Genesis


Song-Bestseller von Genesis
Sortieren nach:
Topseller
1-10 of 518
Song Album  
30
30
30
30
30
30
30
30
30
30

Bilder von Genesis
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Biografie

GENESIS

Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen „Supergroup“, die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte. Bis heute sind 15 Studioalben und fünf Konzertmitschnitte sowie zwei Archiv-Boxen und eine Live-DVD von Genesis erschienen. Was indes bis dato in der Diskographie der Band fehlte, war eine umfassende ... Lesen Sie mehr

GENESIS

Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen „Supergroup“, die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte. Bis heute sind 15 Studioalben und fünf Konzertmitschnitte sowie zwei Archiv-Boxen und eine Live-DVD von Genesis erschienen. Was indes bis dato in der Diskographie der Band fehlte, war eine umfassende Retrospektive. Mit der 3-CD-Box „Platinum Collection“ und der DVD „The Video Show“ wird diese Lücke nun geschlossen.

Aber fangen wir ganz von vorne an. Tony Banks (key), Peter Gabriel (voc, fl), Mike Rutherford (b, g) und Anthony Phillips (g) besuchten in den 60ern das ehrwürdige Charterhouse-Internat in Godalming, Surrey. Hier komponierten die Teenager teilweise unabhängig voneinander erste Songs und spielten in zwei Schulbands, aus denen Anfang 1967 die erste Version von Genesis entstand. Am Schlagzeug saß zunächst Chris Stewart, der durch John Silver und später durch John Mayhew ersetzt wurde. Erster Manager wurde der ehemalige Charterhouse-Schüler Jonathan King, der kurz zuvor mit „Everyone Is Going To The Moon“ die britischen Charts erobert hatte. Er produzierte die ersten Demos, schlug den Bandnamen vor und brachte seine Zöglinge bei Decca Records unter. Anfang 1968 erschien die Debütsingle „The Silent Sun“, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Auch das erste Album „From Genesis To Revelation“ von 1969, das mit seinem kunstvollen, an die Moody Blues erinnernden Pop zumindest bei Kritikern angenehm auffiel, fand kaum Käufer. Das änderte sich erst als Genesis ins Profilager wechselten, verstärkt in Clubs und Universitäten auftraten und nach und nach ihren eigenen Stil fanden. Das im Oktober 1970 veröffentlichte zweite Album „Trespass“ präsentierte bereits jene überlangen, aus Pop-, Klassik-, Rock- und Folk-Elementen zusammengesetzten Songgespinste mit dramatischen Arrangements und exaltiertem Gesang, die die Band zur aufregendsten progressiven Art-Rock-Formation der frühen 70er Jahre machen sollte.

Nach „Trespass“, dessen herausragendster Titel „The Knife“ den Abschluss der „Platinum Collection“ markiert, verließen Phillips und Mayhew die Band. Für sie fand sich in dem einfallsreichen Gitarristen Steve Hackett und dem begabten Schlagzeuger Phil Collins mehr als nur adäquater Ersatz, was das im November 1971 erschienene Album „Nursery Cryme“ mit Klassikern wie „The Musical Box“ eindrucksvoll bestätigte. Zu dieser Zeit begann Peter Gabriel seine surrealen Songtexte und phantastischen Horrorgeschichten wie die vom Mädchen, das den Kopf des achtjährigen Henry mit einem Crockettschläger in die Musik-Box befördert, mit wechselnden Kostümen und Masken zu visualisieren. Ausgefeilte Lichteffekte und imposante Bühnenaufbauten trieben die angestrebte Fusion von Rockmusik und Theater weiter voran. Der Durchbruch gelang 1972 mit „Foxtrot“. Und das nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in den USA und auf dem Kontinent. In Italien etwa führte das Album, dessen zweite Seite das 22-minütige, hoch ambitionierte „Supper's Ready“ einnahm, monatelang die Charts an.

