Die neunte Ausgabe der GEO-Epoche erschien im November 2002 und behandelt die Jahre von 1945 bis 1955. Auf 178 Seiten wird die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland beschrieben. Das Heft beinhaltet zahlreiche Bilder über zerstörte Städte, Hunger und Not im gewohnten Hochglanz-Stil und schließt lückenlos an Heft 17 "8. Mai 1945 - Das Kriegsende" an. Der Krieg ist verloren, Millionen Menschen sind auf der Flucht und das ehemalige Deutsche Reich unter den Siegermächten aufgeteilt. Viele kehrten inzwischen aus der Kriegsgefangenschaft heim und Konrad Adenauer wird als Vater der Sozialen Marktwirtschaft bezeichnet. Die Berichte hierzu werden aus Briefen und politischen Aufzeichnungen zusammengestellt.
Der neue Zustand ist aber auch eine Chance zum Neuanfang. Tagebuchartig werden die letzten Wochen des Krieges geschildert bis zur Potsdamer Konferenz. Ausführlich wird berichtet, wie Truman, Churchill und Stalin den Grundstein des Kalten Krieges legten. Ein weiteres großes Thema widmet sich dem so genannten Wirtschaftswunder, das den Aufschwung im Land bringt. Gerade fünf Jahre nach Kriegsende sind die Fabriken wieder ausgelastet und keiner denkt mehr an die vergangene Zeit. Niveaprodukte, VW Käfer und die Persil Werbung sind aus der Werbung nicht mehr wegzudenken und drücken den damaligen Lebensstil aus. Eine Zeittafel runden die Erinnerungen an die 50-er Jahre ab.
Sachlich und fundiert wird dieser Teil der deutschen Geschichte mal in einem anderen Licht als in den herkömmlichen Geschichtsbüchern dargestellt. Insgesamt ist dieses Magazin eine großartige Ergänzung für alle, die sich für Historisches interessieren.