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Generation Porno: Jugend, Sex, Internet
 
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Generation Porno: Jugend, Sex, Internet [Gebundene Ausgabe]

Johannes Gernert
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Fackelträger-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (18. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3771644399
  • ISBN-13: 978-3771644390
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.622 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Johannes Gernert
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Junge ist 14 und sucht im Internet auf der Pornoplattform Youporn fast jeden Tag nach »Blowjobs«. Der andere ist 16 und findet Youporn längst langweilig. Die wirklich krassen Sachen seien woanders. Das Internet spült eine Flut von pornografischen Bildern in die Kinderzimmer. Oft genügt ein kurzer Klick: »Schon 18?« »Ja!« Eltern und Pädagogen sind beunruhigt und machen sich Sorgen, was die Eindrücke in den Köpfen ihrer Kinder auslösen. Porno beschränkt sich nicht auf einschlägige Seiten im Netz, sondern prägt die Kultur von Teens und Twens viel umfassender. String-Tangas gibt es für 8-Jährige, die Bravo bildet totalrasierte Körper ab, Rapper Sidos Arschficksong" ist eine Teenager-Hymne. Die Pornoclips werden dabei immer härter. Im digitalen Freundesnetzwerk kursieren Bilder von Tiersex, Analorgien und kotzenden Darstellerinnen. Auf Handys zirkulieren Clips, für die Teenager sich selbst aufgenommen haben beim Sex. Schulen und Elternhäuser müssen sich der Entwicklung stellen. Aber wie? Und was können Politiker für einen besseren Jugendschutz tun? Auf solche und andere Fragen gibt dieses Buch eine Antwort in Gesprächen mit Jugendlichen, Erziehungsberechtigten und Experten

Über den Autor

Johannes Gernert, geboren 1980, studierte Publizistik und Englisch in Berlin und Nordirland, anschließend besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München. Heute ist er als freier Journalist tätig. Er schreibt unter anderem regelmäßig für die Frankfurter Rundschau, den Kölner Stadt-Anzeiger und die taz sowie für Spiegel-Online und stern.de. Johannes Gernert lebt in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Vor 20-30 Jahren kaufte man sich verstohlen eine 'Praline' am Bahnhofskiosk oder durchsuchte bei Abwesenheit der Eltern sämtliche Schränke nach Papas privater Video-Sammlung. Heute sind die härtesten Darstellungen sexueller Handlungen nur ein paar Klicks von jedem Jugendlichen, der sich mit dem Internet nur annähernd auskennt, entfernt.
Es wächst also nicht erst seit gestern eine neue Generation heran, die nahezu grenzenlose Möglichkeiten hat, sich mit den Ausbuchtungen der menschlichen Sexualität zu beschäftigen. Die Frage, die nun aber zu stellen wäre: Ist das für die Entwicklung zu einer reifen Persönlichkeit förderlich, schädlich oder unerheblich? Gernert geht in seinem Buch dieser Frage nach und lässt dabei Eltern, Lehrer, Fachleute und die "Betroffenen" selbst zu Wort kommen. Klarer wird, dass es sich dabei um eine schichtübergreifende Entwicklung handelt, mit der aber auch schichtabhängig unterschiedlich umgegangen wird. Dabei ist mit 'Porno' nicht ausschließlich die bildliche Darstellung gemeint, sondern z.B. auch die heftigen Texte von entsprechenden Rappern. Insgesamt ist festzustellen, dass es ein schwer abzugrenzender Begriff ist, Porno in unserer Gesellschaft einen gewissen Gewohnheitseffekt erhalten hat und Frauen insgesamt nicht gut dabei weg kommen. Klar wird auch, dass in der Regel Jungen anders mit Pornos umgehen als gleichaltrige Mädchen. Nun, die ersteren zählen auch zu den Hauptkonsumenten.

