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Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten
 
 

Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten (Gebundene Ausgabe)

von John Palfrey (Autor), Urs Gasser (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Hanser Wirtschaft; Auflage: 1 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446414843
  • ISBN-13: 978-3446414846
  • Originaltitel: Born Digital. Understanding the First Generation of Digital Nativs
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 23.393 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Von zwei Juristen geschrieben und überraschend vergnüglich zu lesen – so präsentiert sich «Generation Internet». Der Schweizer Urs Gasser und sein US-Kollege John Palfrey haben mit ihren Teams auf der ganzen Welt mit den «Digital Natives» gesprochen, ihre Antworten ausgewertet und eingeordnet. [...] Die Autoren zeigen Chancen und Gefahren der Digital Natives objektiv auf und helfen Lehrern und Eltern, diese Generation zu verstehen und sich mit ihnen zu beschäftigen." Tages-Anzeiger, 4. November 2008 "Born Digital" bilanziert alle wesentlichen technologischen Entwicklungen der Digitalisierung und der weltweiten Vernetzung von Computern in ihren Auswirkungen auf die menschliche Kommunikation. Und das sowohl historisch als auch systematisch. Damit ist es eine der ersten, ernst zu nehmenden Zwischenbilanzen des digitalen Zeitalters." sueddeutsche.de, 14. Oktober 2008 "Zusammen mit Professor John Palfrey erforscht Gasser die Digital Natives am Berkman Center for Internet and Society in Harvard. Darüber haben die beiden ein Buch geschrieben, es heißt "Generation Internet".US-Experten preisen es als Grundlagenwerk und Pflichtlektüre für Eltern und Lehrer. Denen will das Buch helfen, die Digital Natives besser zu verstehen. Es soll erklären, wie sie lernen, arbeiten und kommunizieren, und wie sie sich dabei von anderen Generationen unterscheiden." Frankfurter Rundschau Online, 9. Oktober 2008


Frankfurter Rundschau Online, 9. Oktober 2008

"Zusammen mit Professor John Palfrey erforscht Gasser die Digital Natives am Berkman Center for Internet and Society in Harvard. Darüber haben die beiden ein Buch geschrieben, es heißt "Generation Internet". US-Experten preisen es als Grundlagenwerk und Pflichtlektüre für Eltern und Lehrer. Denen will das Buch helfen, die Digital Natives besser zu verstehen. Es soll erklären, wie sie lernen, arbeiten und kommunizieren, und wie sie sich dabei von anderen Generationen unterscheiden."

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Generation Zukunft, 6. Februar 2009
Rufen Sie auch Ihren Sohn oder Ihre Tochter zu Hilfe, wenn Ihr Textverarbeitungsprogramm spinnt oder Sie mit dem neuen Update Ihres E-Mail-Programms nicht zurechtkommen?

Dass Sie gegen Ihre Kinder auch nur bei einem einzigen Computerspiel gewinnen könnten, haben Sie sich schon lange abgeschminkt, und bei allem Respekt vor den Kenntnissen der jungen Computergeneration, ist Ihnen das Ganze irgendwie auch unheimlich. Stundenlang sitzen die Kinder und Jugendlichen vor dem Rechner, aber was genau sie dort treiben, wissen Sie nicht. Vielleicht bekommen Sie zu hören, dass sie sich gerade über StudiVZ verabreden oder ihr neues Profil bei MySpace eingerichtet haben. Sie chatten, sie mailen, sie holen sich Musik und Bilder aus dem Netz, stellen ihr eigenes Blog ein und leben, daran besteht für Sie kein Zweifel, in einer Welt, die Ihnen, der "Generation Ahnungslos" fast vollständig erschlossen ist.

Erstmals in der Geschichte des Internet wächst eine Generation heran, die mit dem Internet groß geworden ist, für die das Netz eine alltägliche, selbstverständliche und nicht mehr wegzudenkende Erfahrung ist. Wenn man den heute 12 bis 18jährigen erzählt, dass vor noch wenigen Jahren das Schreiben von Briefen, das Telefonieren von Münzautomaten aus oder das Recherchieren von Informationen in Bibliotheken zum Alltag gehörte, begegnet einem meist ein verständnisloses Schulterzucken, als spräche man vom Mittelalter.

