Musik die zum Motorradfahren passt kann vielseitig sein, dass liegt wohl vor allem am Anspruch oder Musikgeschmack des Fahrers. Anregung für diese Art von Musik kann man sich z.B. neben den traditionellen Bikertreffen natürlich auch aus diversen, vor allem amerikanischen Kinofilmen (u. a. Easy Rider, The Wild Angels, Hells Angels On Wheels, Hells Angels 69, Run Angel Run, Hart am Limit, Cool as Ice, Long Way Round, Mit Herz und Hand, One Week - Das Abenteuer seines Lebens, Harley Davidson und der Marlboro-Mann, Born to Be Wild - Saumäßig Unterwegs) holen. Nach meiner Meinung passt Rock-, Country- und Bluesmusik am besten.
Mit der vorliegenden Ausgabe Biker Delights versucht man sich hier diesem Motto durch eine Mischung aus den Musikstilen Classic-Rock, Hard-Rock (CD 1), Southern-Rock und Blues-Rock (CD 2) zu nähern. Von den insgesamt 38 Titeln, handelt es sich hier um einen Querschnitt mit zum Teil bekannten Hits aus den 60er bis zu den 2000er Jahren.
Die nachfolgenden Titel sind meine Bikermusikfavoriten
auf CD 1: The Doobie Brothers - Listen To The Music, Little River Band - The Night Owls, Sniff'n The Tears - Driver's Seat, Free - All right Now, Ted Nugent - Car Scratch Fever , Golden Earring - Radar Love, Molly Hatchet - Flirtin' with Disaster, Journey - Be good to Yourself, Loverboy - Working for the Weekend, The Outlaws - Ghost Riders in the Sky (live), The Lovin' Spoonful- Summer In The City, Southern Pacific - Midnight Highway, die Ballade von The Byrds - Ballad of Easy Rider.
auf CD 2 : Gary Moore - Oh Pretty Woman, The Fabulous Thunderbirds - Tuff Enuff, The Gregg Allman Band - Demons, Buddy Guy - Mustang Sally, Ram Jam - Black Betty, George Thorogood & The Destroyers - Bad To The Bone, Johnny Winter - Rock And Roll, Hoochie Koo, Lynyrd Skynyrd - That Smell, Junior Wells - What My Mama Told Me (live), Dickey Betts & Great Southern - California Blues, Chicken Shack - Remington Ride, The Allman Brothers Band - Brothers Of The Road, Fleetwood Mac - Stop Messin' Around (wie man sie eher nicht kennt), Taj Mahal - Statesboro Blues und Nathan Cavaleri - Lou's Blues.
Bei folgenden Songs fährt man wohl eher aggressiver oder der Sozius fällt vom Motorrad, wenn der Fahrer sich erschrickt: Judas Priest - Freewheel Burning, Deep Purple - Highway Star, Heart - How Can I Refuse, Quiet Riot - Thunderbird und Moby Grape - Can't Be So Bad.
Natürlich ist eine solche Musikzusammenstellung wie immer, auch persönliche Geschmackssache. Vermisst habe ich aber Titel von folgenden Interpreten (Steppenwolf, Jimi Hendrix, The Seeds, The Eagles, Uriah Heep, Queen, Roger McGuinn, AC/DC, ZZ Top, Meat Loaf oder Jefferson Airplane). Aber aus lizenzrechtlichen Gründen sind viele Titel für einen Sampler einfach nicht zu haben. Ein Anspruch auf alle Bikermusik Klassiker auf nur zwei CDs kann hier niemand erwarten. Es gibt aber noch genügend andere Sampler auf dem Markt, die als Ergänzung dienen können.
Die Gesamtspieldauer wurde auf CD 1 mit 78:15 min. und bei der CD 2 mit 79:21 min. sehr gut ausgenutzt. Die Klangqualität der CDs ist klar, nicht übertrieben dynamisch oder zu sehr basslastig abgemischt. Das ist soweit o.k.
Die Ausgabe ist in einem Doppel Digipack aus Pappe verpackt. Informationen zu Interpret, Titel, Spieldauer, Texter, Produzent, Plattenfirma und Produktionsjahr findet man unterhalb der durchsichtigen CD-Halterung. Die CDs sind mit CD-Text ausgestattet.
Der Doppel-CD liegt ein 8 seitiges Booklet bei. Hier wird das passende Rezept - Chicken on Bud mit Cole Slaw - vorgestellt. Dieses Rezept stammt aus den USA der 40er Jahre, bei dem das Geflügel im Ganzen hochkant auf einer halb leer getrunkenen Bierdose (stilecht Original Budweiser) gesteckt wird und aufrecht gegrillt wird. Diese Methode sorgt dafür, dass das verdunstete Bier für eine Art Dampfgarung von innen und zum Ausgleich der Garzeitenunterschiede von außen erreicht wird.
Ein CD-Sampler der dem gestellten Thema weitestgehend gerecht wird. Die Musikauswahl ist bis auf wenige Ausnahmen durchaus gelungen. Daher kann ich den Sampler weiterempfehlen.