Mir scheint es, als ob Gernert einfach mal drauf los schreibt. Mir ist die Strukturierung des Buches bis zum Ende ziemlich unklar geblieben. Das hat natürlich zur Folge, dass es zu scheinbaren oder offensichtlichen Wiederholungen kommt.
Das Buch wirkt wie eine Zusammensetzung von einzelnen Fachartikeln, die jedoch nicht uninteressant geschrieben sind. Als unbedarfter Leser erhält man umfassende neue Informationen und einen guten Einblick in das diesbezügliche Konsumverhalten der jungen Generation.
Gernert propagiert nun kein Verbot, sondern er appelliert an den diesbezüglichen Erziehungsauftrag von Eltern, Lehrern und sonstigen relevanten erwachsenen Personen, die den Jugendlichen einen angemessenen Umgang mit den unbegrenzten Möglichkeiten nahe bringen sollen. Entsprechend schließt er mit einem Ratgeberteil "Wie Sie mit Ihrem Kind über Sexualität und das Internet reden können" ab.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von davjan
Format:Gebundene Ausgabe
Eines vorneweg, wer hofft sein Vorurteil würde bestätigt, dass unsere Jugend keine Moral und Werte mehr hätte, wird enttäuscht. Denn anders als der Titel "Generation Porno" suggeriert, ist die Situation die Johannes Gernert darstellt nicht schwarz-weiß. Der Versuch sich dem Thema anzunähern gelingt, indem er verschiedene Experten und Autoren zu Wort kommen lässt, und eben auch Jugendliche interviewt. Besonders das relative neue Phänomen "soziale Netzwerke" wird dabei mit einbezogen. Es beruhigt zu lesen, dass die meisten Jugendlichen ihren Verstand nicht abschalten und den falschen "Wahrheiten" zumindest kritisch gegenüber stehen. Beunruhigend dagegen ist die Tatsache, wie sprachlos Eltern, Lehrer und Politiker sind, angesichts der Flut von pornografischen Bildern und Filmen mit denen Kinder und Jugendliche im Internet konfrontiert werden. Auch Johannes Gernert liefert nicht wirklich eine Antwort auf die Frage, was zum Beispiel von staatlicher Seite getan werden könnte, um den gesetzlich verankerten Jugendschutz besser durchzusetzen. Wenig überraschend aber dennoch gut sind schließlich die Tipps, die Eltern helfen sollen, ihre Kinder behutsam an das Thema Sexualität und Umgang mit Pornografie heranzuführen. Wer ein möglichst differenziertes und vorallem aktuelles Bild zum Thema Jugend und Pornografie bekommen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Ein besonderes Lob gibt es für die gelungene Titelgestaltung und die behutsamen Cover-Fotos.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Shaun TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch widmet sich sehr differenziert dem Thema Porno, aber nicht nur. Denn natürlich ist das Ganze eingebettet auch in eine kritische Würdigung der Sprachlosigkeit der heutigen Elterngeneration gegenüber den Cyberaktivitäten ihrer Sprösslinge. Es geht um aktuelle Kulturen in Hiphop, um das Dazugehören in Foren wie SchülerVZ und der Pornofilm-Börse YouPorn (in Abwandlung von YouTube). Läßt sich das überhaupt verbieten, bzw. wie sollten Kinder begleitet werden, wenn sie denn schon mit dem ganzen Schmuddelkram konfrontiert werden? Auf solche höchst brennenden Fragen gibt der Journalist Johannes Gernert in diesem gut und breit recherchierten Werk Antwort.

Einleitend werden kritische Stimmen zitiert. Danach folgt ein historischer Abriß, wie von den VHS-Cassetten irgendwann die DSL-Leitung des schnellen Internets das Online-Betrachten immer hochauflösenderer Filme in Echtzeit ermöglicht hat. Und die Weiterentwicklung der Handys lässt Pornos von Kind zu Kind kreisen, so dass unsere Kleinen heute Sexualität allererst und sehr früh über das Internet kennenlernen. Aber was ist das für eine Sexualität, und welche Rollen von Macho- und Schlampengehabe werden daran gelernt? Wie gehen Jugendliche mit dieser Pornokultur um? Erkennen sie sie als irreale Sexform oder imitieren sie das? Wie Jungs und Mädchen in unterschiedlicher Weise darauf reagieren, wird in weiteren Kapiteln dargelegt. Und schließlich: was können die Erwachsenen (Eltern und Lehrer) eigentlich tun außer nur weg zu sehen? Wie begleiten sie ihre Kinder in den Cyberspace und vielleicht auch in dieses Tabu-Gebiet, das sich mit Jugendschutzfiltern nie komplett wird ausblenden lassen beim Surfen im World Wide Web? Dazu werden abschließend einige hilfreiche Regeln genannt.

Fazit: ein sehr guter und differenzierter, auch sehr aktueller Text, der das Phänomen Porno als Jugend-Kultur aber auch als Gefährdung zum Ausdruck bringt. Es eignet sich meines Erachtens auch für den Schul-Unterricht, weil es die Dinge beim Namen nennt, ohne in eine einseitige Wertung oder gar religiös verbrämte Abkanzelung zu verfallen. Es holt die Erwachsenen wie auch die Jugendlichen - und das ist eine große Stärke dieses Buches - dort ab, wo sie stehen, indem der Autor sie interviewt hat. (16.01.11)
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