Der Schweizer Urs Gasser, Professor an der Universität St. Gallen und Direktor der Forschungsstelle für Informationsrecht, und John Palfrey, Professor an der Harvard Law School und Leiter des dortigen Berkman Center for Internet & Society, legen mit ihrem Buch "Generation Internet" eine lesenswerte Mischung aus Studie, wissenschaftlicher Reportage und pädagogischem Ratgeber vor. Die Autoren schildern ausführlich, womit sich die "Digital Natives", also jene Generation, die mit den digitalen Medien aufgewachsen ist und die sich seit ihren Kindertagen im World Wide Web bewegt, beschäftigt. Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Identität besteht für sie nicht mehr. Ihre Einstellungen von Identität und Privatheit verändern sich, ebenso wie ihr Lernverhalten und ihre Arbeitswelt.

Gasser und Palfrey beschreiben die "Digital Natives" als eine Generation, die Teil einer weltumspannenden Kultur ist, "deren Angehörige sich dadurch definieren, wie sie mit Informationen, neuen Technologien und miteinander umgehen." Sie beschreiben diese Generation als einen gesellschaftlichen und kulturellen Paradigmenwechsel, den es zu verstehen gilt. Dabei verfolgen die Autoren einen aufklärerischen und gleichzeitig pädagogischen Ansatz. Ihr Aufruf an die Eltern und Lehrer: Lasst die "Digital Natives" nicht allein, entwickelt Interesse an ihren Aktivitäten im Netz, schützt die "Digital Natives" vor den Gefahren im Netz: "mangelnde Sicherheit, zu freigiebiger Umgang mit der Privatsphäre, Datenschutz", um sie zu verantwortungsvollen Weltbürgern zu machen.

Das Buch ist trotz einiger Längen und Wiederholungen und der streckenweise biederen pädagogischen "Gutmenschmentalität" ein erster wichtiger Versuch, eine sachliche Auseinandersetzung mit einer Generation zu suchen, deren technologischer und digitaler Vorsprung viele Eltern und Lehrer sprach- und hilflos machen. Wer von der Generation Internet noch kein Weihnachtsgeschenk für die Generation Ahnungslos hat, der sollte statt Socken oder Küchenschürze in diesem Jahr seinen Eltern oder Großeltern dieses Buch schenken. - Paul Schilling (www.FreieHONNEFER.de)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Kindheit und Jugend im Zeitalter des Web 2.0, 27. Juli 2009
Von Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Digital Natives wird die Generation der nach 1980 Geborenen genannt, für die Internet, Mobiltelefone und MP3-Player seit ihrer Kindheit selbstverständlich waren. Digitial Natives bilden über Ländergrenzen hinweg vernetzte Eliten; sie lernen neue Freunde häufig zuerst online und erst anschließend persönlich kennen. Digital Immigrants haben erst spät Zugang zu neuen Technologien gefunden und müssen sich Kompetenzen im Gegensatz zu den Natives erst Schritt für Schritt aneignen. Palfrey und Gassner wenden sich mit ihrem Buch an Eltern, die den Medienkonsum ihrer Kinder angesichts einer unkontrollierbaren Informationsflut skeptisch beurteilen, die sich um die digitale Privatsphäre sorgen und Jugendliche vor Aggressionen im Netz wie Cyberbullying schützen möchten. Eltern befürchten Computersucht, eine abnehmende Aufmerksamkeitsspanne und mangelnden Schutz ihrer Kinder vor Pornografie aus dem Netz.

Ausführlich setzen die Autoren sich mit der digitalen Akte auseinander, der Summe aller Informationen, die eine Person über sich selbst veröffentlich oder die andere über sie ins Netz stellen. Wechselseitige Rituale in sozialen Netzwerken Jugendlicher verpflichten zu persönlichen Auskünften. Die Verknüpfung des eigenen Profils mit möglichst vielen Profilen anderer Internet-Bekanntschaften ist Voraussetzung für das Funktionieren dieser Vertrauens-Netzwerke und entscheidet über das eigene Ansehen. Jugendliche denken heute noch nicht daran, welche digitalen Fährten sie legen und welche Probleme ihnen später einmal Informationen bereiten können, die andere über sie veröffentlichen. Die Entscheidung zwischen Komfort und Kontrolle der eigenen virtuellen Identität fällt gerade jugendlichen Nutzern sozialer Netzwerke schwer, da nur einen Bruchteil der Daten zu sehen ist, die dort über eine Person gespeichert sind. Der soziale Raum dieser Communities erscheint Jugendlichen geschützter als er tatsächlich ist. Eltern und Lehrer sehen sich in der Rolle der Warner, doch mangelt es ihnen bisher an Kompetenzen, um von jugendlichen Mediennutzern als Gesprächspartner ernst genommen zu werden. Die Rollen von Eltern und Kindern haben sich beim Thema neue Medien offenbar umgekehrt. Die Autoren wollen Eltern in die Lage versetzen, ihre Kinder im virtuellen Raum ebenso vor Gefahren zu schützen wie im realen Leben.

