Dass dieses Buch sehr gut ist, muss ich hier eigentlich gar nicht erwähnen. Pelewin wollte hier sicher keinen zusammenhängenden, absolut logischen Roman schreiben, denn zwischendurch fehlt ein Teil, der zum Verständis des Buches hilfreich wäre. Auch die ausgedehnten Trips mit halluzinogenen Drogen sind etwas verwirrend, aber gerade die Ungereimtheiten und Absurditäten machen dieses Buch sympathisch. Man sollte allerdings beim Lesen einen Duden oder, noch besser, ein Fremdwörterbuch zur Hand haben, da teilweise sehr ungewöhnliche Begriffe auftauchen. Auch ein Lexikon schadet jenen nicht, die keine Experten auf dem Gebiet der untergegangenen östlichen Kulturen sind. Ich glaube, dass es in diesem Buch nur zum kleineren Teil um das heutige Russland geht; vielmehr handelt es davon, wie wir alle durch Werbung, Medien und Politik manipuliert werden. Es regt dazu an, alles, was man täglich zu hören bekommt (woher auch immer), kritischer zu hinterfragen und sein eigenes Verhalten zu überdenken. Man sollte das Buch mehrere Male lesen, aber schon nach dem ersten Mal ist es ein Vergnügen, trotz der Verständnisprobleme, die manchmal auftreten.