Movieman.de
Verfilmungen der Erzählungen mit Sherlock Holmes gab es schon zahlreiche, doch keine ist so originell wie "Genie & Schnauze", was daran liegt, dass der Mythos hier auf den Kopf gestellt und komplett umgedreht wird. Die Idee, dass Watson der geniale Kopf ist und Holmes nur ein treudoofer Schauspieler ist so einfach wie genial, sorgt jedoch für jede Menge subtilen Humors. Und daran krankt der Film wahrlich nicht, ist er doch für Holmesianer eine Goldgrube. Hinzu kommt, dass die Besetzung mit Michael Caine und Ben Kingsley absolut erlesen ist. Sie bringen die typische britische Noblesse, agieren aber mit einem Augenzwinkern. Dass es von diesem Film kein Sequel gab, ist eine echte Schande. Fazit: Herrliche Variation des Holmes-Mythos
Moviemans Kommentar zur DVD: Eine herrliche Komödie mit typisch britischer Zurückhaltung. Das Bild gefällt, der Ton ist ordentlich. Nur bei den Extras hätte man sich wenigstens den Trailer gewünscht.
Bild: Das Bild macht insgesamt einen recht guten Eindruck, ist aber natürlich nicht frei von Makel. Zuerst fällt auf, dass es sehr rauscharm ist, wobei die Schärfe ebenfalls fein gezeichnet ist. Bei 00:36:38 kann man z.B. sehr schön die Faserung des Stoffes von Holmes' Mantel sehen. Die Ränder sind sehr glatt, allerdings wurde hier auch mit dem Schärfefilter nachgeholfen (Doppelkonturen findet man bei 00:40:32; allerdings sind sie recht schwach ausgeprägt). Der Kontrast ist zumeist gut, nur in manchen Szenen wird es deutlich zu dunkel (01:04:58). Die Farben könnten etwas kräftiger sein. Die Kompression ist unauffällig, was wohl auch an der hohen Bitrate von durchschnittlich über 9mb liegt.
Ton: Die deutsche Sprachfassung klingt etwas arg steril, das Original kommt da weit homogener vor, wobei die Dialoge mehr in der Umgebung eingebettet sind. Erwähnenswert ist übrigens, dass Michael Caine hier nicht von seinem üblichen Sprecher Jürgen Thormann betreut worden ist.
Extras: An Bonusmaterial gibt es nur ein halbwegs amüsantes Filmquiz. --movieman.de
VideoMarkt
Sherlock Holmes hat es nie gegeben. Dr. Watson ist in Wirklichkeit das Superhirn und präsentiert den drittklassigen Schauspieler, Trinker und Schürzenjäger Reginald Kincaid der Öffentlichkeit als Sherlock Holmes. Als Watson seinen Strohmann nach einem seiner Exzesse entläßt, muß er feststellen, daß an der Wahrheit kein Interesse besteht und niemand dem "Assistenten" Watson einen Fall anvertrauen will. Kincaid wird reaktiviert und steht mehr oder weniger zufällig bei der Wiederbeschaffung gestohlener 5-Pfund-Druckplatten seinen Mann, mit denen Bösewicht Moriarty die britische Wirtschaft in den Ruin treiben will.
Video.de
Mit Michael Caine ("Zwei hinreißend verdorbene Schurken") und Ben Kingsley ("Gandhi") stehen zwei großartige Schauspieler im Mittelpunkt dieser britischen Kriminalkomödie um die legendären Romanhelden. Der Gegensatz der Charaktere, die amüsante Entweihung des Denkmals Holmes und vor allem die schauspielerischen Leistungen machen den Reiz dieser sorgfältigen und angenehm altmodischen Produktion aus, die - bereits in VW 14, 1990 vorgestellt -, inzwischen ihren Kinostart erlebt hat. Über weite Strecken fesselnde und witzige Unterhaltung, die nicht nur beim Familienpublikum bestens Anklang finden wird.
Blickpunkt: Film
Dr. Watson präsentiert einen drittklassigen Schauspieler als seinen fiktiven Sherlock Holmes, um einen Fall zu lösen. Mit den Oscar-Preisträgern Michael Caine und Ben Kingsley hervorragend besetztes Gaunerstück, das beim Familienpublikum bestens Anklang finden wird.
Kurzbeschreibung
Der Wahnsinn: den größten aller britischen Gentlemandetektive hat es nie gegeben. In Wahrheit hat sein Erfinder die Kriminalfälle selbst gelöst. Da eine Zeitung authentische Berichte veröffentlichen will, sucht das Superhirn dringend sein Original: Reginald Kincaid, seines Zeichens Schürzenjäger, Vollidiot, miserabler Theaterschauspieler, Trunkenbold und Einfaltspinsel höchsten Grades. Er soll den Dieb und die veschwundenen 5-Pfund-Noten finden, nach denen Lord Smithwick verzweifelt sucht. Desaster sind vorprogrammiert, heimtückische Pläne des hinterlistigen Professors Moriaty und die sensationell tölpelhafte Suche nach Indizien erschweren den komplizierten Fall.
Produktbeschreibungen
Der scharfsinnige Mediziner Dr. Watson schreibt im viktorianischen England für das Magazin "The Strand" Kriminalgeschichten. Um seine Reputation als Mediziner nicht aufs Spiel zu setzen, muss er dies natürlich unauffällig tun - er selbst tritt nicht in Erscheinung, sein Held, ein gewisser Sherlock Holmes hingegen, wird zu einer wahren Berühmtheit, die immer mehr Leser auch persönlich kennen lernen möchten.
Dr. Watson bleibt also nichts anderes übrig, als seinen Sherlock Holmes zum Leben zu erwecken ... und engagiert zu diesem Zwecke den Schauspieler Reginald Kincaid. Er hätte keine ungeschicktere Wahl treffe können: der überaus eitle Reginald ist ein talentloser Schmierenkomödiant, der nicht nur zu gerne zu tief ins Glas schaut sondern zudem auch ein rechter (wenn auch eher erfolgloser) Schürzenjäger ist! Als Sherlock Holmes respektive Reginald Kincaid sich weigert, sich an die Vorgaben seines Erfinders zu halten, beschließt Dr. Watson, den wieder einmal gut betrunkenen Schauspieler zu feuern. Genug der Maskerade, er, Dr. Watson, hat lange genug seine kriminalistischen Fähigkeiten vor der Welt versteckt! Doch niemand (auch nicht der Verleger von "The Strand") will sich mit dem Assistenten Dr. Watson des berühmten Detektivs Sherlock Holmes zufrieden geben! Denn wer interessiert sich schon für den Assistenten des Meisterdetektivs?
Und dann geschieht auch noch ein Jahrhundert-Verbrechen: die gut bewachten Druckplatten der Bank von England wurden über Nacht geraubt! Der Schatzkanzler Lord Smithwick bittet das Genie Sherlock Holmes um Hilfe, denn für Inspektor Lestrade von Scotland Yard ist dieser Fall ganz sicher eine Nummer zu groß. Dr. Watson