Als Slim (JLo Jennifer Lopez, "The Cell", "U-Turn") ihren Ehemann Mitch (Bill Campbell, "Bram Stoker's Dracula", "The Rocketeer") wegen seiner Affaere konfrontiert, wird ihr Leben zur Hoelle. Von nun an sind nicht Worte sondern Schlaege das bevorzugte Mittel seiner Kommunikation. Slim sieht nur einen Ausweg und fluechtet mit ihrer Tochter Grace (Tessa Allen).
Doch diese Flucht scheint nur von kurzer Dauer. Ihr Mann leitet eine Sorgerechtsklage gegen seine Frau ein, gegen die sie keine Chance hat, denn ihr Mann nutzt seine Beziehungen innerhalb des korrupten Justizsystems. Zusaetzlich engagiert ihr Mann Auftrags-Killer gegen seine Frau.
Slims Situation erscheint ausweglos. Sie hat nichts mehr zu verlieren und ergreift die letzte Chance, auch wenn sie nur wenig Erfolg verspricht ...
Wirklich gut ...
sind saemtliche Nebendarsteller. Noah Wyle ("Emergency Room") spielt den ekelhaften, hinterhaeltigen Fiesling so ueberzeugend, dass seine Rolle so richtig zum Kotzen rueberkommt. So wie man mehr von Noah Wyle sehen moechte, trifft das auch auf Fred Ward ("Der Stoff, aus dem Helden sind/The Right Stuff", "Sweet Home Alabama") zu, der ein alter Hase im Schauspiel-Metier ist. Fred Ward spielt den Raben-Vater von Slim, und man bedauert, dass seine kuriose Rolle hier nur in so kurzen Einstellungen beleuchtet wird. In dem Rahmen der Glanzleistungen muessen auch Juliette Lewis ("Natural Born Killers") und Tessa Allen (Slims Tochter Grace) genannt werden. Undankbar ist die Rolle von Dan Futterman ("Shooting Fish"), der als "Freund und Helfer" von Slim "lieb und nett" spielen muss, wodurch er nicht weiter auffaellt; so sei er zumindest hier als guter Schauspieler erwaehnt.
Die Geschichte selbst ...
ist absolut in Ordnung. Es liegt in der Natur der Sache, dass einige Stellen nicht ganz glaubwuerdig sind, was aber nicht weiter stoert. Der Spannungsaufbau ist routiniert und erlaubt sich keine Fehler. Der Schwerpunkt dieses Films liegt nicht auf der Trainingsvorbereitung auf einen Kampf (wie z. B. "Rocky" oder "Karate Kid"), sondern auf dem Kennenlernen/der Familiengruendung und den Verfolgungen.
Professionelle Kritiker ...
verurteilen JLo als schlechte Schauspielerin. Ein solches Urteil ist absolut ungerechtfertigt und kann nicht im geringsten nachvollzogen werden. "Eventuell" faellt dem einen oder anderen auf, dass JLo in diesem Film nicht immer die 100 % herueberbringt.
Unstimmig ...
wirkt die Chemie zwischen JLo und Bill Campbell. Das koennte an Bill Campbell liegen, dem man einerseits das Hobby des Frauenverfuehrers nicht abnimmt, weil er zu wenig charmant spielt, und der andererseits die Rolle des Frauenschlaegers nicht boese genug spielt.
4 Sterne ...
Die hervorragenden Nebendarsteller heben den Film ueber einen 3-Sterne-Film. 4 Sterne sind eigentlich fuer diesen Film nicht ganz gerechtfertigt, aber nach dem Film hat man ein gutes Gefuehl, weil der boese Ehemann eins auf die Nase bekommen hat, und weil die Gerechtigkeit "ein bisschen" gewinnt.
Hier wird ein ernstes Thema behandelt, und es wird fuer eine abgeschwaechte Form von Selbstjustiz plaediert. Dieses ist zwar "politically not correct", aber wenn es diese Gerechtigkeit schon nicht in der Wirklichkeit gibt, dann ist es schoen, wenn es das wenigstens im Film gibt.
Die musikalische Untermahlung von Sheryl Crow hat mir so gut gefallen, dass ich empfehle, auch ein Ohr in den Soundtrack zu werfen. JLo ist natuerlich auch dabei.