Mit „I Know What I Like“, ausgekoppelt aus der wohl besten britischen Art-Rock-LP der 70er, „Selling England By The Pound“, gaben Genesis 1973 endlich auch ihren Einstand in den britischen Singlecharts. Gleichwohl blieb das vorerst noch die Ausnahme, da Titel wie die stimmungsvoll arrangierten „Cinema Show“ und „Firth Of Fifth“ von ihrer Länge her jeden Singlerahmen sprengten. Das anschließende Doppelalbum „The Lamb Lies Down On Broadway“, das mit dem besonders hierzulande beliebten „Carpet Crawlers“ einen weiteren Klassiker enthielt, stellte Genesis endgültig in eine Reihe mit Bands wie Yes und Pink Floyd. Die von Peter Gabriel erdachte, kafkaeske Fabel über die Reise eines amerikanischen Subkultur-Helden in sein eigenes Gehirn, die die Gruppe 1975 in einer requisitenreichen Rock-Revue mit Filmen, Dias und gigantischen Lichtinstallationen auf die Bühne brachte, trieb das Konzept, die Zuhörer in eine Phantasiewelt zu entführen, endgültig auf die Spitze. Was sollte nach diesem Meisterwerk noch kommen?

Konsequenterweise verließ Peter Gabriel nach Abschluss der triumphalen Welttournee die Gruppe und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Während Fans und Kritiker noch das Ende der Gruppe prophezeiten, übernahm Phil Collins die Rolle des Frontmanns. Im März 1976 meldeten sich Genesis mit „A Trick Of The Tail“ zurück, das überraschenderweise alle Verkaufserfolge der Vorgängeralben übertraf. Anscheinend akzeptierten die Fans die neue Quartett-Konstellation, zumal das Album und der Nachfolger „Wind And Wuthering“ (1977) mit filigranen Klangspielen wie „Ripples“, „Los Endos“, „Your Own Special Way“ und „In That Quiet Earth“ an die Gabriel-Ära anknüpften. Auf der Bühne verzichtete Collins jedoch auf Gabriels Maskeraden. Stattdessen illuminierte die Band bei ihren Tourneen das musikalische Crescendo von „Afterglow“ mit der geballten Kraft von 48 Boeing-747-Landelichtern. Auch später traten Genesis immer mit außergewöhnlichen Lightshows an. Auf der alle Kassenrekorde brechenden Nordamerikatournee 1981/82 sorgte das revolutionäre „Varilite“ für unvergessliche Showmomente. Und 1992 waren Genesis die erste Stadionband, die majestätische High-Definition-Bildschirme, so genannte „Jumbotrons“, einsetzte.

Den endgültigen Bruch mit der Vergangenheit vollzogen Genesis nach dem Ausstieg von Steve Hackett, der mit „Voyage Of The Acolyte“ bereits 1975 ein Soloalbum veröffentlicht hatte. Das Resttrio schüttelte seine Progrock-Vergangenheit ab und präsentierte sich auf den Alben „And Then There Were Three“ (1978) und noch stärker auf den Topsellern „Duke“ (1980) und „Abacab“ (1981) als perfekte Pop-Rock-Band, die mit Melodien für Millionen wie „Many To Many“, „Follow You Follow Me“, „Turn It On Again“, „Duchess“, „Abacab“ und „Man On The Corner“ die internationalen Charts im Sturm eroberte. Und ein Ende der Hitserie war nicht in Sicht. Im Gegenteil: Mit jedem weiteren Album steigerte die Gruppe ihre kommerzielle Attraktivität. Vom 1983 veröffentlichten, schlicht „Genesis“ betitelten zwölften Werk, das Hits wie „Mama“ und „That's All“ enthielt, verkauften sich allein in den USA drei Millionen Exemplare. Eine noch höhere Millionenauflage erreichte „Invisible Touch“ (1986), das monatelang in den Top 10 der Billboard Charts residierte und fünf US-Top-Ten-Singles abwarf, darunter das Titelstück und „Land Of Confusion“. Das dazugehörige, von den Puppenspielern der britischen TV-Serie „Spitting Image“ produzierte Video gewann 1987 einen Grammy Award.

