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Generation Kinderlos - Jenseits von Zeugungsstreik und Gebärzwang
 
 
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Generation Kinderlos - Jenseits von Zeugungsstreik und Gebärzwang [Broschiert]

Günter Keil , Gisela Bruschek
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 144 Seiten
  • Verlag: Pantheon; Auflage: 1. (18. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570550540
  • ISBN-13: 978-3570550540
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.068 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»…vergnüglich zu lesende Polemik, die zu heftigem Widerspruch ermuntern wird. Es verschafft auf unterhaltsame, undogmatische, manchmal auch angriffslustige Weise, Einblick in den Alltag Kinderloser.« (Münchner Merkur )

Kurzbeschreibung

Warum Kinderlose keine schlechteren Menschen sind

Obwohl in der aktuellen Debatte um den Geburtenrückgang stets über das Problem Kinderlosigkeit diskutiert wird, kommen die Betroffenen selbst kaum zu Wort. Günter Keil und Gisela Bruschek zeigen, warum Paare sich gegen Nachwuchs entscheiden und wie ein erfülltes Leben ohne Kinder aussehen kann. Eine vergnüglich zu lesende Polemik, die zu heftigem Widerspruch ermuntern wird.

Noch nie haben in Deutschland so viele Menschen ohne eigene Kinder gelebt – und das hat seine Gründe, behaupten Günter Keil und Gisela Bruschek. Die Autoren, selbst ein kinderloses Paar und seit Jahren publizistisch tätig, zeichnen ein differenzierteres Bild der vielfach gescholtenen Nachwuchsverweigerer. Nicht Egoismus oder Flucht vor Verantwortung stehen im Vordergrund, wenn Paare sich gegen Kinder entscheiden. Weder leben Kinderlose auf Kosten derjenigen, die Kinder haben, wie die Autoren nachweisen können, noch sind sie lediglich auf Karriere und Konsum fixiert. Auch jenseits des traditionellen Familienbilds lässt sich ein glückliches Leben führen. „Generation Kinderlos“ ist keine trockene wissenschaftliche Betrachtung, sondern verschafft auf unterhaltsame, undogmatische, manchmal auch angriffslustige Weise Einblick in den Alltag Kinderloser.

Aus dem Inhalt:
• „Wenn das soziale Umfeld Druck macht“
• „Vielfalt der Lebensentwürfe“
• „Das Märchen vom Egoismus“
• „Warum Finanzminister Kinderlose lieben“
• „Frauen zurück in die Zukunft“


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Informativ und provokativ 22. Februar 2008
Format:Broschiert
Die Autoren beleuchten das Thema Kinderlosigkeit endlich einmal objektiv. Zunächst einmal schildern sie die übertriebene, einseitige Mediendebatte über den Geburtenrückgang, dann zeigen sie, wie im Alltag auf Kinderlose Druck ausgeübt wird und welche Sprüche sie sich immer anhören müssen. Am besten sind die Kapitel, in denen sie nachweisen, dass Kinderlose absolut nicht egoistischer sind als Eltern ("Das Märchen vom Egoismus") und mehr zahlen als Familien ("Warum Finanzminister Kinderlose lieben"). Ein sehr gut recherchiertes, mit viel Ironie und Sprachwitz geschriebenes, unterhaltsames und provokantes Buch. So klar hat sich bis jetzt noch nie ein kinderloses Paar "geoutet". Sehr zu empfehlen!
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überfällige Analyse 16. März 2008
Format:Broschiert
Dieses Buch war überfällig! Günter Keil und Gisela Bruschek verschaffen damit den Kinderlosen endlich mal eine Stimme und analysieren gekonnt die nervende Diskussion um das Aussterben des deutschen Volkes. Sie beleuchten sowohl die private/persönliche Seite von Kinderlosigkeit als auch die gesellschaftlich/politische. Wer wissen will, warum es zu niedrigen Geburtenraten kommt und wie Kinderlose denken und leben, sollte es unbedingt lesen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überflüssig 11. Februar 2010
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Warum Menschen sich gegen Kinder entscheiden, ist hinreichend untersucht worden und im Grunde allgemein bekannt: Durch die Angleichung der Lebensentwürfe beider Geschlechter haben beiderseits berufstätige Paare heute zu hohe Opportunitätskosten für Kinder. Kinderlosigkeit hat also nichts mit Egoismus zu tun, sondern ist ganz normales ökonomisches Kalkül.

