Diese ist der zweite Band der Abenteuer der ersten Detektivin Botswanas, auch bekannt als die afrikanische Miss Marple. Sie hat gerade einen Heiratsantrag angenommen und befindet sich nun in den Vorbereitungen ihres kommenden Ehelebens. Doch die Arbeit gibt dafür keine Ruhe und so kommen wieder mehrere Fälle in diesem Buch auf sie zu um die sie sich kümmern muss. Da ist zum einen mal wieder ein untreuer Ehepartner, dem nachgespürt werden muss ein Routinefall, den Mma Ramotswes neue Assistentin übernimmt, die diesen Fall sehr schnell und geschickt auflöst, wobei diese Lösung sie allerdings vor ein ungewöhnliches moralisches Dilemma stellt.
Dann ist da noch die Sache mit der Amerikanerin, die ihren vor 10 Jahren in einer halbwissenschaftlich betreuten Kommune verschollenen Sohn sucht, was in diesem Fall der Fall ist, der Mma Ramotswe etwas mehr in Gefahr bringt, wenn auch nicht so in Gefahr, wie die präventiven Racheversuche der schlampigen Haushälterin ihres zukünftigen Mannes.
Dies würde sich allerdings sowieso als sehr schwierig erweisen, da Mma Ramotswe und ihr zukünftiger Ehemann einfach nur gute Menschen sind, die weder etwas wirklich Böses tun könnten, noch sich gegenseitig so etwas zutrauen. Hierbei stellt sich allerdings genau wie bei den Lösungen der beiden oben beschriebenen Fälle immer wieder die Frage, wie darf man als guter Mensch überhaupt handeln, um im Kampf gegen das Böse noch als gut gelten zu dürfen. Und dies ist eigentlich eine der Kernfragen, die dieses Buch durchzieht.
Weniger ein Krimi und mehr ein seicht-philosophischer Roman, der an das Gute im Menschen glaubt. Was manchmal auch dem verbissensten Zyniker gut tun dürfte.