„We Can't Dance“, das 1991 nach einer längeren Pause erschien und mit über zehn Millionen verkauften Alben zum größten Erfolg der Band wurde, markierte die letzte Zusammenarbeit mit Phil Collins, der längst selbst zum Superstar avanciert war. Auf dem 1997 veröffentlichten, bislang letzten Genesis-Studioalbum „Calling All Stations“ präsentierten Mike Rutherford und Tony Banks mit Ray Wilson (Ex-Stiltskin) einen neuen Sänger und die Rückkehr zu rockigeren Klängen, was auch das Titelstück unterstreicht, das auf der ersten CD der „Platinum Collection“ enthalten ist.

Auf insgesamt 40 Songs lässt die sorgfältig kompilierte Kollektion die beispiellose Geschichte von Genesis von 1970 bis in die jüngste Vergangenheit Revue passieren. Neben allen Hits findet sich hier auch so mancher Album-Favorit, wobei über die Hälfte der Titel neu remixed wurde, was vor allem den Klasssikern aus den 70er und frühen 80er Jahren hörbar neuen musikalischen Glanz verleiht. Soundtechnisch auf der Höhe der Zeit - im brillanten 5.1. Surround Sound - präsentiert sich natürlich auch die 33 Clips umfassende DVD „The Videoshow“. Hier sind neben einem „Top Of The Pops“-Auftritt aus dem Jahr 1982 alle jemals für Singles produzierten Videos von Genesis vom ersten Hit „I Know What I Like“ bis zur sensationellen Reunion mit Peter Gabriel „The Carpet Crawlers 1999“ versammelt.

November 2004

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

GENESIS

Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen „Supergroup“, die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte. Bis heute sind 15 Studioalben und fünf Konzertmitschnitte sowie zwei Archiv-Boxen und eine Live-DVD von Genesis erschienen. Was indes bis dato in der Diskographie der Band fehlte, war eine umfassende Retrospektive. Mit der 3-CD-Box „Platinum Collection“ und der DVD „The Video Show“ wird diese Lücke nun geschlossen.

Aber fangen wir ganz von vorne an. Tony Banks (key), Peter Gabriel (voc, fl), Mike Rutherford (b, g) und Anthony Phillips (g) besuchten in den 60ern das ehrwürdige Charterhouse-Internat in Godalming, Surrey. Hier komponierten die Teenager teilweise unabhängig voneinander erste Songs und spielten in zwei Schulbands, aus denen Anfang 1967 die erste Version von Genesis entstand. Am Schlagzeug saß zunächst Chris Stewart, der durch John Silver und später durch John Mayhew ersetzt wurde. Erster Manager wurde der ehemalige Charterhouse-Schüler Jonathan King, der kurz zuvor mit „Everyone Is Going To The Moon“ die britischen Charts erobert hatte. Er produzierte die ersten Demos, schlug den Bandnamen vor und brachte seine Zöglinge bei Decca Records unter. Anfang 1968 erschien die Debütsingle „The Silent Sun“, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Auch das erste Album „From Genesis To Revelation“ von 1969, das mit seinem kunstvollen, an die Moody Blues erinnernden Pop zumindest bei Kritikern angenehm auffiel, fand kaum Käufer. Das änderte sich erst als Genesis ins Profilager wechselten, verstärkt in Clubs und Universitäten auftraten und nach und nach ihren eigenen Stil fanden. Das im Oktober 1970 veröffentlichte zweite Album „Trespass“ präsentierte bereits jene überlangen, aus Pop-, Klassik-, Rock- und Folk-Elementen zusammengesetzten Songgespinste mit dramatischen Arrangements und exaltiertem Gesang, die die Band zur aufregendsten progressiven Art-Rock-Formation der frühen 70er Jahre machen sollte.

