Das ist also das letzte Werk eines der bedeutendsten und einflussreichsten Musiker in der Geschichte der modernen Musik. Ray Charles (1930-2004) passte in keine Schublade machte einfach genreübergreifende Musik - so drückt man es meinem Verständnis nach am besten aus. Er selbst verstand sich immer als "Gebrauchsmusiker". "Ich bin kein Bluesmusiker, ich kann Blues spielen. Ich bin kein Jazzmusiker, ich kann Jazz spielen,...nur dadurch habe ich so lange erfolgreich überlebt."- sagte er in diversen Interviews. Ein perfekter Musiker eben.
Dieses Album ist so besonders, weil es Ray zum Zeitpunkt der Aufnahmen gesundheitlich sehr schlecht ging. Wer seine früheren Werke kennt, wird dies schnell merken. Aber man sollte sich davon nicht abhalten lassen und nach mehrmaligem Hören, ist es genau diese Tatsache, die dieses Album so bemerkenswert macht. Die erste Strophe von "Sorry Seems To Be The Hardest Word" mit Elton John ist noch nie so glaubwürdig gecovert worden wie hier. Solche Momente erinnern mich daran, was Bill Cosby über RC sagte: "He sings the songs, as the songwriter would want you to feel it." Wenn er sang, hörte und spürte man die Musik.