Überblick über die Zeitläufte.

Die beigefügte DVD visualisiert hervorragend die eloquenten Texte des Magazins.

Eine überaus gelungene Jubiläumsausgabe. Bravo
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zum Jubiläum etwas Neues 13. Dezember 2009
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Zum zehnjährigen Jubiläum der von mir sehr geschätzten Reihe GEO-Epoche wurde der Versuch unternommen, einmal ein geschichtliches Thema nicht diachron, sondern synchron zu definieren, indem die Mitarbeiter des Heftes der Frage nachgingen, wie die Welt im Jahre 1000 aussah. Die Wahl dieses Jahres mag ein wenig willkürlich und eurozentrisch erscheinen, denn für die nichtchristlichen Kulturen, die ihre eigenen Kalender hatten, hatte dieses Jahr keinerlei magisch-apokalyptische Bedeutung, doch entkräftigt sich dieser Einwand insofern als strenggenommen nicht genau dieses Jahr, sondern die Zeit um die Jahrtausendwende, großzügig angesetzt, den Fokus der Betrachtung abgibt.

Und die Ergebnisse, die diese Perspektive zutage fördert, sind alles andere als dazu angetan, eurozentrische Selbstbeweihräucherung zu zelebrieren, zeigen sie doch, welche argen Diskrepanzen in den zivilisatorischen Entwicklungen damals existierender Kulturen vorlagen, bei denen Europa unter den Schlußlichtern rangierte.

Ich möchte hier keine Bilder aufzählen oder beschreiben und auch nur einige der zahlreichen Artikel kurz herausgreifen: Am beeindruckendsten war für mich der sehr ausführliche Artikel von Jörg-Uwe Albig, in dem die zivilisatorischen Errungenschaften Chinas, u.a. der Buchdruck und die Industrialisierung, in den Blick genommen werden. Anstatt sich durch den Aufbau militärischer Macht gegen Feinde zu wappnen, verlegten sich die Chinesen der Song-Dynastie darauf, sich bei ihren Nachbarn den Frieden zu erkaufen, denn sie konnten es sich mühelos leisten.

Auch in Ralf Berhorsts Überblick über die Lebensgeschichte des Arztes Ibn Sina kommt deutlich zum Ausdruck, daß die muslimische Kultur jener Zeit in vielen Bereichen, vor allem denen der Astronomie und der Medizin, uns Europäern haushoch überlegen war.

In Berhorsts Schilderung des Kampfes des Kaisers des Römischen Reiches Ottos III. um eine Erneuerung des römischen Reichsgedankens wird demgegenüber an mehreren Stellen klar, wie rückschrittlich Wissenschaft, Technik und z.T. auch Kultur des westlichen Europas zu jener Zeit noch waren.

Das Heft nimmt noch viele weitere Kulturen in den Blick, etwa die Wikinger und ihre Entdeckung Nordamerikas, die indianische Kultur um Cahokia am Mississippi, die Mayakultur, das Goldland von Gana oder das chasarische Königreich der Juden zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, und schafft es so, politische Probleme und zivilisatorische Errungenschaften vieler, z.T. miteinander noch gänzlich unverbundener Kulturen kaleidoskopartig nebeneinanderzustellen. In vier kürzeren Artikeln werden sogar explizite, jedoch unsystematische Vergleiche angestellt, was die Zeitrechnung, die Erfindung der Schrift, Neuerungen in der Landwirtschaft und Entwicklungen im Kriegshandwerk angeht, und am Ende des Heftes gibt es nochmals einen zusammenfassenden globalen Überblick.

Der synchrone Ansatz hat also durchaus seinen Reiz und auch seinen Erkenntnisgewinn. Dennoch schwächelt diese Ausgabe im Vergleich zu anderen Heften in mancherlei Hinsicht. Zum einen geraten viele Artikel enttäuschend kurz, da man sich begreiflicherweise dafür entschieden hat, eine Vielzahl von Kulturen unter die Lupe zu nehmen. Dies hat aber Nachteile, wie beispielsweise in der Behandlung des ökologischen Niedergangs der Kultur auf den Osterinseln, da hier die Zusammenhänge nicht recht deutlich werden; in diesem Zusammenhang möchte ich auf die exzellente Darstellung dieses Themas durch Jared Diamond "Collapse. How Societies Choose to Fail or Succeed" verweisen.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die dem Heft beigefügte DVD, die ich nicht wirklich empfehlen möchte. Sie beschäftigt sich mit acht bedeutenden Bauwerken (in Kairo, Simbabwe, Chichén Itzá, Buchara, Thanjavur, Santiago de Compostela, Speyer und auf den Osterinseln), anhand deren sie auf die Errungenschaften der ihnen zugrunde liegenden Kulturen eingeht. Für meine Begriffe ist die Darstellung aber zu sehr auf die Bauwerke selbst beschränkt und gibt nur wenig eingängige Informationen über die Entwicklung besagter Kulturen preis. Flapsiger ausgedrückt: Es ging vielmehr um Steine als um Menschen.

Trotz dieser Mängel kann ich das Jubiläumsheft von GEO-Epoche allerdings empfehlen, wobei man wohl gut daran tut, es ohne die DVD zu kaufen.
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Wie immer bei GEO ein sauber strukturiertes, mit exzellenten Bildern ausgestattetes und höchst informatives Werk über eine geschichtliche Epoche, von der ich persönlich sehr wenig wusste.
Die DVD habe ich mir etwas anders vorgestellt, hier werden im Wesentlichen historische Bauwerke erläutert, trotzdem auch hier gut ins Bild gesetzt.
Im Ganzen ein Kauf, den ich auf keinen Fall bereue.
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