Nach „Trespass“, dessen herausragendster Titel „The Knife“ den Abschluss der „Platinum Collection“ markiert, verließen Phillips und Mayhew die Band. Für sie fand sich in dem einfallsreichen Gitarristen Steve Hackett und dem begabten Schlagzeuger Phil Collins mehr als nur adäquater Ersatz, was das im November 1971 erschienene Album „Nursery Cryme“ mit Klassikern wie „The Musical Box“ eindrucksvoll bestätigte. Zu dieser Zeit begann Peter Gabriel seine surrealen Songtexte und phantastischen Horrorgeschichten wie die vom Mädchen, das den Kopf des achtjährigen Henry mit einem Crockettschläger in die Musik-Box befördert, mit wechselnden Kostümen und Masken zu visualisieren. Ausgefeilte Lichteffekte und imposante Bühnenaufbauten trieben die angestrebte Fusion von Rockmusik und Theater weiter voran. Der Durchbruch gelang 1972 mit „Foxtrot“. Und das nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in den USA und auf dem Kontinent. In Italien etwa führte das Album, dessen zweite Seite das 22-minütige, hoch ambitionierte „Supper's Ready“ einnahm, monatelang die Charts an.

Mit „I Know What I Like“, ausgekoppelt aus der wohl besten britischen Art-Rock-LP der 70er, „Selling England By The Pound“, gaben Genesis 1973 endlich auch ihren Einstand in den britischen Singlecharts. Gleichwohl blieb das vorerst noch die Ausnahme, da Titel wie die stimmungsvoll arrangierten „Cinema Show“ und „Firth Of Fifth“ von ihrer Länge her jeden Singlerahmen sprengten. Das anschließende Doppelalbum „The Lamb Lies Down On Broadway“, das mit dem besonders hierzulande beliebten „Carpet Crawlers“ einen weiteren Klassiker enthielt, stellte Genesis endgültig in eine Reihe mit Bands wie Yes und Pink Floyd. Die von Peter Gabriel erdachte, kafkaeske Fabel über die Reise eines amerikanischen Subkultur-Helden in sein eigenes Gehirn, die die Gruppe 1975 in einer requisitenreichen Rock-Revue mit Filmen, Dias und gigantischen Lichtinstallationen auf die Bühne brachte, trieb das Konzept, die Zuhörer in eine Phantasiewelt zu entführen, endgültig auf die Spitze. Was sollte nach diesem Meisterwerk noch kommen?

Konsequenterweise verließ Peter Gabriel nach Abschluss der triumphalen Welttournee die Gruppe und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Während Fans und Kritiker noch das Ende der Gruppe prophezeiten, übernahm Phil Collins die Rolle des Frontmanns. Im März 1976 meldeten sich Genesis mit „A Trick Of The Tail“ zurück, das überraschenderweise alle Verkaufserfolge der Vorgängeralben übertraf. Anscheinend akzeptierten die Fans die neue Quartett-Konstellation, zumal das Album und der Nachfolger „Wind And Wuthering“ (1977) mit filigranen Klangspielen wie „Ripples“, „Los Endos“, „Your Own Special Way“ und „In That Quiet Earth“ an die Gabriel-Ära anknüpften. Auf der Bühne verzichtete Collins jedoch auf Gabriels Maskeraden. Stattdessen illuminierte die Band bei ihren Tourneen das musikalische Crescendo von „Afterglow“ mit der geballten Kraft von 48 Boeing-747-Landelichtern. Auch später traten Genesis immer mit außergewöhnlichen Lightshows an. Auf der alle Kassenrekorde brechenden Nordamerikatournee 1981/82 sorgte das revolutionäre „Varilite“ für unvergessliche Showmomente. Und 1992 waren Genesis die erste Stadionband, die majestätische High-Definition-Bildschirme, so genannte „Jumbotrons“, einsetzte.