Viele Analysen des Buches stimmen jedoch nicht. Beispielsweise behaupten die Autoren, dass Kinderlose besonders viel in die Staatskassen einzahlen, weswegen sie aus Sicht des Finanzministers ein Segen sind. Mersch zeigt dagegen in Die Emanzipation - ein Irrtum!: Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird schlüssig auf, dass dies nur stimmt, wenn man eine Ein-Generationen-Rechnung durchführt. Berücksichtigt man dagegen die Kosten und Einnahmen eines Sozialstaates über zwei Generationen hinweg, dann wirkt Kinderlosigkeit ruinös. Die größte Steuerzahlerin ist dann nämlich die gut ausgebildete Mutter mit mehreren gut ausgebildeten Kindern, und zwar selbst dann, wenn sie zunächst ein Hochschulstudium auf Staatskosten absolviert, anschließend aber wegen ihren vier Kindern lebenslänglich zu Hause bleibt. Warum? Weil die Mutter mit den vier Kindern später einmal vier fließige Steuerzahler hinterlässt, die ganz nebenbei auch noch die Rente des kinderlosen Paares finanzieren werden. Das kinderlose Paar wird dagegen in der nächsten Generation keine Steuern mehr bezahlen, sondern höchstens Kosten produzieren.

Falsch ist auch die Behauptung, dass die niedrigen Geburtenraten gar nicht so schlimm sind, wie es immer behauptet wird. Diese sind sogar sehr schlimm. Tatsächlich sind sie verantwortlich für die zunehmende Arbeitslosigkeit, Verarmung und Verdummung unserer Gesellschaft. Aber so weit haben die Autoren leider nicht gedacht.

Erstaunt bin ich über die ständige Egoismus-Debatte schon ein wenig, denn so ganz neu sind solche Probleme nicht. Vor etwa 200 Jahren brachen die Männer massenhaft aus ihren Häusern auf, um in Fabriken arbeiten zu gehen. Sie konnten deshalb ihre angestammten Aufgaben, für den Schutz ihrer Angehörigen und die Bildung ihrer Nachkommen zu sorgen, nicht mehr erledigen. Man hätte all dies so belassen können und jenen, die die Aufgaben neben ihrer Arbeit nicht erfüllten, einen gnadenlosen Egoismus unterstellen können. Hat man aber nicht, sondern stattdessen ganz pragmatisch den Beruf des Polizisten und des Lehrers eingeführt. Genau so sähe die ideale Lösung wohl auch diesmal wieder aus: das Autorenpärchen hat keine Kinder und geht mit Freude seinem Beruf nach. Dafür zahlt es jedoch Unterhalt für zwei Kinder, mit dem eine andere Mutter ihre eigenen Kinder unter beruflichen Bedingungen (mit Ausbildung, Einkommen, Rente etc.) großzieht. Es hätten dann beide Seiten etwas davon: Familienorientierte Frauen könnten sich ganz auf das Großziehen der nächsten Generation konzentrieren, während die Berufstätigen ohne schlechtes Gewissen ungestört Karriere machen könnten. Ganz so, wie man es bei den Lehrern und Polizisten gemacht hat. Man nennt das übrigens Individualisierung.

Aber so weit zu denken, ist man aktuell noch nicht gewillt. Man glaubt wohl immer noch, es würde nicht so schlimm kommen wie es kommen wird.
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