Stärker als durch einzelne kriminelle Nutzer sehen die Autoren Jugendliche durch deren eigenes mangelndes Urteilsvermögen gefährdet. Digital Natives lesen zum großen Teil keine Zeitung mehr; sie sind überzeugt, sie könnten sich in allen Angelegenheiten auf Informationen aus den Internet verlassen. In der digitalen Welt kann nur bestehen, wer die Seriosität von Informationsquellen beurteilen kann - genau darin sind Jugendliche mangels Erfahrungen Erwachsenen noch unterlegen. Untersuchungen unter Grundschülern haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche Informationen umso kritischer bewerten, je erfahrener sie selbst in der Internetnutzung sind. Wenig-Nutzer sind für falsche Informationen also anfälliger als Internet-Nerds. Obwohl Eltern zum Ruf nach staatlicher Kontrolle neigen und sich gern auf Kindersicherungs-Software verlassen, sollten sie die eigene Medienerziehung nicht vernachlässigen, fordern die Autoren. Wer stets das Gespräch über Interesse der eigenen Kinder suche, schütze sie mit seiner Offenheit zuverlässiger als jede Kontroll-Software.

Die beiden Internet-Experten nehmen die Sorgen der Eltern-Generation sehr ernst. Zwar halten auch sie die virtuelle Kommunikation für aggressiver als die reale, sehen in der digitalen Welt jedoch nur die Fortsetzung bekannter Probleme des realen Lebens. "Ein neues Medium für altbekannte Missetaten." Ausführlich gehen Palfrey/Gassner auf die Bedenken von Eltern ein, die das Internet in erster Linie als Gefährdung ihrer Kinder betrachten. Während Politiker sich meist auf die Forderung nach Kontrolle und Reglementierung beschränken, liegt die Medienerziehung bisher allein in der Verantwortung der Eltern. Die Forderung nach Verboten sei ein ganz normaler Instinkt, erfahren wir, doch müsse zusätzlich zu Schutz- und Kontrollmaßnahmen das Urteilsvermögen der Kinder gefördert werden. Die Trennlinie zwischen öffentlichem und privaten Leben habe sich deutlich verschoben, das Bewusstsein für angemessenes Verhalten und für die "digitale Privatsphäre" müsse sich erst neu entwickeln.

Palfrey/Gasser sehen das Internet grundsätzlich positiv als einen Raum, in dem sich Kreativität und neue Ausdrucksformen entfalten und Teilnehmer sich weltweit vernetzen können. Mit dem Paradebeispiel Wikipedia zeigen sie den Übergang vom unkritischen Konsum zum selbstständigen Gestalten auf. Ausgewogen und kritisch setzen sie sich mit Fragen des Urheberrechts auseinander, mit Spielsucht, Flucht von Jugendlichen aus der Realität, aber auch mit dem Netz als Ort der Verherrlichung spektakulärer Straftaten. Lehrer, die eine Copy- und Paste-Kultur befürchten, wie Professoren, die Studenten mit zu geringen analytische Fähigkeiten bemängeln, halten die Autoren für ebenso typisch, wie Multitasker, die am PC parallel arbeiten, lernen und telefonieren. Auffällig ist, dass zwar von den Pflichten des Staates zum Schutz Jugendlicher und den Erziehungsaufgaben der Eltern die Rede ist, aber kaum von der Aufgabe der Schule, Jugendliche zu kritischen Mediennutzern zu erziehen.

Die Autoren (* 1972), die selbst Digital Natives unterrichten, vermitteln in ihrem Buch, wie Eltern zwischen ihren Befürchtungen und dem, was ihre Kinder tatsächlich gefährdet, differenzieren können. Einige Beispiele (Eltern, die ihr Kind mit RFID-Chip versehen oder den Aufenthalt ihrer Kinder online verfolgen) wirken auf den deutschen Leser als typisch amerikanische Auswüchse sehr fremd. Positiv fällt an "Generation Internet" auf, dass die Autoren die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Nutzer und Nicht-Nutzer wahrnehmen und die Folgen dieser so genannten Partizipationslücke analysieren. Ein sachliches, ausgewogenes Buch für interessierte Eltern, das das Leben im Zeitalter des Web 2.0 kritisch zu charakterisieren versteht. Einige Wiederholungen hätten gekürzt werden können. Wer es gern kürzer und praxisbezogener hat, kann zu Handyknatsch, Internetfieber, Medienflut: Umgang mit dem Medienmix im Familienalltag greifen.


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