Den endgültigen Bruch mit der Vergangenheit vollzogen Genesis nach dem Ausstieg von Steve Hackett, der mit „Voyage Of The Acolyte“ bereits 1975 ein Soloalbum veröffentlicht hatte. Das Resttrio schüttelte seine Progrock-Vergangenheit ab und präsentierte sich auf den Alben „And Then There Were Three“ (1978) und noch stärker auf den Topsellern „Duke“ (1980) und „Abacab“ (1981) als perfekte Pop-Rock-Band, die mit Melodien für Millionen wie „Many To Many“, „Follow You Follow Me“, „Turn It On Again“, „Duchess“, „Abacab“ und „Man On The Corner“ die internationalen Charts im Sturm eroberte. Und ein Ende der Hitserie war nicht in Sicht. Im Gegenteil: Mit jedem weiteren Album steigerte die Gruppe ihre kommerzielle Attraktivität. Vom 1983 veröffentlichten, schlicht „Genesis“ betitelten zwölften Werk, das Hits wie „Mama“ und „That's All“ enthielt, verkauften sich allein in den USA drei Millionen Exemplare. Eine noch höhere Millionenauflage erreichte „Invisible Touch“ (1986), das monatelang in den Top 10 der Billboard Charts residierte und fünf US-Top-Ten-Singles abwarf, darunter das Titelstück und „Land Of Confusion“. Das dazugehörige, von den Puppenspielern der britischen TV-Serie „Spitting Image“ produzierte Video gewann 1987 einen Grammy Award.

„We Can't Dance“, das 1991 nach einer längeren Pause erschien und mit über zehn Millionen verkauften Alben zum größten Erfolg der Band wurde, markierte die letzte Zusammenarbeit mit Phil Collins, der längst selbst zum Superstar avanciert war. Auf dem 1997 veröffentlichten, bislang letzten Genesis-Studioalbum „Calling All Stations“ präsentierten Mike Rutherford und Tony Banks mit Ray Wilson (Ex-Stiltskin) einen neuen Sänger und die Rückkehr zu rockigeren Klängen, was auch das Titelstück unterstreicht, das auf der ersten CD der „Platinum Collection“ enthalten ist.

Auf insgesamt 40 Songs lässt die sorgfältig kompilierte Kollektion die beispiellose Geschichte von Genesis von 1970 bis in die jüngste Vergangenheit Revue passieren. Neben allen Hits findet sich hier auch so mancher Album-Favorit, wobei über die Hälfte der Titel neu remixed wurde, was vor allem den Klasssikern aus den 70er und frühen 80er Jahren hörbar neuen musikalischen Glanz verleiht. Soundtechnisch auf der Höhe der Zeit - im brillanten 5.1. Surround Sound - präsentiert sich natürlich auch die 33 Clips umfassende DVD „The Videoshow“. Hier sind neben einem „Top Of The Pops“-Auftritt aus dem Jahr 1982 alle jemals für Singles produzierten Videos von Genesis vom ersten Hit „I Know What I Like“ bis zur sensationellen Reunion mit Peter Gabriel „The Carpet Crawlers 1999“ versammelt.

November 2004

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

GENESIS

Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen „Supergroup“, die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte. Bis heute sind 15 Studioalben und fünf Konzertmitschnitte sowie zwei Archiv-Boxen und eine Live-DVD von Genesis erschienen. Was indes bis dato in der Diskographie der Band fehlte, war eine umfassende Retrospektive. Mit der 3-CD-Box „Platinum Collection“ und der DVD „The Video Show“ wird diese Lücke nun geschlossen.

Aber fangen wir ganz von vorne an. Tony Banks (key), Peter Gabriel (voc, fl), Mike Rutherford (b, g) und Anthony Phillips (g) besuchten in den 60ern das ehrwürdige Charterhouse-Internat in Godalming, Surrey. Hier komponierten die Teenager teilweise unabhängig voneinander erste Songs und spielten in zwei Schulbands, aus denen Anfang 1967 die erste Version von Genesis entstand. Am Schlagzeug saß zunächst Chris Stewart, der durch John Silver und später durch John Mayhew ersetzt wurde. Erster Manager wurde der ehemalige Charterhouse-Schüler Jonathan King, der kurz zuvor mit „Everyone Is Going To The Moon“ die britischen Charts erobert hatte. Er produzierte die ersten Demos, schlug den Bandnamen vor und brachte seine Zöglinge bei Decca Records unter. Anfang 1968 erschien die Debütsingle „The Silent Sun“, der jedoch kein Erfolg beschieden war. Auch das erste Album „From Genesis To Revelation“ von 1969, das mit seinem kunstvollen, an die Moody Blues erinnernden Pop zumindest bei Kritikern angenehm auffiel, fand kaum Käufer. Das änderte sich erst als Genesis ins Profilager wechselten, verstärkt in Clubs und Universitäten auftraten und nach und nach ihren eigenen Stil fanden. Das im Oktober 1970 veröffentlichte zweite Album „Trespass“ präsentierte bereits jene überlangen, aus Pop-, Klassik-, Rock- und Folk-Elementen zusammengesetzten Songgespinste mit dramatischen Arrangements und exaltiertem Gesang, die die Band zur aufregendsten progressiven Art-Rock-Formation der frühen 70er Jahre machen sollte.

Nach „Trespass“, dessen herausragendster Titel „The Knife“ den Abschluss der „Platinum Collection“ markiert, verließen Phillips und Mayhew die Band. Für sie fand sich in dem einfallsreichen Gitarristen Steve Hackett und dem begabten Schlagzeuger Phil Collins mehr als nur adäquater Ersatz, was das im November 1971 erschienene Album „Nursery Cryme“ mit Klassikern wie „The Musical Box“ eindrucksvoll bestätigte. Zu dieser Zeit begann Peter Gabriel seine surrealen Songtexte und phantastischen Horrorgeschichten wie die vom Mädchen, das den Kopf des achtjährigen Henry mit einem Crockettschläger in die Musik-Box befördert, mit wechselnden Kostümen und Masken zu visualisieren. Ausgefeilte Lichteffekte und imposante Bühnenaufbauten trieben die angestrebte Fusion von Rockmusik und Theater weiter voran. Der Durchbruch gelang 1972 mit „Foxtrot“. Und das nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in den USA und auf dem Kontinent. In Italien etwa führte das Album, dessen zweite Seite das 22-minütige, hoch ambitionierte „Supper's Ready“ einnahm, monatelang die Charts an.

Mit „I Know What I Like“, ausgekoppelt aus der wohl besten britischen Art-Rock-LP der 70er, „Selling England By The Pound“, gaben Genesis 1973 endlich auch ihren Einstand in den britischen Singlecharts. Gleichwohl blieb das vorerst noch die Ausnahme, da Titel wie die stimmungsvoll arrangierten „Cinema Show“ und „Firth Of Fifth“ von ihrer Länge her jeden Singlerahmen sprengten. Das anschließende Doppelalbum „The Lamb Lies Down On Broadway“, das mit dem besonders hierzulande beliebten „Carpet Crawlers“ einen weiteren Klassiker enthielt, stellte Genesis endgültig in eine Reihe mit Bands wie Yes und Pink Floyd. Die von Peter Gabriel erdachte, kafkaeske Fabel über die Reise eines amerikanischen Subkultur-Helden in sein eigenes Gehirn, die die Gruppe 1975 in einer requisitenreichen Rock-Revue mit Filmen, Dias und gigantischen Lichtinstallationen auf die Bühne brachte, trieb das Konzept, die Zuhörer in eine Phantasiewelt zu entführen, endgültig auf die Spitze. Was sollte nach diesem Meisterwerk noch kommen?

Konsequenterweise verließ Peter Gabriel nach Abschluss der triumphalen Welttournee die Gruppe und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Während Fans und Kritiker noch das Ende der Gruppe prophezeiten, übernahm Phil Collins die Rolle des Frontmanns. Im März 1976 meldeten sich Genesis mit „A Trick Of The Tail“ zurück, das überraschenderweise alle Verkaufserfolge der Vorgängeralben übertraf. Anscheinend akzeptierten die Fans die neue Quartett-Konstellation, zumal das Album und der Nachfolger „Wind And Wuthering“ (1977) mit filigranen Klangspielen wie „Ripples“, „Los Endos“, „Your Own Special Way“ und „In That Quiet Earth“ an die Gabriel-Ära anknüpften. Auf der Bühne verzichtete Collins jedoch auf Gabriels Maskeraden. Stattdessen illuminierte die Band bei ihren Tourneen das musikalische Crescendo von „Afterglow“ mit der geballten Kraft von 48 Boeing-747-Landelichtern. Auch später traten Genesis immer mit außergewöhnlichen Lightshows an. Auf der alle Kassenrekorde brechenden Nordamerikatournee 1981/82 sorgte das revolutionäre „Varilite“ für unvergessliche Showmomente. Und 1992 waren Genesis die erste Stadionband, die majestätische High-Definition-Bildschirme, so genannte „Jumbotrons“, einsetzte.

Den endgültigen Bruch mit der Vergangenheit vollzogen Genesis nach dem Ausstieg von Steve Hackett, der mit „Voyage Of The Acolyte“ bereits 1975 ein Soloalbum veröffentlicht hatte. Das Resttrio schüttelte seine Progrock-Vergangenheit ab und präsentierte sich auf den Alben „And Then There Were Three“ (1978) und noch stärker auf den Topsellern „Duke“ (1980) und „Abacab“ (1981) als perfekte Pop-Rock-Band, die mit Melodien für Millionen wie „Many To Many“, „Follow You Follow Me“, „Turn It On Again“, „Duchess“, „Abacab“ und „Man On The Corner“ die internationalen Charts im Sturm eroberte. Und ein Ende der Hitserie war nicht in Sicht. Im Gegenteil: Mit jedem weiteren Album steigerte die Gruppe ihre kommerzielle Attraktivität. Vom 1983 veröffentlichten, schlicht „Genesis“ betitelten zwölften Werk, das Hits wie „Mama“ und „That's All“ enthielt, verkauften sich allein in den USA drei Millionen Exemplare. Eine noch höhere Millionenauflage erreichte „Invisible Touch“ (1986), das monatelang in den Top 10 der Billboard Charts residierte und fünf US-Top-Ten-Singles abwarf, darunter das Titelstück und „Land Of Confusion“. Das dazugehörige, von den Puppenspielern der britischen TV-Serie „Spitting Image“ produzierte Video gewann 1987 einen Grammy Award.

„We Can't Dance“, das 1991 nach einer längeren Pause erschien und mit über zehn Millionen verkauften Alben zum größten Erfolg der Band wurde, markierte die letzte Zusammenarbeit mit Phil Collins, der längst selbst zum Superstar avanciert war. Auf dem 1997 veröffentlichten, bislang letzten Genesis-Studioalbum „Calling All Stations“ präsentierten Mike Rutherford und Tony Banks mit Ray Wilson (Ex-Stiltskin) einen neuen Sänger und die Rückkehr zu rockigeren Klängen, was auch das Titelstück unterstreicht, das auf der ersten CD der „Platinum Collection“ enthalten ist.

Auf insgesamt 40 Songs lässt die sorgfältig kompilierte Kollektion die beispiellose Geschichte von Genesis von 1970 bis in die jüngste Vergangenheit Revue passieren. Neben allen Hits findet sich hier auch so mancher Album-Favorit, wobei über die Hälfte der Titel neu remixed wurde, was vor allem den Klasssikern aus den 70er und frühen 80er Jahren hörbar neuen musikalischen Glanz verleiht. Soundtechnisch auf der Höhe der Zeit - im brillanten 5.1. Surround Sound - präsentiert sich natürlich auch die 33 Clips umfassende DVD „The Videoshow“. Hier sind neben einem „Top Of The Pops“-Auftritt aus dem Jahr 1982 alle jemals für Singles produzierten Videos von Genesis vom ersten Hit „I Know What I Like“ bis zur sensationellen Reunion mit Peter Gabriel „The Carpet Crawlers 1999“ versammelt.

November 2004

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite